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Der Text unserer Adventsandacht kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden, während die Lieder, die wir zur Andacht singen wollen, im Gotteslob zu finden sind.

Der Gedenktag Unserer Lieben Frau von Loreto, der von Papst Franziskus im Jahre 2019 auf die gesamte lateinische Kirche ausgedehnt wurde, erinnert an die Übertragung des Hauses Marias beziehungsweise der Heiligen Familie, welches sie in Nazareth bewohnte, in die Stadt Loreto in Italien, wohin es der Überlieferung nach in der Nacht vom 9. auf den 10. Dezember 1294 von Engeln gebracht wurde, auch wenn prosaischere Zeitgenossen annehmen, es sei die byzantinische Familie der Angeloi (angelos/ἄγγελος, Plural angeloi/ἄγγελοι, ist das griechische Wort für „Engel“) gewesen, die das heilige Haus vor den islamischen Invasoren im Heiligen Land in Sicherheit brachte und es Stein für Stein auf ein Schiff verladen und in Loreto wieder aufbauen ließ. Dabei wäre allerdings erstaunlich, daß dieser Aufbau buchstäblich über Nacht geschehen sein sollte und in Loreto, wie archäologische Untersuchungen gezeigt haben, auch keinerlei Fundament für das Haus gelegt wurde, sondern dieses mitten auf einer Straße, von der zuvor noch nicht einmal das Unkraut entfernt, sondern einfach mit überbaut wurde, wiedererrichtet wurde.
Jedenfalls wurde aus dem Tagesgebet, welches im Birgittinischen Brevier noch in der Auflage von 1908 mit den Worten
„Deus, qui Beatae Mariae Virginis Domum per Incarnati Verbi mysterium misericorditer consecrasti, eamque in sinu Ecclesiae tuae mirabiliter collocasti: concede; ut, segregati a tabernaculis peccatorum, digni efficiamur habitatores Domus sanctae tuae.“
also
„Gott, der du das Haus der Seligen Jungfrau Maria durch das Geheimnis des inkarnierten Wortes barmherzig geheiligt und es wunderbar im Schoß deiner Kirche plaziert hast: gewähre, daß wir, abgesondert von den Zelten der Sünder, zu würdigen Bewohner deines heiligen Hauses gemacht werden.“
auf die wunderbaren Umstände, unter denen das Heilige Haus nach dem Verlust des Heiligen Landes wieder in den Besitz der Kirche kam, verwies, jeder Hinweis auf diese Umstände getilgt, so daß es jetzt nur noch lautet:
„Deus, qui promissa Patribus adimplens beatam Virginem Mariam elegisti, ut Mater fieret Salvatoris, concede nobis illius exempla sectari, cuius humilitas tibi placuit, et obodientia nobis profuit.“
also
„Gott, der du, die Verheißungen an die Väter erfüllend, die selige Jungfrau Maria erwählt hast, daß sie die Mutter des Erlösers werde, gewähre uns, den Beispielen jener [Jungfrau] zu folgen, deren Demut dir gefallen und deren Gehorsam uns genutzt hat.“
Beide Fassungen weisen jedoch darauf hin, was dieses Haus so besonders macht: Es war der Ort, an dem das Wort Gottes Fleisch wurde, der Ort, an dem Gott erstmals leibhaftig auf diese Erde kam, und wenn schon der Ort, an dem er sich dem Mose nur geistig in einem brennenden Dornbusch zeigte, so heilig war, daß Mose dort die Schuhe ausziehen sollte (Exodus 3,5), dann ist dieses Haus, in dem er auch nach seiner Geburt in Bethlehem und der anschließenden Flucht nach Ägypten für fast drei Jahrzehnte lebte, natürlich erst recht heilig.

