Filmbeitrag der Associated Press über Kloster Altomünster

ap-video

Vor einiger Zeit hatten wir an dieser Stelle bereits den Artikel des Chefkorrespondenten der Associated Press für Deutschland, David Rising, über unser Kloster in einer eigenen Übersetzung veröffentlicht. Mittlerweile ist im Internet auch ein Teil des Filmmaterials, das bei dem Besuch im Dezember 2016 entstanden ist, verfügbar, welches wir unseren Lesern natürlich nicht vorenthalten wollen. Das unkommentierte Video im Originalton wurde auf gloria.tv unter dem Titel „Nun resists Vatican attempt to shut German abbey“ veröffentlicht.

Altofest

Altobüste

Büste des heiligen Alto im Kapitelsaal

Heute feiern wir das Fest des heiligen Alto, Patron unseres Klosters und des Marktes Altomünster und Gründer des ersten Klosters an dieser Stelle in der ersten Hälfte des achten Jahrhunderts. Die Verbindung mit dem heiligen Alto ist so stark, dass die ursprüngliche Absicht, das Kloster nach Ansiedlung der Birgitten entsprechend der Ordenstradition, dass jedes unserer Klöster Maria im Namen führt, in Marienmünster umzubenennen, aufgegeben wurde.

Vom heiligen Alto werden drei Wunder überliefert: Er ließ an einer ursprünglich wasserlosen Stelle eine Quelle entspringen, die noch heute unter einem Seitenaltar unserer Pfarr- und Klosterkirche fließt, bei der Feier der heiligen Messe erschien, als er die Wandlungsworte über dem Wein sprach, das Jesuskind im Kelch und als er im Wald mit einem Messer die Bäume markierte, die für den Bau seines Klosters gedacht waren, fielen die Stämme von selber um, während Vögel die Zweige davontrugen.

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„Klosterkrieg: Machtkampf und Intrigen im Kloster Altomünster“

Unter diesem Titel berichtete der Bayerische Rundfunk im Rahmen der Sendung „quer“ am vergangenen Donnerstag über unser Kloster. Dafür ein herzlicher Dank an Isabel Hertweck und ihr Team, die uns zu Wort kommen ließen, sich wirklich für unser Schicksal interessiert und fair und einfühlsam über uns berichtet haben. Leider wurden sie dabei jedoch in dem Teil ihrer Reportage, bei dessen Entstehung wir auf Weisung des Ordinariats nicht anwesend sein durften, Opfer von Fehlinformationen.

Es ist nämlich nicht wahr, dass der von unserer Priorin eingestellte Klosterdirektor „Sanierungsarbeiten für seine eigene Wohnung im Kloster“ begonnen hätte. Unser Klosterdirektor hatte keine eigene Wohnung, sondern bewohnte die ca. 3,50 × 3,44 m große Zelle Sankt Augustinus im Gästehaus mit nebenliegender Toilette der Größe 1,14 × 1,71 m, siehe untenstehende Bilder. Jedenfalls nach unseren Begriffen kann bei einem Zimmer dieser Größe ohne eigene Kochgelegenheit o.ä. nicht von „Wohnung“ gesprochen werden, zumal die Zimmer, in denen die apostolische Kommissarin unsere beiden mittlerweile entlassenen Hausmeister wohnen ließ, deutlich größer waren als die Zelle des Klosterdirektors, die auch keineswegs von ihm saniert wurde, sondern sich weiterhin in dem Zustand befindet, in den sie bei der letzten Sanierung Anfang der 1980er Jahre versetzt wurde.

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Forscher in Sorge über Schicksal des „heiligen Büchergrals“ einer deutschen Abtei

Diese Aufnahme entstand im Februar 2013.

Diese Aufnahme entstand im Februar 2013.

Aus dem Englischen übersetzt

Altomünster, Deutschland (AP) – Sie war staubig, vollgepfercht und in größerer Unordnung, aber als die Kunsthistorikerin Eva Lindqvist Sandgren die Bibliothek in der Abtei Altomünster betrat, die mehr als fünf Jahrhunderte lang für jedermann außer den Nonnen des deutschen Klosters tabu war, wusste sie sofort, dass sie einen großen Schatz erblickte.

Die staubigen Regale enthielten ihrer Schätzung nach wenigstens 500 Bücher einschließlich kostbarer illuminierter Handschriften (Anm.: „illuminiert“ heißt, mit Buchmalereien versehen) aus dem 16. Jahrhundert; Gesänge, die vom einzig von Frauen geleiteten Birgittenorden genutzt wurden sowie Prozessionalien (Anm.: liturgische Bücher, die Texte und Gesänge enthalten, die während einer Prozession gebetet und gesungen werden), die überquellen von farbenfrohem religiösem und ornamentalem Dekor an ihren Rändern.

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Ein Neujahrsgruß aus Altomünster

Neujahrsgruß

Die Menschheit blickt rund um den Globus auf ein schwieriges Jahr zurück. 2016 brachte mit alten und neuen Problemen manch schwere Prüfung für viele Menschen. Große Verunsicherung machte sich breit und hält unvermindert an. Wir wollen dennoch mit Optimismus in das neue Jahr blicken.

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