Gütliche Einigung

Am 23. Mai wurde zwischen dem Erzbistum München und Freising und unserer Postulantin Claudia Schwarz, die nach wie vor im Kloster die Stellung hält und vom Bistum auf Räumung verklagt worden war, ein Vergleich geschlossen, nach welchem Claudia im Kloster bleiben darf, bis die Apostolische Signatur in Rom über die gegen die Auflösung des Klosters eingereichte Klage entschieden hat. Die Frist, innerhalb derer dieser Vergleich hätte widerrufen können, ist nun abgelaufen, sodass der Vergleich Bestand hat. Wir danken dem Ordinariat der Erzdiözese München und Freising für diese gute und einvernehmliche Lösung, die es ermöglicht, das bereits seit über eineinviertel Jahrtausenden bestehende geistliche Leben im Kloster – wenn auch in denkbar kleinster Besetzung – fortzuführen.

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Wir halten zusammen und geben nicht auf

Wir halten zusammen und geben nicht auf

Liebe Freunde, Unterstützer und Interessierte,

wir brauchen niemandem mehr zu sagen, was letzte Woche hier geschehen ist, denn alle Zeitungen waren voll davon. Uns erreichte in den vergangenen Tagen und erreicht weiterhin eine Vielzahl von Medienanfragen. Alle Medienvertreter waren sehr wohlwollend und verständnisvoll – Eigenschaften, die wir uns auch von anderen Personen gewünscht hätten – sodass wir ihre Anfragen gerne beantwortet haben. Dies hat allerdings viel Zeit in Anspruch genommen. Auch die nun zu organisierende und zum Erfolg zu führende Rechtsverteidigung gegen die über unsere Köpfe hinweg erfolgte Auflösung unseres Klosters wird viel Zeit und Arbeitskraft in Anspruch nehmen. Dennoch werden wir versuchen, uns auch in Zukunft an dieser Stelle zu Wort zu melden. Wir bitten weiterhin um das Gebet für uns und unser Kloster und grüßen alle recht herzlich.

Sr. M. Apollonia Buchinger und Postulantin Claudia Schwarz

 

Forscher in Sorge über Schicksal des „heiligen Büchergrals“ einer deutschen Abtei

Diese Aufnahme entstand im Februar 2013.

Diese Aufnahme entstand im Februar 2013.

Aus dem Englischen übersetzt

Altomünster, Deutschland (AP) – Sie war staubig, vollgepfercht und in größerer Unordnung, aber als die Kunsthistorikerin Eva Lindqvist Sandgren die Bibliothek in der Abtei Altomünster betrat, die mehr als fünf Jahrhunderte lang für jedermann außer den Nonnen des deutschen Klosters tabu war, wusste sie sofort, dass sie einen großen Schatz erblickte.

Die staubigen Regale enthielten ihrer Schätzung nach wenigstens 500 Bücher einschließlich kostbarer illuminierter Handschriften (Anm.: „illuminiert“ heißt, mit Buchmalereien versehen) aus dem 16. Jahrhundert; Gesänge, die vom einzig von Frauen geleiteten Birgittenorden genutzt wurden sowie Prozessionalien (Anm.: liturgische Bücher, die Texte und Gesänge enthalten, die während einer Prozession gebetet und gesungen werden), die überquellen von farbenfrohem religiösem und ornamentalem Dekor an ihren Rändern.

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Ein Neujahrsgruß aus Altomünster

Neujahrsgruß

Die Menschheit blickt rund um den Globus auf ein schwieriges Jahr zurück. 2016 brachte mit alten und neuen Problemen manch schwere Prüfung für viele Menschen. Große Verunsicherung machte sich breit und hält unvermindert an. Wir wollen dennoch mit Optimismus in das neue Jahr blicken.

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Unterstützung aus Brüssel: Bekommt Altomünsters Kloster eine europäische Perspektive?

MdEP Arne Gericke bei seinem Besuch im Kloster St. Birgitta in Altomünster am 11. November.

MdEP Arne Gericke bei seinem Besuch im Kloster St. Birgitta in Altomünster am 11. November.

Eine Presseerklärung vom Mitglied des Europäischen Parlaments, Arne Gericke

Europaabgeordneter Arne Gericke schreibt an Papst und Vatikan: „Segensreicher Ort, beeindruckendes Zeugnis des Glaubens“ / Heilige Birgitta als „Patronin Europas“ – Vision: Ein Europakloster 

ALTOMÜNSTER/BRÜSSEL. Lange ist es nicht mehr bis zum Jahresende und der angekündigten Auflösung des Klosters Altomünster – 520 Jahre nach Gründung des Birgitten-Ordens vor Ort. Unverhofft bekommen Schwester Apollonia Buchinger und die Freunde des Klosters nun Unterstützung aus dem Europaparlament in Brüssel: „Altomünster ist ein spürbar segensreicher Ort und der aufrechte Einsatz der Schwestern für ihr Kloster ein beeindruckendes Zeugnis ihres Glaubens“, sagt Arne Gericke, Europaabgeordneter der Familien-Partei und kirchenpolitischer Experte der drittstärksten Fraktion (EKR) im Europaparlament. Als solcher hat er nicht nur das Kloster besucht, sondern sich zudem in einem Schreiben an den Papst, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und den ehemaligen Regensburger Bischof Ludwig Kardinal Müller, heute einflussreicher Präfekt der Glaubenskongregation, im Vatikan gewandt. Sein Vorschlag: „Finden wir eine Lösung, um den Orden zu erhalten. Ehren wir die Bedeutung der Heiligen Brigitta als ‚Patronin Europas‘. Stellen Sie die Weichen, um ein ‚Europakloster‘ Altomünster als Ort der Begegnung in schweren, europäischen Zeiten zu schaffen. Europa braucht solche Zeichen, solche Kraft – wenn nicht jetzt, wann dann?“

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