Man könnte hier noch viele schöne Überlegungen zum fleischgewordenen Wort Gottes, das unter uns gewohnt hat (Johannes 1,14) zur Wohnung Gottes unter den Menschen (Offenbarung 21,3), zur Weisheit, die sich ihr Haus gebaut hat (Sprichwörter 9,1), oder dazu, daß es besser ist, im Haus Gottes an der Schwelle zu stehen, als in den Zelten der Frevler wohnen (Psalm 84,11), anstellen, aber da es kaum Lieder speziell zu diesem Gedenktag gibt und sich aufgrund seiner Verbindung zum Geheimnis der Menschwerdung und seiner Lage in der Adventszeit die Lieder zum Fest Mariä Verkündigung für die Feier dieses Tages anbieten, wollen wir diesen Tag, an dem sich genau heuer, im Jahre 2025, die Erscheinung Unserer Lieben Frau von Fatima vor Lucia dos Santos in Pontevedra, in der sie um die Verbreitung der Andacht zu ihrem Unbefleckten Herzen bat, zum hundertsten Male jährt, nutzen, um Maria, zu deren Lob man nach dem geflügelten Wort „De Maria numquam satis“ ohnehin nie genug sagen kann, mit einigen Liedern zur Lauretanischen Litanei, die nach dem Wallfahrtsort Loreto benannt ist und einige ihrer schönsten Ehrentitel entfällt, zu preisen.
Lauretanische Litanei – Den ew’gen Vater preiset
Lauretanische Litanei – Gott Vater, wie auch Gott der Sohn
Lauretanische Litanei – O Gott Vater, dich erbarme
Lauretanische Litanei – O Herr, erbarm‘ dich unser
Lauretanische Litanei – O Vater, hoch im Himmelsthron
Lauretanische Litanei – Vater auf des Himmels Thron
Lauretanische Litanei – Vater ewig ungeboren
Lauretanische Litanei – Vater hoch im Himmelsthron
Auch einige andere Lieder rufen Maria mit einer ganzen Reihe ihrer Ehrentitel an:
marianische Ehrentitel – Du hehre Frau, der keine gleich
marianische Ehrentitel – O du Eine, o du Reine
marianische Ehrentitel – Weltwonne, Jesus und Maria
Wieder andere betrachten vor allem einen der aus der Lauretanischen Litanei bekannten Ehrentitel
Rosa Mystica – Du geheimnisvolle Rose, deren Duft die Welt erfüllt
Rosa Mystica – Du geheimnisvolle Rose, mit der Ehrfurcht heil’gem Beben
Rosa Mystica – Es blüht, den Engeln wohlbekannt
Rosa Mystica – Rose du, geheimnisvolle
Rosa Mystica – Uns geschenket, uns erblühet
Arche des Neuen Bundes – Liebe Christen, euch erfreuet
Heil der Kranken – Mit Sehnsucht will ich rufen
Heil der Kranken – O Maria, Heil der Kranken
Zuflucht der Sünder – Gott, der hieß die Wasserhaufen
Zuflucht der Sünder – Maria, o du Reine
Zuflucht der Sünder – O Maria, Mutter Gottes
Zuflucht der Sünder – O Zuflucht aller Sünder
Zuflucht der Sünder – Sieh uns, die wir freudenreich
Zuflucht der Sünder – Wehmut drücket uns darnieder
Trösterin der Betrübten – Maria, allzeit mein Trost
Trösterin der Betrübten – Maria, Jungfrau rein, mein Trösterin

Über das wunderschöne heutige Hochfest der unbefleckten Empfängnis Mariens läßt sich so viel sagen, daß man kaum weiß, wo man beginnen soll. Allein schon das als Titelbild dienende anspielungsreiche Deckenfresko aus der Wallfahrtskirche Weihenlinden ist bereits eine ganze Katechese für sich, in der wir erfreulich viele Elemente entdecken, die sich bereits in den Offenbarungen der heiligen Birgitta, insbesondere im Sermo angelicus, der die Grundlage der birgittinischen Eigenliturgie bildet, finden.
