Lieder zum Fest Mariä Schmerzen

Genau eine Woche nach dem freudvollen Fest Mariä Geburt feiern wir das Gedächtnis der Schmerzen Mariä, welches uns daran erinnert, daß das Leben der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter trotz der vielen freudigen Ereignisse, die wir in all den anderen Marienfesten begehen, auch großes Leid und Schmerz kannte, obwohl sie, da sie niemals nur die kleinste Sünde beging, nichts davon verdiente und dessen auch nicht nach der Lebensweisheit, wonach Not beten lehrt, bedurfte. Wie aber ihr Sohn freiwillig das Erlöserleiden auf sich nahm, so nahm auch Maria freiwillig in aller Demut und Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes an diesem Leiden teil und dies in einer Intensität, daß sie bereits seit dem Mittelalter bisweilen auch als „Miterlöserin“ bezeichnet wird. Dies ist freilich keinesfalls in dem Sinne zu verstehen, daß ihr göttlicher Sohn uns nicht auch allein hätte erlösen können und tatsächlich erlöst hat. Auch die Erbsünde wäre ja auch dann über uns alle gekommen, wenn nur einer unserer Stammeltern im Paradies gesündigt hätte. Da aber sowohl der alte Adam als auch die erste Eva durch ihre Sünde das Unheil über uns alle gebracht haben, war es angemessen, daß zusammen mit dem neuen Adam (also Christus, vergleiche 1. Korintherbrief 15,22.45) auch die neue Eva (als die Maria gilt, wie wir bereits bei den Liedern zur Maiandacht erwähnt haben) durch ihr freiwilliges Leiden dafür Sühne leistet und uns das Heil bringt.

Maria wurde zwar ebenfalls durch Christi Leiden erlöst, da ihr der besondere Gnadenvorzug der unbefleckten Empfängnis im Hinblick auf seine künftigen Verdienste am Kreuz gewährt wurde, aber sie hat, da sie Gottes Gebote niemals auch nur im geringsten übertreten hat, durch keinerlei eigene Sünde zu seinen Leiden beigetragen, ganz anders als wir. Das sollten wir uns vor Augen halten, wenn wir daran denken, daß es gerade unter dem Kreuz war, wo Maria, als der Heiland ihr seinen Lieblingsjünger als Sohn anvertraute, auch unsere Mutter wurde: Sie nahm uns gerade in dem Augenblick, in dem sie sehen mußte, welch gräßliches Leid wir durch unsere Sünden, für die er zu Tode gefoltert wurde, ihrem einzigen, innigst geliebten Sohn zufügten, dennoch voller Liebe als ihre Kinder an. Es wird insofern auch davon gesprochen, daß Maria, die ihren leiblichen Sohn einst ohne Schmerzen geboren hatte, weil der auf Eva liegende Fluch, unter Schmerzen gebären zu müssen, sie wegen ihrer unbefleckten Empfängnis nicht treffen konnte, uns als ihre geistlichen Kinder unter umso größeren Schmerzen geboren hat.

Als Schmerzensmutter unter dem Kreuz wird Maria von den Gläubigen vor allem in eigenem Leid angerufen, weil sie selbst diese Erfahrung des Leids gemacht hat und insofern gerade den Leidenden besonders nahe ist. Bevor die Liturgiereform die beiden Feste zusammenlegte, gab es noch ein weiteres Fest, das den Namen „Mariä Mitleiden“ trug und am Freitag vor dem Karfreitag, der darum auch als „Schmerzensfreitag“ bezeichnet wurde, gefeiert wurde. Dieser Tag hat, abgesehen von der generellen Bedeutung von Mariä Schmerzen für den Birgittenorden, die wir hier bereits einmal erwähnt hatten, gerade für unser Kloster noch eine weitere Bedeutung dadurch erlangt, daß am Schmerzensfreitag des Jahres 1842, damals ein 18. März, unser Kloster Altomünster 39 Jahre nach der Auflösung der Säkularisation wiedereröffnet werden durfte. Das Leiden Marias unter dem Kreuz war nämlich ein reines Mitleiden, da ihr selbst kein körperliches Leid zugefügt wurde, sondern ihr Schmerz ausschließlich seelischer Art war, dabei aber ein solches Ausmaß erreichte, daß er, wie wir bereits bei den Liedern zum Fest Mariä Himmelfahrt erwähnt haben, sämtliche Todesschmerzen umfaßte. Dieses Mitleiden Marias gilt ausweislich der Festliturgie, in welcher der Ruf vor dem Evangelium „Halleluja. Halleluja. Selig bist du, Jungfrau Maria! Ohne den Tod zu erleiden, hast du die Palme des Martyriums verdient unter dem Kreuz des Herrn. Halleluja.“ lautet, als ein unblutiges Martyrium und Maria trägt unter anderem deswegen auch den Titel „Königin der Märtyrer“.

