Der heilige Richard Reynolds

Heute feiern wir das Fest des heiligen Richard Reynolds (Reginald), eines Märtyrers unseres Ordens. Um sein Schicksal und sein tapferes Einstehen für den katholischen Glauben und die Unauflöslichkeit der Ehe, für die er sogar schwerste Qualen und den Tod auf sich nahm, bekannter zu machen, möchten wir im folgenden einen Ausschnitt aus seiner Lebensbeschreibung aus der Feder von F. R. Johnston, welcher die Lesehore zu seinem Fest bildet, wiedergeben:

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Birgittinischer Kreuzweg

Wie wir an dieser Stelle bereits ein paarmal haben anklingen lassen, spielt das Leiden Christi, zu dem die heilige Birgitta eine Vielzahl von Offenbarungen erhalten hat, für die birgittinische Spiritualität eine besondere Rolle. Unsere Mitschwestern in Vadstena haben aus Texten der Heiligen Schrift und aus den Visionen der heiligen Birgitta einen eigenen Kreuzweg zusammengestellt, der auch ins Deutsche übersetzt wurde. Wir möchten ihn heute, am Schmerzhaften Freitag, hier veröffentlichen.

Dieser Tag, an dem bis zur Liturgiereform und in einigen Orden, beispielsweise bei den Serviten, noch heute das im Generalskalender mittlerweile auf den 15. September verschobene Gedächtnis der Schmerzen Mariens begangen wurde, hat für uns insofern nochmals eine herausgehobene Bedeutung, als unser Orden in besonderer Weise zu Ehren der Jungfrau Maria gegründet wurde und die unter dem Kreuz stehende Schmerzensmutter daher ein besonders häufiges Motiv unserer Ikonographie ist und auch in den Professring, den jede Schwester bei der Ablegung ihrer Gelübde erhält, eingraviert ist.

Gerade für unser Kloster ist der Schmerzhafte Freitag auch deshalb bedeutungsvoll, weil am Schmerzensfreitag vor 175 Jahren dank der Erlaubnis König Ludwigs I. das Kloster Altomünster 39 Jahre nach der Säkularisation wiedereröffnet werden durfte.

Hier steht unser Birgittinischer Kreuzweg als pdf-Dokument zur Verfügung.

Die Sieben Heiligen Zufluchten

Die Sieben Heiligen Zufluchten

Wir haben diese Woche unser regelmäßiges Montagsgebet für die Erhaltung unseres Klosters als Andacht zu den Heiligen Zufluchten gehalten. Diese zwischenzeitlich etwas in Vergessenheit geratene Andachtsform, die ihre Blütezeit im Barock erlebte, hat eine ihrer Wurzeln in unserer birgittinischen Liturgie wie sie bis zu den Reformen der 1960er Jahre gefeiert wurde, weswegen wir hier ein wenig näher darauf eingehen möchten.

Als die Sieben Heiligen Zufluchten, das heißt als jene Mächte, deren Anrufung den Gläubigen in ihrer Bedrängnis die größte und sicherste Hilfe verspricht, gelten

  1. Die allerheiligste Dreifaltigkeit
  2. Der gekreuzigte Heiland
  3. Jesus im Allerheiligsten Sakrament des Altares
  4. Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria
  5. Die neun Chöre der heiligen Engel
  6. Die Heiligen und Seligen des Himmels
  7. Die Armen Seelen des Fegfeuers

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Katakombenheilige

Die Gebeine der heiligen Martha befinden sich unter dem Altar im Nonnenchor.

Die Gebeine der heiligen Martha befinden sich unter dem Altar im Nonnenchor.

Anno 1578 entdeckte man in einem Labyrinth aus unterirdischen Begräbnisgängen zu Rom die Gebeine Tausender frühchristlicher Märtyrer. Neun davon kamen am 12. September 1694 nach Altomünster. Die heilige Mercuria und ihre Kinder Fortunatus und Victoria stehen aufrecht in den Hochaltären des Herrenchors. Der heilige Alexander und der heilige Maximian ruhen in sitzender Haltung in den Hochaltären im Beichtraum. Der heilige Sebastian und der heilige Maximilian liegen unter den Altären im Kirchenschiff, die heilige Martha unter unserem Altar im Nonnenchor. Die heilige Clementia befindet sich in Einzelteilen in unserem Kapitelsaal.