Im Zentrum von allem sehen wir Maria, klein und zart, fast ätherisch, in einem achtzackigen Stern. Das Bild soll wohl mehr ihre von Gott geschaffene Seele als ihren aus dem Fleisch ihrer Eltern gebildeten Leib darstellen, denn zu dem Stern, der Maria umgibt, gehen drei Strahlen vom Mund bzw. bei dem in Gestalt einer Taube dargestellten Heiligen Geist vom Schnabel der drei göttlichen Personen aus, die dadurch wie bei der Schöpfung, als die den Menschen erschufen und sprachen „Laßt uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich.“ (Genesis 1,26) Marias Seele durch ihr schöpfungsmächtiges „Es werde“ (lateinisch „fiat“ und somit das selbe Wort, das Maria bei der Verkündigung durch den Erzengel Gabriel sprach „fiat mihi secundum verbum tuum“ = „mir geschehe nach deinem Wort“) ins Dasein rufen. Der Umstand, daß die Strahlen von jeder der drei göttlichen Hypostasen einzeln ausgehen, veranschaulicht dabei, daß jede von ihnen in einer besonderen Beziehung zu Maria steht. Sie ist als Gottesmutter die Mutter des Sohnes, sie ist aber auch, gewissermaßen durch ihren Sohn, die Tochter des Vaters, denn wie der Evangelist Johannes über den Sohn schreibt: „Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.“ (Johannes 1,12f) und Maria hat Jesus Christus, den göttlichen Logos, in ganz besonderer Weise aufgenommen. Und sie ist die Braut des Heiligen Geistes, der sie überschattete und dadurch ihre wunderbare Gottesmutterschaft bewirkte. Ein weiteres Fresko in unmittelbarer Nähe zu dem obigen veranschaulicht dieses Beziehungsgefüge mit den Worten „FILIA“ „SPONSA“ „PARENS“, also „Tochter“, „Braut“ und „Gebärerin“.

Auch der Sermo angelicus, also die der heiligen Birgitta zuteil gewordene Rede des Engels, geht auf das Thema der jeweils besonderen Beziehung zu Vater, Sohn und Heiligem Geist ein, indem er in der Lesung für den Sonntag, welcher als erster Tag der Woche der allerheiligsten Dreifaltigkeit und ihrem Schöpfungswirken, besonders im Hinblick auf ihre Absicht zur Erschaffung Marias, gewidmet ist, davon erzählt, daß Gott der Vater sich bei Maria besonders über ihre fruchtbaren Werke freute, der Sohn über ihre tugendhafte Standhaftigkeit und der Heilige Geist über ihren demütigen Gehorsam.
Doch kehren wir zurück zur Gestalt Marias auf dem Fresko. Daß diese dort in einem achtzackigen Stern zu sehen ist, hat ebenfalls symbolische Bedeutung. Wie wir bereits bei den Liedern zu Mariä Namen ausgeführt haben, wird nicht nur der Name Marias als „Stern des Meeres“ übersetzt, sondern Maria wird auch als der Stern gesehen, der laut dem alttestamentlichen Seher Bileam einst in Jakob aufgehen sollte. Dabei hat das lateinische Wort für „aufgehen“ „oriri“ auch die Bedeutungen „entstehen“, „entspringen“ und „geboren werden“. Es ist also das selbe Wort oder kann zumindest das selbe Wort verwendet werden, wenn Maria dem Schöpferwillen Gottes entspringt, als Stern aus Jakob aufgeht oder aus dem Leib ihrer den Nachkommen Jakobs entstammenden Mutter Anna, in deren Richtung einer der acht Strahlen des Sternes weist, geboren wird.