Bei der Kreuzigung Jesu erfüllte sich die Weissagungen Simeons bei der Darstellung des Herrn im Tempel, daß ihr ein Schwert durch die Seele dringen werde, was, wie wir bereits bei den Liedern zum Fest des unbefleckten Herzens Mariä kurz angerissen haben, in der Regel als Schwert durch ihr Herz dargestellt wird, oft aber auch als sieben Schwerter, weil insgesamt sieben Schmerzen Mariens verehrt werden. In den folgenden Liedern ist daher teilweise auch von einem „siebenfachen Schwert“ die Rede.

Mariä Schmerzen – Als blutend unsers Heiles Quelle

Mariä Schmerzen – Als Jesus sich zum Opfer gab

Mariä Schmerzen – Am Kreuze als Verbrecher

Mariä Schmerzen – Betrübte Jungfrau, ach, was mußt

Mariä Schmerzen – Blickt, Sünder, hin auf jenes Bild

Mariä Schmerzen – Das bittre Leiden fängt jetzt an

Mariä Schmerzen – Dort, als die Jungfrau Gott gebar

Mariä Schmerzen – Du hattest keinen Schmerz gefühlet

Mariä Schmerzen – Du, Mutter, stehst am Kreuz und flehst

Mariä Schmerzen – Flieh, schwarze Nacht, vom Firmament

Mariä Schmerzen – Himmelsfürstin, sei gegrüßet

Mariä Schmerzen – Ihr, die ihr an mir, der in Qualen Versenkten

Mariä Schmerzen – In wie bittern Qualen zittern

Mariä Schmerzen – Maria ging mit Schmerzen

Mariä Schmerzen – Maria, Maria, ach weh, das höchste Gut

Mariä Schmerzen – Mit was Trauern und Bedauern (Engelsharfe)

Mariä Schmerzen – Mit was Trauern und Bedauern (fränkisch)

Mariä Schmerzen – Mit was Trauern und Bedauern (Pörtner)

Mariä Schmerzen – Mit was Trauern und Bedauern (Sankt Gallen)

Mariä Schmerzen – Mutter der Schmerzen, Mutter der Liebe

Mariä Schmerzen – O Gott der höchsten Gütigkeit

Mariä Schmerzen – O Herz, o du betrübtes Herz

Mariä Schmerzen – O Herz, o tiefbetrübtes Herz

Mariä Schmerzen – O höchste Gnadenfrau

Mariä Schmerzen – O Jesus, welche Qual

Mariä Schmerzen – O Jungfrau, welche Tränenflut

Mariä Schmerzen – O Jungfrau, welcher Tränenbach

Mariä Schmerzen – O Maria voll der Schmerzen

Mariä Schmerzen – O Mutter Gottes, hochgeliebt

Mariä Schmerzen – O Mutter, o du tiefbetrübte

Mariä Schmerzen – O Mutter, voll der Schmerzen

Mariä Schmerzen – O wer kann die Tränen fassen

Mariä Schmerzen – Schmerzenreiche, tränenreiche

Mariä Schmerzen – Seht, die Sonne, wenn sie scheidet

Mariä Schmerzen – Sei gegrüßet, voller Schmerzen

Mariä Schmerzen – Sie ruht am Fuß des Kreuzes

Mariä Schmerzen – Sünder, komm und schau die Schmerzen

Mariä Schmerzen – Töchter Sions, kommt und weinet (Engelsharfe)

Mariä Schmerzen – Töchter Sions, kommt und weinet (Ratibor)

Mariä Schmerzen – Töchter Sions, kommt und weinet (Untermarchthal)

Mariä Schmerzen – Träge Christen, brecht den Schlummer

Mariä Schmerzen – Tränen fließet und ergießet

Mariä Schmerzen – Was hast du im Herzen

Mariä Schmerzen – Welch ein Trauern und Bedauern

Mariä Schmerzen – Welch ein Trauern, welch Bedauern

Mariä Schmerzen – Welche schauervolle Trauer

Mariä Schmerzen – Welche Ström‘ sah man dich weinen

Mariä Schmerzen – Wer kann deine bittren Zähren

Mariä Schmerzen – Wer soll sein so hart von Herzen (Bone)