Ausgestellt in kunstvollen Schreinen dienen diese sogenannten „Katakombenheilige“ – von den Ordensschwestern in prächtigen Gewändern gekleidet und aufwendig mit Gold und Edelsteinen verziert – als Beschützer der katholischen Gemeinde. In unserem Kloster St. Birgitta in Altomünster beten wir regelmäßig zu den Märtyrern, deren heilige Leiber in unserer Pfarr- und Klosterkirche ruhen. Die Gebeine der Märtyrer sind in der Pfarrkirche ausschließlich im November zu sehen, da der Monat November in besonderer Weise den Verstorbenen gewidmet ist – und zwar nicht nur den armen Seelen, sondern auch allen Heiligen. Den Rest des Jahres sind sie hinter gemalten Altarbildern verborgen.

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Birgittinisches Gebet- und Gesangbuch

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Nach Einführung der neuen liturgischen Bücher durch den seligen Paul VI. kam unser altes birgittinische Antiphonarium außer Gebrauch, da wir seither das deutsche Stundenbuch und das Antiphonale zum Stundengebet von 1979 verwenden. Wir singen und beten aber nach wie vor einige Eigentexte aus der birgittinischen Tradition, die wir in einem eigenen kleinen Büchlein zusammengestellt haben. Dieses möchten wir nachfolgend mit Ihnen teilen.

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Andacht zum lichtreichen Rosenkranz

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Wie bereits auf den Einladungen für unser wöchentliches Montagsgebet für die Rettung des Klosters zu lesen war, haben wir dieses Gebet im Rosenkranzmonat Oktober zweimal als Rosenkranzandacht gehalten. Zu den schon lange etablierten Rosenkranzgeheimnissen – also den freudreichen, den schmerzhaften und den glorreichen – gibt es in den verschiedenen Gebetbüchern zahlreiche Andachten. Für den erst vom Heiligen Johannes Paul II. eingeführten lichtreichen Rosenkranz jedoch noch nicht, jedenfalls haben wir keine gefunden.

Aus diesem Grund haben wir selbst eine Andacht zusammengestellt, die wir mit Ihnen teilen möchten. Bezüglich des grundlegenden Aufbaus haben wir uns an den Rosenkranzandachten unter Nummer 227-229 des alten Speyerer Gebets- und Gesangsbuchs „Salve Regina“ orientiert. Die Liedstrophen sind auf die Melodie von Christian Lahusen zu singen, die im alten Gotteslob von 1975 unter Nummer 590 abgedruckt ist. Wir wünschen Ihnen, sehr geehrte Seitenbesucher und Unterstützer unseres Klosters, eine gesegnete Andacht!

Hier finden Sie unsere Andacht zum lichtreichen Rosenkranz im PDF-Format.

Zum Gedächtnis der Schmerzen Mariens

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Heute begehen wir das Gedächtnis der Schmerzen Mariens. Dieser Gedenktag vereinigt zwei Elemente, die für unsere birgittinische Spiritualität wesentlich sind. Zum einen haben wir eine sehr innige Beziehung zu Maria, deren Leben wir betrachten und die wir in allem nachahmen sollen, und zum anderen haben wir eine besondere Verehrung für das Leiden Christi.

Die Darstellung Marias als Schmerzensmutter unter dem Kreuz, der sich das Schwert des Leidens durch die Brust bohrt oder die vor Kummer über die Qualen ihres Sohnes die Hände ringt, ist daher ganz typisch für uns und findet sich dutzende Male in unserem Kloster. Zur intensiveren Betrachtung der Schmerzen Mariens, zu denen neben dem Leid, das die empfand, als sie unter dem Kreuz stand, auch die Vorhersage des greisen Simeon bei der Darstellung Jesu im Tempel, dass viele an Jesus Anstoß nehmen werden und ihr selbst ein Schwert durch die Seele dringen werde, die Flucht vor Herodes nach Ägypten, die sorgenvolle dreitägige Suche nach dem zwölfjährigen Jesus, als dieser bei einer Pilgerfahrt nach Jerusalem allein im Tempel zurückgeblieben war, die Begegnung mit Jesus auf dem Kreuzweg, die Abnahme des Leichnams Jesu vom Kreuz und die Grabbelegung Jesu zählen, haben wir aus einigen älteren Gesangbüchern Lieder, die sich mit dem Festgeheimnis des heutigen Gedenktags beschäftigen, gesammelt und möchten Sie Ihnen hier als PDF-Dokument zugänglich machen.

Wir wünschen eine gute und gnadenreiche Andacht!