Die Achtzahl der Strahlen ist dabei keineswegs zufällig gewählt. Maria ist typischerweise mit einem achtstrahligen Stern zu sehen oder auf vielen Ikonen auch mit drei achtstrahligen Sternen, die in diesem Fall ihre unversehrte Jungfräulichkeit vor, in und nach der Geburt ihres Sohnes symbolisieren. Die Zahl acht gilt als Zahl der Vollkommenheit und der Erneuerung und Wiederherstellung, was besonders gut auf Maria, die neue Eva (bezeichnender Weise führt ein weiterer Stahl des Sterns zur ersten Eva), paßt. Seinen Grund hat dies darin, daß nach sieben Tagen mit dem achten Tag eine neue Woche beginnt, ebenso wie bei einer Tonleiter nach dem siebten Ton der Oktavton in seiner Bezeichnung wieder dem ersten Ton entspricht, die Tonleiter also von neuem beginnt. Gott vollendete sein Schöpfungswerk am siebten Tag, dem Sabbat, und ruhte an diesem siebten Tag (Genesis 2,2). Diese Schöpfung war „sehr gut“ (Genesis 1,31), erlitt aber durch den Sündenfall von Adam und Eva durch das Essen der verbotenen Frucht vom Baum der Erkenntnis, den wir auf dem Fresko hinter Adam sehen, eine schwere Störung, die den Menschen den Tod brachte. Um diese zu heilen und den Menschen wiederherzustellen, wurde Gott im Schoße Marias Mensch und besiegte den Tod, indem er am Karfreitag am Holze des Kreuzes, welches so von einem Werkzeug der Marter zum Lebensbaum wurde, starb und, nachdem er am Sabbat im Grabe geruht hatte, am Sonntag, der somit als Tag nach dem Sabbat als achter Tag gesehen wird, auferstand. Da die Taufe, durch die die Menschen von der Erbsünde befreit werden, auf’s Tiefste mit der Auferstehung Christi verbunden ist und deshalb vor allem in der frühen Kirche, aber auch heute noch bei Erwachsenentaufen bevorzugt an Ostern gespendet wurde und wird, haben alte Taufkirchen (Baptisterien) oft eine achteckige Form, um einerseits auf den achten Tag als Tag der Auferstehung und Neuschöpfung zu verweisen, andererseits aber auch daran zu erinnern, daß bei der Sintflut, die ebenfalls mit der Taufe in Beziehung gebracht wird, weil sie wie diese dazu diente, die Schuld abzuwaschen, die die sündhaften Menschen über die ganze Erde gebracht hatten, genau acht Menschen auf Noahs Arche überlebten, nämlich Noah selbst, seine drei Söhne und seine drei Schwiegertöchter.
Ein Bild der Arche Noah sehen wir denn auch sehr klein am unteren Ende des Bildes zwischen der Schulter der heiligen Anna und der in der Mitte befindlichen Erdkugel. Die Arche Noah ist ein weiteres Symbol für Maria, denn wie diese die auf ihr befindlichen Menschen und Tiere vor dem Tod in den Wassern der Sintflut rettete, so rettet Maria diejenigen, die sich bei ihr bergen, vor dem Untergang und der Verdammnis. Auch der Sermo angelicus handelt in der gesamten zweiten Lesung des Sonntags sehr ausführlich von dem Vergleich zwischen Maria und der Arche Noahs.
Weiters ist auf dem Fresko der Erdball zu sehen, auf den nicht nur ein Zacken von Marias Stern weist, sondern zu dem ein ganzes Lichtbündel von diesem Stern ausgeht. Maria sendet so als „Stern der Erde“, wie wir sie bereits bei den Liedern zum Fest Mariä Namen bezeichnet sahen, einen ersten Hoffnungsstrahl in die Finsternis von Tod und Sünde, die ihr göttlicher Sohn dann als Sonne der Gerechtigkeit endgültig zerreißen wird. Noch umwindet die Schlange, die sogar noch die Frucht im Maul trägt, mit der sie Adam und Eva zum Sündenfall verführt hat, die Erde, wie es auch auf vielen anderen Darstellungen von Marias unbefleckter Empfängnis bzw. von Maria als der Unbefleckten Empfängnis, wie sie sich der heiligen Bernadette Soubirous bei ihrer Erscheinung in Lourdes vorstellte, zu sehen ist, nicht zuletzt auf der Wundertätigen Medaille mit der Aufschrift „O Maria, ohne Erbsünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen.“, deren Bild sie der heiligen Katharina Labouré bei ihrer Erscheinung in der Rue de Bac in Paris zeigte.

Doch bald schon wird Marias Fuß der Schlange den Kopf zertreten, wie es den Stammeltern nach dem Sündenfall im sogenannten Protoevangelium (nicht zu verwechseln mit dem Protevangelium des Jakobus, von dem bei den Liedern zum Fest Mariä Verlobung, bei den Liedern zum Fest Mariä Opferung und bei den Liedern zum Fest Mariä Geburt bereits die Rede war) in Genesis 3,15 verheißen wurde. Adam und Eva blicken daher hoffnungsvoll zu Maria auf, wie es in der birgittinischen Liturgie am Dienstag geschildert wird, wo die erste Lesung im Sermo angelicus und der Hymnus zu den Laudes davon handeln, daß Adam über die Sünde Evas trauerte, aber sich an der Verheißung erfreute, daß unter seinen Nachkommen einst Maria geboren werden würde, die der List der Schlange niemals verfallen würde.