Mariä Schmerzen – Wer soll sein so hart von Herzen (Eichsfeld)

Mariä Schmerzen – Zu einem Bildnis voll der Gnade

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Lieder zum Fest Mariä Namen

Das Fest Mariä Namen, das nach der Rettung Wiens vor der Türkengefahr am 12. September 1683 vom seligen Papst Innozenz XI. für die ganze Kirche eingeführt und zunächst sogar auf einen Sonntag (nämlich den Sonntag innerhalb der mittlerweile abgeschafften Oktav des Festes Mariä Geburt) gelegt wurde, hat, wie schon das Fest des unbefleckten Herzens Mariä, das Fest Mariä Himmelfahrt und das Fest Maria Königin eine Parallele zu einem Herrenfest, dem ursprünglich am Sonntag zwischen dem 1. Januar (Oktavtag von Weihnachten) und dem 6. Januar (Hochfest der Erscheinung des Herrn) gefeierten und inzwischen auf den 3. Januar verlegten Fest des allerheiligsten Namens Jesu. Denn auch wenn uns Menschen nach dem Wort des heiligen Apostels Petrus in Apostelgeschichte 4,12 kein anderer Name unter dem Himmel gegeben ist, durch den wir gerettet werden sollen, als der Name Jesu, so ist doch der Name gerade im biblisch-christlichen Verständnis viel mehr als einfach nur eine Bezeichnung, um ein Individuum von einem anderen unterscheiden zu können, wie es bei den Römern der Fall gewesen zu sein scheint, die ihre nachgeborenen Söhne oft einfach nur durchnumerierten, wie die langen Listen von noch im Heidentum geborenen frühchristlichen Märtyrern namens Secund(in)us, Tertius, Quartus, Qin(c)tus, Sextus/Sixtus und Septim(in)us belegen.

Bevor sich in der jüngeren Vergangenheit die Feier des Geburtstages immer mehr durchsetzte, nahm darum unter den privaten Familienfeiertagen der Namenstag den ersten Rang ein, weit vor anderen wie dem Hochzeitstag oder dem Jahrestag der Verlobung oder des ersten Kennenlernens. Das hat auch damit zu tun, daß die Namensgebung eng mit der Taufe verknüpft ist, weswegen der Vorname bisweilen auch als Taufname bezeichnet wird, vor allem dort, wo es um die Abgrenzung zu einem später angenommenen weiteren Namen, etwa dem Firmnamen, vor allem aber dem Ordens- oder Papstnamen, geht.

Schon im Alten Bund kam nicht nur dem Gottesnamen, dessen Ausrufung über dem Tempel für dessen Heiligkeit so konstitutiv wurde, daß er auch einfach als „das Haus, über dem dein [also Gottes] Name ausgerufen ist,“ (Baruch 2,26) bezeichnet werden konnte, sondern auch den Namen der Menschen große Bedeutung zu. Menschen, die von Gott besonders auserwählt wurden, bekamen von ihm einen neuen Namen. So wurde aus Abram, als Gott einen Bund mit ihm schloß, Abraham (Genesis 17,5) und aus seiner Frau Sarai wurde Sara (Genesis 17,15). Sein Enkel Jakob bekam, nachdem er sich im Kampf mit einem Engel dessen Segen ertrotzt hatte, den Namen Israel (Genesis 32,29). Die Propheten Jesaja (Jesaja 8,3) und Hosea (Hosea 1,4ff) erhielten von Gott Anweisung, welche sprechenden Namen sie ihren Kindern geben sollten, und wenn ein Mann kinderlos starb, so sollte nach dem Gesetz der Leviratsehe sein Bruder die Witwe heiraten und mit ihr einen Sohn zeugen, der den Namen des Verstorbenen weiterführen sollte, damit dieser Name nicht erlosch (Deuteronomium 25,6f). Jemandes Namen zu nennen wurde zum Ausdruck einer besonders innigen Beziehung und, wenn dies durch Gott geschah, zum Zeichen der Erwählung und Errettung, sei es die Verleihung einer besonderen Fähigkeit wie beim Kunsthandwerker Bezalel, von dem es heißt: „Seht, der Herr hat Bezalel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, beim Namen gerufen und ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit, Klugheit und Kenntnis für jegliche Arbeit“ (Exodus 35,30ff), sei es durch Schutz vor jeder Art von Gefahren, wenn Gott durch seinen Propheten ausrichten läßt: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir. Wenn du durchs Wasser schreitest, bin ich bei dir, wenn durch Ströme, dann reißen sie dich nicht fort. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt, keine Flamme wird dich verbrennen.“ (Jesaja 43,1f).

