Gütliche Einigung

Am 23. Mai wurde zwischen dem Erzbistum München und Freising und unserer Postulantin Claudia Schwarz, die nach wie vor im Kloster die Stellung hält und vom Bistum auf Räumung verklagt worden war, ein Vergleich geschlossen, nach welchem Claudia im Kloster bleiben darf, bis die Apostolische Signatur in Rom über die gegen die Auflösung des Klosters eingereichte Klage entschieden hat. Die Frist, innerhalb derer dieser Vergleich hätte widerrufen können, ist nun abgelaufen, sodass der Vergleich Bestand hat. Wir danken dem Ordinariat der Erzdiözese München und Freising für diese gute und einvernehmliche Lösung, die es ermöglicht, das bereits seit über eineinviertel Jahrtausenden bestehende geistliche Leben im Kloster – wenn auch in denkbar kleinster Besetzung – fortzuführen.

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Schaueramt und Schauergebet

In dieser Woche fanden an den Tagen vor Christi Himmelfahrt vielerorts Flurprozessionen und Votivmessen für gedeihliches Wetter statt, so auch bei uns in Altomünster, wo der Bittgang am vergangenen Mittwoch zur Kalvarienbergkapelle führte, in der ein sogenanntes Schaueramt gefeiert wurde. Dabei bezieht sich der erste Wortteil nicht etwa auf Regenschauer, sondern auf Gewitter- und insbesondere auf Hagelschauer, denn das Wort „Schauer“ geht auf das mittelhochdeutsche „schûr“ zurück, welches „Unwetter“ und „Hagelschlag“ bedeutet und auch im übertragenen Sinne für großen Schaden und Leid verwendet wird. Gerade in Zeiten, in denen es bei Vernichtung der eigenen Ernte durch Unwetter nicht so ohne weiteres möglich war, Lebensmittel aus anderen Gegenden zu importieren, konnten Ernteausfälle durch Hagel und Sturmschäden im schlimmsten Fall den Hungertod bedeuten.

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Der heilige Richard Reynolds

Heute feiern wir das Fest des heiligen Richard Reynolds (Reginald), eines Märtyrers unseres Ordens. Um sein Schicksal und sein tapferes Einstehen für den katholischen Glauben und die Unauflöslichkeit der Ehe, für die er sogar schwerste Qualen und den Tod auf sich nahm, bekannter zu machen, möchten wir im folgenden einen Ausschnitt aus seiner Lebensbeschreibung aus der Feder von F. R. Johnston, welcher die Lesehore zu seinem Fest bildet, wiedergeben:

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