Herbstbilder

Der Herbst ist in unserem Klostergarten nicht nur eine Zeit der Fülle für Mensch und Tier (ganze Schmetterlingsschwärme laben sich an den Efeublüten, während die Vögel von den Äpfeln und die Eichhörnchen von den Walnüssen stibitzen), sondern auch der Farbenpracht, wenn sich die zarteren Farben der Sommerblumen (die Rosen blühen bei uns bis in den November hinein!) mit den kräftigen Rot- und Gelbtönen des Laubes und der Herbstblüher mischen.

Einige fotografisch festgehaltene Eindrücke dieser bunten Vielfalt möchten wir gerne mit Ihnen teilen.

Natürlich ist der Herbst auch eine Zeit der Arbeitsfülle, wenn die Kartoffeln geerntet, die Äpfel gepflückt und zu Mus und Marmelade verarbeitet und die Nüsse aufgesammelt werden müssen, aus denen sich zusammen mit dem zur selben Zeit erntereif werdenden zweiten Austrieb der Zitronenmelisse ein nahrhaftes Pesto für die kommenden Fastenzeiten, wenn rein vegetarische Verpflegung angesagt ist, herstellen lässt.

Wir hoffen aber, dass die bevorstehenden langen Winterabende einige Mußestunden bereithalten werden, um Ihnen mehr von dem klösterlichen Leben, welches trotz der bezaubernden Schönheit dieses Ortes ja der eigentliche Grund unserer Entscheidung für diese Lebensform ist, berichten zu können.

Weitere Fotos finden Sie in unserem Album mit den Herbstbildern auf unserer Facebookseite.

Gütliche Einigung

Am 23. Mai wurde zwischen dem Erzbistum München und Freising und unserer Postulantin Claudia Schwarz, die nach wie vor im Kloster die Stellung hält und vom Bistum auf Räumung verklagt worden war, ein Vergleich geschlossen, nach welchem Claudia im Kloster bleiben darf, bis die Apostolische Signatur in Rom über die gegen die Auflösung des Klosters eingereichte Klage entschieden hat. Die Frist, innerhalb derer dieser Vergleich hätte widerrufen können, ist nun abgelaufen, sodass der Vergleich Bestand hat. Wir danken dem Ordinariat der Erzdiözese München und Freising für diese gute und einvernehmliche Lösung, die es ermöglicht, das bereits seit über eineinviertel Jahrtausenden bestehende geistliche Leben im Kloster – wenn auch in denkbar kleinster Besetzung – fortzuführen.

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Wir halten zusammen und geben nicht auf

Wir halten zusammen und geben nicht auf

Liebe Freunde, Unterstützer und Interessierte,

wir brauchen niemandem mehr zu sagen, was letzte Woche hier geschehen ist, denn alle Zeitungen waren voll davon. Uns erreichte in den vergangenen Tagen und erreicht weiterhin eine Vielzahl von Medienanfragen. Alle Medienvertreter waren sehr wohlwollend und verständnisvoll – Eigenschaften, die wir uns auch von anderen Personen gewünscht hätten – sodass wir ihre Anfragen gerne beantwortet haben. Dies hat allerdings viel Zeit in Anspruch genommen. Auch die nun zu organisierende und zum Erfolg zu führende Rechtsverteidigung gegen die über unsere Köpfe hinweg erfolgte Auflösung unseres Klosters wird viel Zeit und Arbeitskraft in Anspruch nehmen. Dennoch werden wir versuchen, uns auch in Zukunft an dieser Stelle zu Wort zu melden. Wir bitten weiterhin um das Gebet für uns und unser Kloster und grüßen alle recht herzlich.

Sr. M. Apollonia Buchinger und Postulantin Claudia Schwarz

 

Forscher in Sorge über Schicksal des „heiligen Büchergrals“ einer deutschen Abtei

Diese Aufnahme entstand im Februar 2013.

Diese Aufnahme entstand im Februar 2013.

Aus dem Englischen übersetzt

Altomünster, Deutschland (AP) – Sie war staubig, vollgepfercht und in größerer Unordnung, aber als die Kunsthistorikerin Eva Lindqvist Sandgren die Bibliothek in der Abtei Altomünster betrat, die mehr als fünf Jahrhunderte lang für jedermann außer den Nonnen des deutschen Klosters tabu war, wusste sie sofort, dass sie einen großen Schatz erblickte.

Die staubigen Regale enthielten ihrer Schätzung nach wenigstens 500 Bücher einschließlich kostbarer illuminierter Handschriften (Anm.: „illuminiert“ heißt, mit Buchmalereien versehen) aus dem 16. Jahrhundert; Gesänge, die vom einzig von Frauen geleiteten Birgittenorden genutzt wurden sowie Prozessionalien (Anm.: liturgische Bücher, die Texte und Gesänge enthalten, die während einer Prozession gebetet und gesungen werden), die überquellen von farbenfrohem religiösem und ornamentalem Dekor an ihren Rändern.

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Ein Neujahrsgruß aus Altomünster

Neujahrsgruß

Die Menschheit blickt rund um den Globus auf ein schwieriges Jahr zurück. 2016 brachte mit alten und neuen Problemen manch schwere Prüfung für viele Menschen. Große Verunsicherung machte sich breit und hält unvermindert an. Wir wollen dennoch mit Optimismus in das neue Jahr blicken.

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