Stellungnahme

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Wir sind bestürzt und hielten so etwas im Europa unserer Tage nicht für möglich. Mit großer Trauer, aber umso größerer Bewunderung solidarisieren wir uns mit einem standhaften Priester, der von der französischen Polizei aus einem Gotteshaus geschleift wurde, weil er eine Kirche vor der Profanierung schützen wollte. Mit Bitterkeit und Angst im Herzen fühlt man sich wieder an die Zeiten der Jakobiner erinnert.

Hier zwei Links zur traurigen Geschichte:

Kritik an Kirchenräumung in Paris – kath.net
Shocking moment riot police drag a priest out of a french church – www.dailymail.co.uk

Auch in Altomünster breitet sich unter den Ordensfrauen des Birgittenkonvents Angst und Trauer aus. Längst gibt es in hiesigen Medien fatale Stimmungsmacher, die uns brandmarken und offenbar ein ähnliches Schicksal wünschen. Wie sonst wäre es zu erklären, dass die Süddeutsche Zeitung einen Reporter ungehindert gewähren lässt, der ständig Behauptungen streut, die Auflösung unseres Klosters stehe kurz bevor, ohne mit einem Teil der Betroffenen je ein Wort gewechselt zu haben, dabei Tatsachen verdreht und falsche Behauptungen über Mutter Apollonia in Umlauf setzt. Einiges möchten wir hier richtig stellen und uns gegen die Verleumdungen zur Wehr setzen. Weiterlesen

Das Fest der heiligen Teresia Benedicta vom Kreuz

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Am morgigen Dienstag, 9. August, ist das Fest der heiligen Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein), die wie unsere Ordensgründerin, die heilige Birgitta von Schweden, Mitpatronin Europas ist. Leider sind die Propriumstexte ihres Festes in den liturgischen Büchern von 1978 bzw. 1979 noch nicht enthalten. Die Karmeliten haben auf ihrer Internetseite (dort einfach auf die Schaltfläche Proprium unter dem Bild der Heiligen klicken und in dem sich dann öffnenden PDF-Dokument auf die Seite 150 gehen) die Texte veröffentlicht, aber keine Melodien dazu.

Da wir großen Wert auf eine feierliche Gestaltung des Stundengebets legen und dieses daher singen, haben wir aus dem Antiphonale die zu den jeweiligen Antiphonen gehörenden Melodien herausgesucht und möchten diese auch anderen zugänglich machen. Sie finden diese in dem nachfolgenden PDF-Dokument. Wir wünschen ein schönes Fest und viel Freude beim Singen!

Hier stehen die Melodien der Antiphonen zum Download bereit.

„Neue Formen und Initiativen“

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„Die Kirche hat eine ganz bestimmte Mission, einen ganz bestimmten Auftrag: die Lehre Christi zu verkünden, die Taufe zu spenden, also die Sakramente zu feiern und somit eben auch durch den apostolischen Dienst die Gottesbeziehung auf diese sakramentale Ebene hin zu führen. Aber darüber hinaus ist ja die Kirche auch der Leib Christi, das Volk Gottes, jeweils lebend in der Zeit. Und deshalb gibt es auch neue Formen, Methoden, Arten, wie der Glaube verkündet und gelebt wird, über diese Grunddienste der Kirche ‚Bekenntnis, Liturgie und Diakonie‘ hinaus. Von der ‚Diakonie‘ wissen wir, dass es darum geht, die Liebe Christi den Armen, Bedürftigen, Notleidenden zuzuwenden. Aber das bedarf immer neuer Initiativen.“

(Kardinal Gerhard Ludwig Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, Radio Vatikan, 14. Juni 2016)

Das Birgittinische Antiphonarium

Das Antiphonarium enthält alle Hymnen (=Loblieder), Antiphonen (eine Art Refrain am Beginn der verschiedenen Psalmen) und Responsorien (kurze Antwortgesänge nach den Lesungen), wie sie im Birgittenkloster Altomünster jahrhundertelang bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil in Latein im Laufe einer Woche gesungen wurden, zu den einzelnen Tagzeiten Matutin, Laudes, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet. Dabei steht Dominica für Sonntag; die einzelnen Wochentage sind mit „Feria secunda, tertia, …“ usw. und mit „Sabbato“ (=Samstag) bezeichnet. Inhaltlich sind sie vor allem marianisch geprägt. Es gibt darunter auch einzelne typisch birgittinische Gesänge, etwa zu Ehren Birgittas, der Heiligen Anna und der Heiligen Katharina von Schweden.

Hier steht das Birgittinische Antiphonarium zum Download bereit.

Das Stundengebet

Matutin, von Lateinisch „matutinus, -a, -um“ = „frühmorgendlich“: Erste Gebetszeit am frühen Morgen, wurde bei der Liturgiereform unter dem seligen Paul VI. durch die Lesehore ersetzt, die auch bereits am Vorabend nach der Vesper gebetet werden kann.