Im Neuen Testament finden wir dann den Auftrag des Engels an Josef, dem Sohn Marias den Namen Jesus zu geben (Matthäus 1,21), und an Zacharias, seinen Sohn Johannes zu nennen (Lukas 1,13), sowie die Umbenennung der beiden Apostelfürsten, die an Stelle ihrer ursprünglichen Namen Simon und Saulus die Namen Petrus und Paulus erhielten. Angesichts dieser großen Bedeutung von Namen verwundert es nicht, daß Lukas auch den Namen der Mutter Jesu besonders hervorhebt, indem er ihm, anders als ihrem Wohnort und ihrem Verlobten, die er nur mit dem Adverb „namens“ einführt, einen ganzen Satz widmet, wenn er seinen Bericht von der Verkündigung des Herrn an Maria mit den Worten einleitet: „Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.“ (Lukas 1,26f). Auch Gabriel rief Maria beim Namen („Fürchte dich nicht, Maria“, Lukas 1,30) und sein „Ave Maria“ wurde, vor allem auch durch den Rosenkranz, zu einem der wichtigsten Gebetsrufe der Christenheit. Ja, sogar der Name Maria allein kann zum Stoßgebet werden, wie auch ein Kind, wenn es in großer Angst, Not oder Gefahr ist, nichts weiter ruft als „Mutti“ oder „Mama“, damit die Mutter ihm rasch zu Hilfe eilt.

Tafel mit dem Namenszug Mariä und dem Aufruf, sie zu grüßen, bei der Wallfahrtskirche Klobenstein in Tirol

Ein beeindruckendes Beispiel hierfür liefert der Wallfahrtsort Klobenstein an der Tiroler Ache, wo vor der Gnadenkapelle ein riesiger Felsen liegt, durch den ein Riß von gerade ein wenig mehr als der Breite eines menschlichen Körpers geht. Er soll den Anlaß zur Errichtung der Wallfahrtskapelle gegeben haben, indem nämlich eine Frau, die dort ihres Weges ging, von einem plötzlich herabfallenden Felsen erschlagen zu werden drohte. Die überraschende und unmittelbar drohende Gefahr ließ keine Zeit für lange Gebete, doch auf den ebenso angsterfüllten wie vertrauensvollen Ausruf „Maria“ hin spaltete sich der Fels mitten entzwei, so daß die Frau sich unverletzt in der Mitte zwischen den beiden Hälften wiederfand. Auch wenn die Lage dieses gespaltenen Felsbrockens Zweifel daran aufkommen läßt, daß er wirklich erst seit dem Beginn der Wallfahrt vor etwa dreihundert Jahren dort liegt, so belegt diese Legende doch eindrucksvoll, welch große Kraft die Gläubigen dem Namen Mariä schon seit Jahrhunderten zusprechen und welch wunderbare Hilfe sie sich von seiner Anrufung erhoffen. Es verwundert daher nicht, daß eine ganze Reihe von Liedern den Namen der größten Helferin unter allen Heiligen zelebriert.

Mariä Namen – Dein Name, Maria, erfreuet das Herz

Mariä Namen – Dich, Maria, zu verehren (Elsaß)

Mariä Namen – Dich, Maria, zu verehren (Engelsharfe)

Mariä Namen – Dich, Maria, zu verehren (München)

Mariä Namen – Ein Name klingt wie Himmelslieder

Mariä Namen – Es klingt durch Erd‘ und Himmel

Mariä Namen – Es tönt ein süßer Namen

Mariä Namen – Festlich preisen alle Zungen (Elsaß)

Mariä Namen – Festlich preisen alle Zungen (München)

Mariä Namen – Ich weiß ein Wort voll Melodie (1883)

Mariä Namen – Ich weiß ein Wort voll Melodie (1890)

Mariä Namen – Laßt ihren Namen uns besingen

Mariä Namen – Maria ist ein schöner Nam‘

Mariä Namen – Maria wurde sie genannt

Mariä Namen – Maria, deine Ehren

Mariä Namen – Maria, deines Namens Klang

Mariä Namen – Maria, die Reine, demütig wie keine

Mariä Namen – Maria, Maria vielliebe

Mariä Namen – Maria, Maria, du übertriffst gar weit

Mariä Namen – Maria, Maria, Maria, dein Name, erfreuet das Herz

Mariä Namen – Maria, rein geboren, der Welt und Engel Freud‘

Mariä Namen – Maria, rein geboren

Mariä Namen – Maria, schöner Nam‘

Mariä Namen – Maria, wie im Engelchore

Mariä Namen – Maria, wir verehren den heil’gen Namen dein (Dreves)