Wie bereits erwähnt, ragt auf dem Deckengemälde hinter Adam der Baum der Erkenntnis als Verbildlichung der Sünde des Stammelternpaares auf. Ihm gegenüber steht hinter Marias Eltern eine Palme. Diese ist in der Bildsprache der Heiligen Schrift ein Sinnbild für den Gerechten, also das Gegenteil des Sünders, wenn es in Psalm 92,13 heißt: „Der Gerechte gedeiht wie die Palme, er wächst wie die Zedern des Libanon.“ Anna und Joachim werden so durch die Palme als Gerechte gekennzeichnet, aber natürlich und erst recht ist auch Maria eine Gerechte und wird daher in etlichen Liedern auch als Palme besungen, wobei bei ihr noch weiteres hinzukommt, nämlich der Vers 14 aus dem 24. Kapitel des Buches Sirach, dem vor allem in der traditionellen Liturgie viele Texte (also etwa Antiphonen und Kapitel im Stundengebet sowie Lesungen in der Heiligen Messe) zu Marienfesten entnommen sind und das somit als eine prophetische Ankündigung Marias gelesen wird. Dieser Vers lautet in der Einheitsübersetzung: „Wie eine Palme in En-Gedi wuchs ich empor, wie Oleandersträucher in Jericho“, aber wie wir bei den Liedern zur Maiandacht schon erwähnt haben, wird in der Vulgata an dieser Stelle von der Rose in Jericho gesprochen. Als Kurzlesung kommt er in unserem birgittinischen Brevier zur Non am Rosenkranzfest und zu Laudes, Terz und beiden Vespern am Fest Mariä Himmelfahrt vor.
Eine weitere symbolische Bedeutung der Palme ist, daß ihre Palmwedel als sogenannte Siegespalme ein Zeichen des Sieges sind, wie man es als häufiges, ja standardmäßiges Attribut von Märtyrern kennt, so daß es Maria allein schon deswegen angemessen wäre, weil sie als Schmerzensmutter unter dem Kreuz auch die Palme des Martyriums verdient hat, wie bereits bei den Liedern zum Fest Mariä Schmerzen zitiert. Daneben aber hat sie den Sieg über die Sünde errungen und deren Personifikation in der Schlange, deren Kopf sie, wie soeben erwähnt, zertritt, und sie hat auch Teil am Sieg über den Drachen in Kapitel 12 der Offenbarung, der dort mit ebendieser „alten Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt“ (Offenbarung 12,9) identifiziert wird. Ebendort wird sie als die „Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt“ (Offenbarung 12,1) beschrieben, was weitere typische Attribute in der Ikonographie der Immaculata sind.
Da der Sieg am Ende von Kampf und Krieg steht und danach somit Frieden eintreten kann, ist die Palme zugleich ein Zeichen des Friedens, ebenso wie der Ölzweig im Schnabel der Taube, was sein Vorbild in der Taube hat, die Noah am Ende der Sintflut aussandte und die mit einem frischen Olivenzweig zu ihm zurückkam und die ebenfalls ein Symbol für Maria ist, weswegen Maria in einigen Liedern auch als Taube bezeichnet oder mit einer Taube verglichen wird. Tatsächlich hat Maria bei ihrer Erscheinung in Fatima auch verheißen, daß am Ende ihr unbeflecktes Herz triumphieren wird und daß der Welt eine Zeit des Friedens geschenkt wird, wenn Rußland ihrem unbefleckten Herzen geweiht wird. Krieg, Mord und Totschlag sind Sünde, darum kann es auch gar nicht anders sein, als daß es mit der sündlosen Jungfrau Maria nur Frieden gibt.