Laudes, von Lateinisch „laus, laudis“ = „Lob“: Morgenlob, längere Gebetszeit am Morgen vor dem Frühstück.

Prim, von Lateinisch „prima (hora)“ = „erste (Stunde)“: Im Zuge der Liturgiereform unter dem seligen Paul VI. abgeschaffte erste kleine Hore, die zu Tagesbeginn, also um 6 Uhr morgens, gebetet wurde.

Terz, von Lateinisch „tertia (hora)“ = „dritte (Stunde)“: Die erste der drei auch nach der Liturgiereform noch existierenden kleinen Horen, die um die dritte Stunde des Tages, also um 9 Uhr vormittags, gebetet werden soll – zu der Zeit, als Jesus gekreuzigt wurde (siehe Markusevangelium 15,25).

Sext, von Lateinisch „sexta (hora)“ = „sechste (Stunde)“: Die zweite der drei auch nach der Liturgiereform noch existierenden kleinen Horen, die um die sechste Stunde des Tages, also um 12 Uhr mittags, gebetet werden soll – zu der Zeit, als über das ganze Land eine Finsternis hereinbrach, während Jesus am Kreuz hing (siehe Markusevangelium 15,33).

Non, von Lateinisch „nona (hora)“ = „neunte (Stunde)“: Die dritte der drei auch nach der Liturgiereform noch existierenden kleinen Horen, die um die neunte Stunde des Tages, also um 15 Uhr nachmittags, gebetet werden soll – zu der Zeit, als Jesus am Kreuz starb (siehe Markusevangelium 15,34-37).

Vesper, von Lateinisch „vespera“ = „Abendzeit“: Längere Gebetszeit am Abend vor dem Abendessen.

Komplet, Lateinsich „completorium“, von „complere“ = „vollenden, vervollständigen“: Letzte Gebetszeit vor der Nachtruhe, die das Tagewerk vollendet und zugleich die Zahl der täglich sieben Gebetszeiten (siehe Psalm 119,164: „Siebenmal am Tag singe ich dein Lob“) vollmacht. Als einzige Gebetszeit hat die Komplet auch nach der Liturgiereform noch immer einen wöchentlichen Rhythmus, während alle übrigen jetzt einen vierwöchigen haben, das heißt, dieselben Texte kehren bereits nach einer Woche wieder.

Herzlich Willkommen!

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Mein Leben gehört Christus und meinem Glauben. Ich habe die Liebe zu Gott immer mit der Liebe zu den Menschen verbunden. Um meinen Mitmenschen nahe zu sein, meinen Glauben mit ihnen zu teilen, möchte ich auch die Mittel und Möglichkeiten unserer Zeit nutzen und von nun an auch in den Sozialen Medien meine Stimme erheben und meine Gedanken mitteilen. Das Kloster Altomünster und der Birgittenkonvent sind meine geistige Heimat, hier lebe und bete ich, diene unserem Herrn. Die wunderbare und einmalige Welt des Klosters Altomünster möchte ich Ihnen in diesem Blog nahebringen und Sie über den Alltag wie über besondere Ereignisse informieren, Sie zum Gebet einladen.

Ihre Mutter Apollonia

Über mich

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Ich wurde am 23. September 1954 in Furth im Wald geboren. Meine Familie entstammt einfachen und bescheidenen Lebensverhältnissen. Glücklich war ich Zeit meines Lebens über Vater und Mutter sowie drei Geschwister. Unsere Familie betrieb eine kleine Landwirtschaft. Der Vater arbeitete außerdem als Bauhelfer, um den Lebensunterhalt der sechsköpfigen Familie zu sichern.

Nach Abschluss der fünften Klasse an der Volksschule wechselte ich an das mathematisch-naturwissenschaftlich ausgerichtete Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium in Cham. Dort konnte ich 1974 in den Schwerpunktfächern Mathematik, Physik und Deutsch mein Abitur ablegen. Beginnend mit dem Wintersemester 1974/75 studierte ich an der Universität Regensburg auf Lehramt für die Gymnasialfächer Mathematik, Erdkunde und Russisch. Von 1980 bis 1982 absolvierte ich mein Referendariat am Willstätter Gymnasium in Nürnberg.

Von frühester Kindheit und Jugend haben mich Religion und Glauben angezogen, interessierte ich mich für religiöse Themen. Meine erste Annäherung an Religion und Glauben erfolgte daher durch ein Selbststudium und die intensive Lektüre religiöser Schriften. Dazu gehörte auch die regelmäßige Teilnahme an Gebets- und Bibelkreisen. Von 1978 bis 1982 amtierte ich mit großer Freude als Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Mein künftiger Lebensweg stand mir da längst schon ganz klar vor Augen.