Mariä Namen – Maria, wir verehren den heil’gen Namen dein (Münster)

Mariä Namen – Maria, wir verehren dich und den Namen dein (Köln)

Mariä Namen – Maria, wir verehren dich und den Namen dein (Mohr)

Mariä Namen – Maria, wir verehren dich und den Namen dein (Straßburg)

Mariä Namen – Mein Zuflucht alleine

Mariä Namen – Mein Zuflucht und Wehre

Mariä Namen – Meine Seele, sing und sage

Mariä Namen – Mit unserm Sang laßt uns Marias Namen feiern

Mariä Namen – Mutter, deinen Namen preisen

Mariä Namen – O Maria, deinen süßen Namen

Mariä Namen – O Maria, edler Nam‘

Mariä Namen – O Maria, o Name

Mariä Namen – O Maria, schöner Namen

Mariä Namen – O Maria, sei gegrüßet, gnadenvolle Gottesbraut

Mariä Namen – O Maria, voll der Gnade

Mariä Namen – Süß und lieblich tönt der Name

Mariä Namen – Wecket heut, ihr Engelzungen

Mariä Namen – Wie lieblich, o Maria, klingt

Anmerkung: Einige dieser Lieder, die wir ohne Melodien vorgefunden haben, haben wir mit eigenen Melodien versehen. Diese dürfen gerne zur Ehre Gottes kostenfrei verwendet und gesungen werden, aber bitte nicht mit einem anderen, weltlichen oder unkatholischen, Text unterlegt werden.

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Lieder zum Fest Mariä Geburt

Wie exakt neun Monate nach Mariä Verkündigung die Geburt Jesu Christi gefeiert wird, so wird auch genau neun Monate nach Mariä Empfängnis des Fest der Geburt Mariens gefeiert. Sie ist damit neben Johannes dem Täufer die einzige Heilige, bei der explizit der Geburtstag gefeiert wird, während sonst in der Regel nur der Todestag als Tag der Geburt für den Himmel gefeiert wird und daneben (oder stattdessen, wenn auf den Todestag bereits ein anderes Fest fällt, wie es etwa beim seligen Franz Jägerstätter der Fall ist, dessen Todestag am 9. August das Fest der heiligen Teresia Benedicta vom Kreuz ist) gegebenenfalls der Tauftag (so etwa bei unserem Regelvater, dem heiligen Augustinus, wo zumindest im Augustinerorden außer dem Hochfest des heiligen Augustinus am 28. August auch der Tag seiner Taufe in der Osternacht 387 am 24. April begangen wird, der früher sogar im Martyrologium Romanum verzeichnet war). Schließlich ist es bei allen in der Erbsünde geborenen Menschen erst die Wiedergeburt im Bad der Taufe, die sie zu Kindern Gottes macht. Die allerseligste Jungfrau Maria hingegen wurde dank ihrer unbefleckten Empfängnis schon im Stand der Gnade geboren und auch Johannes der Täufer war bereits bei seiner Geburt heilig, da er bei der Begegnung mit dem Heiland schon im Mutterleib geheiligt wurde, wie wir bei den Liedern zu Fest Mariä Heimsuchung dargelegt haben.

Daher feiern wir mit Recht den Tag, an dem erstmals überhaupt ein Mensch so geboren wurde, wie er im unverfälschten Ebenbild Gott geschaffen wurde, denn Adam und Eva, die als letzte Menschen vor Maria ohne Erbsünde ins Dasein traten, wurden ja nicht geboren, sondern unmittelbar von Gott erschaffen. Viele Lieder zu diesem Fest streichen daher das Ursprüngliche, Unverfälschte und Reine hervor, das uns in der Geburt der Gottesmutter begegnet, während Erzählendes rund um das Ereignis selbst, anders als bei den Liedern zu Mariä Verlobung oder den Liedern zu Mariä Opferung, nahezu vollständig fehlt, obwohl die selben apokryphen Quellen, die uns über diese Stationen im Leben Unserer Lieben Frau unterrichten, auch ihre Geburt und deren Vorgeschichte ausführlich behandeln.