Die letzten beiden Strahlen des achtzackigen Sterns weisen waagerecht nach links und rechts in Richtung zweier Engel, die Monogramme der Namen Jesu und Mariä emporheben. Geradezu kühn werden diese beiden Namen, von gleichem Glanz umstrahlt, auf gleiche Höhe gehoben. Man könnte zunächst erschrecken: Steht Jesus Christus, der Gottmensch, nicht weit über jedem Geschöpf und also auch seiner Mutter? Ja, der Gottheit nach schon, aber der Name gehört dem Menschen, denn nur unter den Menschen gibt es mehrere, so daß sie der Namen bedürfen, um sie voneinander zu unterscheiden. Gott ist nur ein einziger, er braucht daher keinen Namen und wir gebrauchen lediglich die Bezeichnungen „Vater“, „Sohn“ und „Heiliger Geist“ um die drei Hypostasen der allerheiligsten Dreifaltigkeit voneinander zu unterscheiden. Der Menschheit nach aber ist Jesus seiner Mutter völlig gleich, er, der neue Adam, ist Bein von Bein und Fleisch von Fleisch von ihr, der neuen Eva, wie es die alte Eva vom alten Adam war. Von ihr hat er seine menschliche Natur angenommen und empfangen und zugleich ist sie die einzige, mit der er die reine, unverfälschte und nicht durch die Erbsünde entstellte menschliche Natur teilt, da ja alle anderen Menschen mit der Erbsünde befleckt sind und ihre Menschennatur dadurch entstellt und geschwächt wurde. Insofern ist Maria auch in diesem Sinne Mittlerin zwischen uns und Christus, weil sie eine Mittelstellung einnimmt zwischen dem Gottmenschen Jesus Christus, der die göttliche und die menschliche Natur in sich vereint, weil sie mit ihm gemeinsam hat, daß sie die menschliche Natur in ihrer Vollkommenheit hat, und mit uns gemeinsam hat, daß sie nur eine menschliche, aber keine göttliche Natur hat. Zugleich widerlegt sie, die auch die Siegerin über alle Häresien genannt wird, damit jede Irrlehre, die die Sündhaftigkeit als inhärenten, wesensmäßigen Teil der Menschennatur ansieht, wonach Menschsein zwangsläufig immer gleichbedeutend mit Sündersein ist und ein Mensch auch nicht einmal von der Sünde befreit werden, sondern diese nur wie durch frisch gefallenen Schnee, der einen Misthaufen bedeckt, versteckt, aber nicht entfernt werden kann. Vielmehr zeigt sich in ihr ganz im Gegenteil, daß es die eigentliche Natur des Menschen ist, Gottes Ebenbild zu sein, „sehr gut“ (Genesis 1,31) und „nur wenig geringer als Gott“ (Psalm 8,6), auch wenn wir im Unterschied zu ihr auch dann, wenn wir in der heiligen Taufe von der Erbsünde befreit wurden, deren Spuren noch lebenslang an uns tragen und erst nach dem Tod und dem gegebenenfalls zu erleidenden Fegefeuer die vollkommene Reinheit zurückerlangen und von jeder Anfälligkeit für die Sünde befreit sein werden.
Damit wollen wir nun aber endlich zu den Liedern kommen:
Unbefleckte Empfängnis – Auf, es muß gelobet sein
Unbefleckte Empfängnis – Aus Evas Leibe ward ein Kind geboren
Unbefleckte Empfängnis – Ave, o Jungfrau rein
Unbefleckte Empfängnis – Deiner uns rühmen wir
Unbefleckte Empfängnis – Dem Herren, der die Welt regiert
Unbefleckte Empfängnis – Der Sonnenriese war im Osten nie so klar
Unbefleckte Empfängnis – Du, Maria, fandst vor allen
Unbefleckte Empfängnis – Dunkle Trauer lag auf Erden
Unbefleckte Empfängnis – Ein Rosen entsprossen
Unbefleckte Empfängnis – Ein Segen hat ergossen (Basel)
Unbefleckte Empfängnis – Ein Segen hat ergossen (Köln)
Unbefleckte Empfängnis – Empfange hier der Kinder Grüße