Am 1. März 1983 trat ich den Armen Schulschwestern in München bei. Nach Postulat und Noviziat legte ich am 15. August 1985 das Ordensgelübde auf drei Jahre ab. Seit 1986 war ich auch als Übersetzerin für Friedrich Kardinal Wetter, den damaligen Erzbischof von München und Freising, tätig. Im September 1991 trat ich in den Birgittenorden über und ging ins Kloster Altomünster. Als Ordensschwester wurde ich mit sämtlichen anfallenden Arbeiten des Klosteralltags und des Lebens in der Birgittengemeinschaft betraut. Die erste Profess erfolgte am 22. Juli 1992. Die feierliche Ewige Profess dann am 21. Juli 1995. Am 20. März 2012 wurde ich mit der kommissarischen Amtsführung einer Priorin beauftragt und am 21. November 2013 zur Priorin des Birgittenkonvents Kloster Altomünster bestellt. Diese Aufgabe nahm ich in großer Demut und Dankbarkeit an.

Seit Bekanntwerden der geplanten Auflösung des Konvents der Birgittinnen im Dezember 2015, kämpfe ich für den Erhalt des Birgittinnenkonvents und des Klosters Altomünster, mit dem Ziel, eine Säule der abendländischen Kultur und Christenheit im bayerischen Raum in seiner bisherigen Form zu erhalten. Eines darf nie vergessen werden: das Kloster in Altomünster ist das einzige seiner Art des alten Zweiges des Erlöserordens in Deutschland. Für sein Überleben gebe ich all meine Kraft.

Willkommen auf meiner Website.

„Christliche Werte“

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„Wir müssen uns unserer christlichen Werte wieder bewusster werden. Respekt und Toleranz gegenüber anderen Religionen gehören genauso selbstverständlich dazu wie das klare Bekenntnis zu unseren christlichen Traditionen. Ob Martinsumzug oder christliche Feiertage.“

(CSU-Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt in der Welt vom 19.01.2015)

„Pastorale Neuausrichtung“

Auszug aus der Ansprache von Papst Franziskus an die deutschen Bischöfe anlässlich ihres Ad Limina-Besuches im Vatikan vom 21. November 2015:

(…) Das Gebot der Stunde ist die pastorale Neuausrichtung, also „dafür zu sorgen, dass die Strukturen der Kirche alle missionarischer werden, dass die gewöhnliche Seelsorge in all ihren Bereichen expansiver und offener ist, dass sie die in der Seelsorge Tätigen in eine ständige Haltung des ‚Aufbruchs‘ versetzt und so die positive Antwort all derer begünstigt, denen Jesus seine Freundschaft anbietet“ (vgl. Evangelii gaudium, 27). Sicher, die Rahmenbedingungen sind dafür in der heutigen Gesellschaft nicht unbedingt günstig. Es herrscht eine gewisse Weltlichkeit vor. Die Weltlichkeit verformt die Seelen, sie erstickt das Bewusstsein für die Wirklichkeit. Ein verweltlichter Mensch lebt in einer Welt, die er selbst geschaffen hat. Er umgibt sich gleichsam mit abgedunkelten Scheiben, um nicht nach außen zu sehen. Es ist schwer, solche Menschen zu erreichen. Auf der anderen Seite sagt uns unser Glaube, dass Gott der immer zuerst Handelnde ist. Diese Gewissheit führt uns zunächst ins Gebet. Wir beten für alle Männer und Frauen in unserer Stadt, in unserer Diözese, und wir beten auch für uns selbst, dass Gott einen Lichtstrahl seiner Liebe schicke und durch die abgedunkelten Scheiben hindurch die Herzen anrühre, damit sie seine Botschaft verstehen. Wir müssen bei den Menschen sein mit der Glut derer, die als erste das Evangelium in sich aufgenommen haben. Und „jedes Mal, wenn wir versuchen, zur Quelle zurückzukehren und die ursprüngliche Frische des Evangeliums wiederzugewinnen, tauchen neue Wege, kreative Methoden, andere Ausdrucksformen, aussagekräftigere Zeichen und Worte reich an neuer Bedeutung für die Welt von heute auf. In der Tat, jedes echte missionarische Handeln ist immer ‚neu‘“ (vgl. Evangelii gaudium, 11). Auf diese Weise können sich alternative Wege und Formen von Katechese ergeben, die den jungen Menschen und den Familien helfen, den allgemeinen Glauben der Kirche authentisch und froh wiederzuentdecken. (…)

„Nachhaltig leben“

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Nachhaltig leben hat nicht nur mit der Umwelt zu tun, sondern schließt alle Aspekte des Zusammenlebens ein. Dabei geht es in erster Linie nicht um politische Konzepte oder technische Lösungen, sondern um eine Haltung der Achtung und der Behutsamkeit dem Leben gegenüber, eine Haltung des freiwilligen Verzichts, des gerne gegebenen Opfers.

(Kardinal Dr. Christoph Schönborn, Frühstück bei der Österreichischen Hagelversicherung in Wien, 11. Mai 2016)