So beginnt das Protevangelium des Jakobus damit, daß Joachim, der spätere Vater Marias, am „großen Tag des Herrn“, also vermutlich dem Versöhnungstag (wobei es interessant ist, daß dieser im Jahr 21 vor Christus, als König Herodes den Neubau des Tempels in Jerusalem begann, exakt auf den 8. September fiel), vielleicht aber auch am Fest der Tempelweihe, wie es in einer weiteren Überlieferung, dem Libellus de Nativitate Sanctae Mariae, heißt, ein Opfer darbringen wollte, um die Vergebung und das Erbarmen Gottes zu erlangen, ihm aber ein Mann aus dem Stamm Ruben mit der Behauptung entgegentrat, dies stünde ihm nicht zu, da er keine Nachkommen hervorgebracht habe. Joachim ging daher, nachdem er sich durch Nachforschungen vergewissert hatte, daß tatsächlich alle Gerechten im Volk Israel Nachkommen hinterlassen hatten, traurig in die Wüste, um dort vierzig Tage zu fasten und zu beten, derweil zuhause seine Frau Anna ebenfalls trauerte, weil sie nun nicht nur kinderlos, sondern auch noch von ihrem Mann getrennt war. In einem Augenblick besonders großer Niedergeschlagenheit erschien ihr im Garten ein Engel und kündigte ihr die Geburt eines Kindes an, das in aller Welt genannt werden würde, worauf sie sofort gelobte, dieses Kind für immer dem Dienst Gottes zu weihen. Auch Joachim wurde eine Engelserscheinung zuteil, die ihn veranlaßte, nach Hause zurückzukehren. Am Tor des Tempels von Jerusalem, wo Anna nach ihm Ausschau gehalten hatte, trafen die beiden aufeinander, was als Begegnung an der Goldenen Pforte in die Ikonographie eingegangen ist.

Die Begegnung der heiligen Anna und Joachim an der Goldenen Pforte  – Darstellung auf dem Flügelalter im Kapitelsaal des Klosters Altomünster
Die Begegnung der heiligen Anna und Joachim an der Goldenen Pforte – Darstellung auf dem Flügelalter im Kapitelsaal des Klosters Altomünster

Am nächsten Morgen konnte Joachim dann seine Opfergaben darbringen und sah dabei im Brustschild des Hohepriesters, der als Orakel diente, daß er gerechtfertigt war. Neun Monate darauf gebar Anna dann ihre Tochter und nannte sie Maria.

Manche der Lieder, die in einigen Gesangbüchern explizit für das Fest Mariä Geburt vorgesehen sind, haben mit dem Ereignis der Geburt selbst gar nichts zu tun, sie bieten aber gewissermaßen einen Ausblick auf das Leben, das Maria in der Welt, deren Licht sie am Tag ihrer Geburt erstmals erblickte, erwartete, während andere einen sehr starken Naturbezug aufweisen – so stark wie sonst nur noch die Lieder zur Maiandacht und die Lieder und die Lieder zu Mariä Heimsuchung – und alle Teile der Schöpfung auffordern, in die Freude über die Geburt der Gottesmutter einzustimmen.

Mariä Geburt – Auf, auf, es streichet die Morgenröt‘ herfür

Mariä Geburt – Augstmonat hat genommen hin

Mariä Geburt – Aus Sankt Annas frommem Schoße

Mariä Geburt – Ave Maria, du Himmelkönigin (Eichsfeld)

Mariä Geburt – Ave Maria, du Himmelkönigin

Mariä Geburt – Der Wurzel Jesse ist entsprossen

Mariä Geburt – Die Jungfrau auserkoren (Antwerpen)

Mariä Geburt – Die Jungfrau auserkoren (Bone)

Mariä Geburt – Die Jungfrau auserkoren (Köln)

Mariä Geburt – Die Jungfrau auserkoren (Mohr)

Mariä Geburt – Die Jungfrau auserkoren (Soest)

Mariä Geburt – Die Rose blüht in Unschuld auf

Mariä Geburt – Die schönste Blum, die allen Ruhm

Mariä Geburt – Die Schöpfung sah kein Ehepaar

Mariä Geburt – Die Sonn‘ steigt nicht so schön empor

Mariä Geburt – Die unbefleckt empfangen war

Mariä Geburt – Du bist gleich einem Morgenstern auf Erden aufgegangen (Breslau)

Mariä Geburt – Du bist gleich einem Morgenstern auf Erden aufgegangen (Engelsharfe)

Mariä Geburt – Du Morgenröte, die die Sonne

Mariä Geburt – Du, der Kirche Preis und Ehre

Mariä Geburt – Ein Geschlecht, dem Tode geweiht, war jenes (Konstanz)