Unbefleckte Empfängnis – Erstes Werk aus Gottes Händen
Unbefleckte Empfängnis – Ganz schön bist du, Maria
Unbefleckte Empfängnis – Ganz schön bist du
Unbefleckte Empfängnis – Gegrüßt seist du, o Unbefleckte
Unbefleckte Empfängnis – Gekrönte Himmelskönigin
Unbefleckte Empfängnis – Glänzender Stern, Kleinod des Herrn
Unbefleckte Empfängnis – Hebt, Brüder, froh die Häupter zum Himmel auf (Konstanz)
Unbefleckte Empfängnis – Hebt, Brüder, froh die Häupter zum Himmel auf (München)
Unbefleckte Empfängnis – Ich glaub‘ es fest
Unbefleckte Empfängnis – Ihr, meine Lippen, öffnet euch
Unbefleckte Empfängnis – Immaculata, du Lilienblüte
Unbefleckte Empfängnis – Jungfrau, der Jungfrauen Krone (Einsiedeln)
Unbefleckte Empfängnis – Jungfrau, der Jungfrauen Krone (Engelsharfe)
Unbefleckte Empfängnis – Jungfrau, hehre, die vor allen (Ober-Hollabrunn)
Unbefleckte Empfängnis – Jungfrau, hehre, die vor allen (Wien)
Unbefleckte Empfängnis – Jungfrau, unbefleckt empfangen
Unbefleckte Empfängnis – Kommt, ihr Engel, jubilieret
Unbefleckte Empfängnis – Laß mich würdig dich besingen
Unbefleckte Empfängnis – Maria, hohe Himmelsfrau
Unbefleckte Empfängnis – Maria, o Maria schön (Dreves)
Unbefleckte Empfängnis – Maria, o Maria schön (Köln)
Unbefleckte Empfängnis – Mutter Gottes, mir erlaube (Bone)
Unbefleckte Empfängnis – Mutter Gottes, mir erlaube (Volkslied)
Unbefleckte Empfängnis – Mutter Gottes, o erlaube
Unbefleckte Empfängnis – Niemals so schön und klar (Duderstadt)
Unbefleckte Empfängnis – Niemals so schön und klar (Straßburg)
Unbefleckte Empfängnis – Nur eine aus Tausend
Unbefleckte Empfängnis – Nur in unbefleckten Herzen
Unbefleckte Empfängnis – O Gott, du Brunnquell aller Güter
Unbefleckte Empfängnis – O Gott, du einz’ger Quell der Güter (Fulda)
Unbefleckte Empfängnis – O Gott, du einz’ger Quell der Güter (Speyer)
Unbefleckte Empfängnis – O Jungfrau in der Unschuld Kranz
Unbefleckte Empfängnis – O Jungfrau ohne Makel (Bone)
Unbefleckte Empfängnis – O Jungfrau ohne Makel (Elsaß)
Unbefleckte Empfängnis – O Jungfrau ohne Makel (Maien-Blüthen)
Unbefleckte Empfängnis – O Jungfrau, groß an Taten
Unbefleckte Empfängnis – O Königin der ganzen Welt
Unbefleckte Empfängnis – O Maria, du vor allen (Aschau)
Unbefleckte Empfängnis – O Maria, du vor allen (Eichstätt)
Unbefleckte Empfängnis – O Maria, du vor allen (Volkslied)
Unbefleckte Empfängnis – O Perle der Jungfrauen
Unbefleckte Empfängnis – Reinste Jungfrau, nimm von Sündern
Unbefleckte Empfängnis – Reinste Jungfrau, von uns Sündern
Unbefleckte Empfängnis – Salve Regina, Reinste aus allen
Unbefleckte Empfängnis – Schauet, wie die Rose blühet
Unbefleckte Empfängnis – Sei gegrüßt, o Königin
Unbefleckte Empfängnis – Sei gegrüßt, Weltherrscherin
Unbefleckte Empfängnis – Sei gepriesen, auserkiesen
Unbefleckte Empfängnis – Sei gepriesen, hoch erkiesen
Unbefleckte Empfängnis – Sieh die neue Morgenröte
Unbefleckte Empfängnis – Stern, der lieblich aufgegangen
Unbefleckte Empfängnis – Unbefleckte, ewig Reine
Unbefleckte Empfängnis – Was Eva, jene Sünderin
Unbefleckte Empfängnis – Wie schön bist du, o Himmelsmaid (Allgayer)
Unbefleckte Empfängnis – Wie schön bist du, o Himmelsmaid (Edenhofer)
Unbefleckte Empfängnis – Wie schön bist du, o Himmelsmaid (Haller)
Unbefleckte Empfängnis – Wie schön bist du, o Himmelsmaid (Hengesbach)
Unbefleckte Empfängnis – Zur Hoffnung bess’rer Zeit erwach‘ dein Glaube

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