Lieder zum Fest Mariä Verlobung

Da unser Herr Jesus Christus unserer Gründerin, der heiligen Brigitta, über unseren Orden sagte: „Diesen Orden also will ich zur Ehre meiner liebreichsten Mutter zuerst und hauptsächlich durch Frauen errichtet haben.“ möchten wir ein wenig zur größeren Ehre dieser auch unserer liebsten Mutter beitragen, indem wir einige Lieder zu Ehren ihrer Feste veröffentlichen, um sie für den allgemeinen Gebrauch zur Verfügung zu stellen.

Den Anfang macht das heutige Fest Mariä Verlobung, lateinisch „Desponsatio Beatae Mariae Virginis cum Sancto Joseph“. Es wird auch Mariä Vermählung genannt, denn einerseits stellt uns Lukas Maria in seinem Evangelium als Jungfrau, die mit einem Mann namens Josef verlobt war, (Lukas 1,27) vor, andererseits bestand zwischen Maria und Josef nach der Lehre der Kirche eine wirkliche Ehe, wovon auch der Name „Josefsehe“ für eine Ehe, deren Partner von Anfang an enthaltsam leben wollen, zeugt, und Josef erhielt ja auch vom Engel den Aufruf „fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen“ (Matthäus 1,20), was freilich erst nach der bei Lukas geschilderten Verkündigung an Maria durch den Erzengel Gabriel geschah.

Bilder zu diesem Fest zeigen meist die vor dieser Verkündigung erfolgte und in verschiedenen apokryphen Evangelien breit geschilderte Szene der Verlobung von Maria mit Josef, zu der es kam, weil Maria, die ihre Kindheit nach ebendiesen apokryphen Überlieferungen im Tempel in Jerusalem verbracht hatte, bei Erreichen der Geschlechtsreife diesen verlassen und in die Obhut eines ehrbaren Mannes gegeben werden sollte. Es wurde daraufhin eine Art Wettbewerb zwischen allen in Frage kommenden Kandidaten ausgerufen, bei dem die Anwärter auf die Hand Mariens ihre Stäbe in den Tempel bringen sollten. Am Stab des heiligen Josef ereignete sich dabei das Wunder, daß dieser wie der Stab Aarons zu blühen begann bzw. daß sich nach manchen Überlieferungen auch eine Taube an dessen Spitze zeigte.

Wenngleich die Ehe von Josef und Maria noch kein Sakrament war, weil Christus erst später die Ehe zwischen Getauften zur Würde eines Sakramentes erheben sollte, so sollte sie doch für alle christlichen Eheleute ein Vorbild sein, weil sie von diesen beiden so heiligen Ehegatten gerade auch in ihrer vollkommenen Keuschheit und Enthaltsamkeit in so heiliger Weise in gegenseitiger Hingabe und Fürsorge gelebt wurde. Sie ist daher ein stetes Mahnmal dafür, daß es in der Ehe nicht gilt, die eigene Befriedigung zu suchen, sondern das Wohl des anderen zu fördern und gemeinsam auf dem Weg der Heiligkeit voranzuschreiten.

Leider wird dieses schöne Fest, welches in unseren alten Büchern noch verzeichnet ist, mittlerweile von der Gesamtkirche nicht mehr gefeiert. Dabei bietet es einige Festgeheimnisse, die zu betrachten sich durchaus lohnen würde und die in manchen der nachfolgend aufgelisteten Lieder sowie auch in alten Predigten angesprochen werden.

Mariä Verlobung – Da Gottes Sohn Mensch werden will

Mariä Verlobung – Es blüht dein Stab im Heiligtum

Mariä Verlobung – Es wollte Gottes Sohn als Mensch

Mariä Verlobung – Gesegnet sei, o heil’ge Stunde

Mariä Verlobung – Heut, o Christen, könnt ihr sehen

Mariä Verlobung – Indes erwuchs in aller Zucht

Mariä Verlobung – Kommt, ihr Engel, jubilieret

Mariä Verlobung – O Jungfrau, auserwählte Braut

Mariä Verlobung – Wohl mancher warb um die Jungfrau rein

Weiterlesen