Ein Neujahrsgruß aus Altomünster

Neujahrsgruß

Die Menschheit blickt rund um den Globus auf ein schwieriges Jahr zurück. 2016 brachte mit alten und neuen Problemen manch schwere Prüfung für viele Menschen. Große Verunsicherung machte sich breit und hält unvermindert an. Wir wollen dennoch mit Optimismus in das neue Jahr blicken.

Aus eigener Not schöpfen wir nämlich Hoffnung für die Zukunft. Wir möchten alle Menschen an unserer Hoffnung teilhaben lassen. Gerade in diesem auch für uns komplizierten und bedrohlichen Jahr 2016 haben wir Mut geschöpft für eine bessere Zukunft. Fast täglich waren wir vom Verlust unserer geistigen und religiösen Heimat bedroht. Eine angedrohte Schließung und Abwicklung schwebt seit vielen Monaten über dem Kloster Altomünster. Bedroht durch diese Kaltherzigkeit, eingeengt in unserem Tun und gehindert an vielerlei Alltagsnormalität haben wir dennoch mit aller Kraft das religiöse und geistige Leben im Kloster bewahrt und dem Herrn gedient. Ratlosem Kummer und dunkler Verzweiflung haben wir uns nicht anheimgegeben. Oft dachten wir dabei an den Heiligen Johannes Paul II. Sein „Fürchtet Euch nicht“ war für uns ein stärkendes Licht in Angst und Dunkelheit.

Unser Heiland und unser Glaube waren uns dabei eine verlässliche Festung nach innen und außen. In Momenten größter Pein spürten wir auch die Sympathie vieler Menschen, die uns Mut machten, Kraft gaben und uns zur Seite standen. Wir waren nicht mehr allein. Ein machtvolles Gefühl durchströmte uns. Da gab es plötzlich ehrliche Berichterstattung über unsere Lage in den Medien. Besonders genannt seien hier der Bayerische Rundfunk, die Bildzeitung und Associated Press. Freundliche Aufmerksamkeit und eine helfende Hand kam aus dem Europaparlament vom MdEP Arne Gericke, aus dem Deutschen Bundestag ließen uns die Abgeordneten Hans-Peter Uhl und Karl-Heinz Brunner nicht im Stich. Menschen mit festem Glauben und großen Tugenden, die wir längst in unser Herz geschlossen haben. Das Kanzleramt reagierte ebenfalls freundlich und höflich auf einen von uns unterbreiteten Vorschlag. Darüber hinaus haben viele Menschen um und in Altomünster ihre Zuneigung für uns und das Kloster bekundet. Aufmunternde Briefe aus vielen Ecken der Welt erreichten uns. Brüder und Schwestern im Glauben nahmen an unserem Schicksal genauso Anteil wie sehr viele christliche Laien. Dafür sind wir am Ende eines Jahres unendlich dankbar und sehen einen Hoffnungsstrahl. Unsere Erfahrung ist daher gleichermaßen eine Botschaft: Eine starke Gemeinschaft und deren Kraft im Glauben kann auch größtes Unheil mildern und Hoffnung schaffen.

Wir wünschen von Herzen ein gutes Jahr 2017 und schließen unsere Unterstützer und Helfer fest in unsere Gebete ein.