Mariä Geburt – Ein Geschlecht, dem Tode geweiht, war jenes (München)

Mariä Geburt – Ein Kind ist uns gegeben

Mariä Geburt – Gegrüßet sei, du schönes Kind

Mariä Geburt – Gleich wie die lieb‘ Waldvögelein

Mariä Geburt – Horcht und hört die Botschaft an

Mariä Geburt – Im Himmel herrscht die höchste Freude

Mariä Geburt – In diesem Haus, wo Engel scherzen

Mariä Geburt – Jauchzt, die ihr benetzt mit Tränen

Mariä Geburt – Jungfrau auserkoren (Bone)

Mariä Geburt – Jungfrau auserkoren (Eichsfeld)

Mariä Geburt – Laßt, Christen, uns besingen heut (Fulda)

Mariä Geburt – Laßt, Christen, uns besingen heut (Speyer)

Mariä Geburt – Lobsinge heut‘, o Christenschar

Mariä Geburt – Maria ist entsprossen

Mariä Geburt – Maria ist geboren aus königlichem Blut (Antwerpen)

Mariä Geburt – Maria ist geboren aus königlichem Blut (Bone)

Mariä Geburt – Maria ist geboren aus königlichem Blut (Engelsharfe)

Mariä Geburt – Maria ist geboren aus königlichem Blut (Münster)

Mariä Geburt – Maria, sieh, zu deinen Ehren

Mariä Geburt – Morgenröte, reich bestrahlet

Mariä Geburt – Morgenstern, der uns die Sonne

Mariä Geburt – O du schönste Morgenröte

Mariä Geburt – O heller Morgenstern

Mariä Geburt – O schöne Morgenröt‘

Mariä Geburt – Prächtig und zierlich

Mariä Geburt – Preist den hehren Tag der Ehren

Mariä Geburt – Ros‘, o schöne Ros‘

Mariä Geburt – Sagt mir, wer ist doch diese

Mariä Geburt – Schmuck des Himmels, Trost der Erde

Mariä Geburt – Schon aus der Propheten Munde

Mariä Geburt – Schön sind zwar die Morgenstunden

Mariä Geburt – Singt, Christenchöre, hocherfreut

Mariä Geburt – Was einst Eva hat verloren

Mariä Geburt – Welch schöner Tag geht auf

Mariä Geburt – Wenn Wünschen wär‘ Können, Maria rein

Mariä Geburt – Wie schön und zierlich (Franken)

Mariä Geburt – Wie schön und zierlich (Straßburg)

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Lieder zum Fest Maria Königin

Das noch recht neue, da erst von Pius XII. im Jahr 1954 für die ganze lateinische Kirche eingeführte Fest Maria Königin steht, wie wir das bereits bei den Festen Herz Mariä und Mariä Himmelfahrt gesehen haben, in Beziehung zu einem Herrenfest, nämlich dem vor hundert Jahren, zum Abschluß des damaligen Heiligen Jahres, erstmals gefeierten Christkönigsfest. Denn Christus, der nach den Worten des heiligen Paulus im 1. Korintherbrief 15,25 herrschen muß, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füße gelegt hat (und danach natürlich erst recht herrscht) und dessen Reich als „Königreich“ bezeichnet wird – so auch in der Einheitsübersetzung explizit im Jakobusbrief 2,5, aber im griechischen („βασιλεία“ von „βασιλεύς“ = „König“), lateinischen („regnum“ von „rex“ = „König“) und aramäischen („ܡܰܠܟܽܘܬܳܐ“ von „ܡܰܠܟܳܐ“ = „ König“) Text der Heiligen Schrift auch überall dort, wo es in der Einheitsübersetzung „Himmelreich“ oder „Reich Gottes“ heißt – ist der König, wie er es auch gegenüber Pilatus bestätigt hat: „Du sagst es, ich bin ein König.“ (Johannes 18,37). Maria als seine Mutter ist darum die Königin, wie schon bei den altjüdischen Königen stets die Königsmutter den Königinnentitel trug und nicht eine der vielen Königsgemahlinnen, denn von denen hatten Könige wie David oder Salomon mit ihren riesigen Harems gleich dutzende oder gar hunderte, während die Mutter nur eine einzige war. Als solche durfte sie wie die Mutter Salomons in 1. Könige 2,19 an der rechten Seite ihres Sohnes thronen und wie wir an eben dieser Stelle der Heiligen Schrift sehen, wurde die Königin gerne mit der Bitte angegangen, sich beim König für ein bestimmtes Anliegen einzusetzen: „Rede doch mit König Salomo; dich wird er nicht abweisen.“ (1. Könige 2,17) und tatsächlich antwortete der König auf ihr Vorbringen „Eine einzige kleine Bitte hätte ich an dich. Weise mich nicht ab!“, noch bevor er das Anliegen kannte: „Sprich sie nur aus, Mutter! Ich werde dich nicht abweisen.“ (1. Könige 2,20).

Da das Fest Maria Königin wie erwähnt noch recht neu ist, gibt es kaum Lieder, die explizit für dieses Fest geschrieben wurden, dafür aber umso mehr Lieder, in denen Maria als Königin angerufen wird. So finden sich auch schon bei den Liedern zur Maiandacht (ursprünglich wurde das Fest Maria Königin ja am letzten Tag dieses Monats gefeiert), bei den Liedern zu Mariä Verkündigung (als Gabriel ihr vorhersagte, daß Gott ihrem Sohn den Thron seines Vaters David geben und er über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen werde), den Liedern zu Mariä Heimsuchung (als Elisabeth ihr als der Mutter ihres Herrn huldigte), den Liedern zu Mariä Lichtmeß, den Liedern zum unbefleckten Herzen Mariä und ganz besonders den Liedern zu Mariä Himmelfahrt (als die einige der folgenden Lieder in den Büchern, denen wir sie entnommen haben, betitelt waren), solche, in denen Maria mit dem Titel einer Königin bezeichnet wird. Von den vielen weiteren Liedern, in denen das sonst noch geschieht, haben wir darum vorrangig solche ausgewählt, die darüber hinaus noch irgendeinen Aspekt dieser königlichen Würde ansprechen, etwa ihre Königsinsignien, insbesondere ihre Krone aus zwölf Sternen, die bereits der Apostel Johannes in seiner Vision in Offenbarung 12,1 sah oder ihren Thron, auf dem sie im Himmel sitzt, bzw. ihre Nähe zum Thron Gottes, ihre Krönung durch ihren Sohn oder ihre Herrschermacht.

Maria Königin – Ein edler Schatz der Menschen ist (Bone)

Maria Königin – Ein edler Schatz der Menschen ist (Dreves)

Maria Königin – Erhab’ne Himmelskönigin

Maria Königin – Erhebt in vollen Chören (Arnsberg)

Maria Königin – Erhebt in vollen Chören (Engelsharfe)

Maria Königin – Erhebt in vollen Chören (Trier)

Maria Königin – Gekrönte Himmelskönigin

Maria Königin – Glücksel’ge Himmelskönigin

Maria Königin – Heil dir, Himmelskönigin

Maria Königin – Heil’ge, Hochgebenedeite (Elsaß)

Maria Königin – Heil’ge, Hochgebenedeite (Trier)

Maria Königin – Herrliche Königin, über die Erde hin

Maria Königin – Höre, große Königin

Maria Königin – Königin der Engelchöre

Maria Königin – Königin, o süße, höre unsre Grüße

Maria Königin – Königinne, hoch erhoben

Maria Königin – Maria Himmelskönigin, der Engel hohe Herrscherin

Maria Königin – Maria Himmelskönigin, o Königin

Maria Königin – Maria, Himmelskönigin, sei hochgebenedeiet

Maria Königin – O große Frau und Königin

Maria Königin – O Königin, gnädigste Frau

Maria Königin – O Königin, holdselige Frau

Maria Königin – O Königin, huldreiche Frau (Eichsfeld)

Maria Königin – O Königin, huldreiche Frau (Haller)

Maria Königin – O Königin, mildreiche Frau

Maria Königin – O Königin, wer ist dir gleich (Andernach)

Maria Königin – O Königin, wer ist dir gleich (Paderborn)

Maria Königin – O Maria, Wunderbare (Bone)

Maria Königin – O Maria, wunderbare (Eichsfeld)

Maria Königin – O Mutter Gottes, hochbelohnt

Maria Königin – Sei gegrüßt, o Königin Himmels und der Erden

Maria Königin – Sei gegrüßt, o Königin, reich mit Glanz gekrönet

Maria Königin – Sei uns gegrüßt, du Himmelskönigin

Maria Königin – Singt heut in frohen Chören

Maria Königin – Wer ist doch diese, ihr himmlischen Scharen

Maria Königin – Wie ehrfurchtsvoll blicken wir auf dich hin