Lieder zum Fest des unbefleckten Herzens Mariä

Am Tag nach dem Hochfest des heiligsten Herzens Jesu feiern wir den Gedenktag des unbefleckten Herzens Mariä. Wie bereits bei der Maiandacht wird hier nicht ein konkretes biblisches oder lebensgeschichtliches Ereignis gefeiert. Dennoch wird das Herz Mariens im Evangelium häufiger genannt als jedes einzelne Ereignis ihres Lebens. So hören wir in der Weihnachtsgeschichte: „Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.“ (Lukas 2,19) und bei der Wiederauffindung Jesu im Tempel: „Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen.“ (Lukas 2,51). An der bekanntesten Stelle allerdings, die die Ikonographie des Herzens Mariens wohl am stärksten beeinflußt hat, nämlich in der Weissagung Simeons bei der Darstellung Jesu im Tempel, ist nicht vom Herzen, sondern von der Seele Marias die Rede, durch die ein Schwert dringen werde. Da allerdings die Seele unkörperlich ist und deshalb nur schwer bildlich dargestellt werden kann, sehen wir Maria als Schmerzensmutter oft mit dem Schwert in der Brust und zwar regelmäßig auf der linken Seite, also dort, wo das Herz ist. Manchmal schneidet das Schwert sogar mitten durch das vor der Brust dargestellte Herz.

Damit korrespondiert es besonders mit dem von einer Lanze durchbohrten Herzen Jesu, auch wenn der Evangelist (Johannes 19,34) nur von der Seite Jesu spricht, in die der Soldat die Lanze stieß. Auch über diese äußerliche Gemeinsamkeit hinaus besteht natürlich die innigste Verbindung zwischen dem Herzen Jesu und dem Herzen Mariä, denn wenn schon die Gemeinde der Gläubigen nach dem Zeugnis des Lukas ein Herz und eine Seele war (Apostelgeschichte 4,32), wieviel mehr dann Maria und ihr göttlicher Sohn, den sie neun Monate lang unter dem Herzen trug? Im Hohelied, das in der kirchlichen Tradition ganz besonders auf Christus und Maria bezogen wird und dem einst etliche liturgische Texte wie die Antiphonen im Commune der Marienfeste oder die Lesung zum Fest der Heimsuchung entnommen wurden und auf das eine Reihe von Ehrentiteln Marias in der Lauretanischen Litanei zurückgeht, spricht der Geliebte: „Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz.“ (Hohelied 8,6) Ein Siegel prägt einem weichen und somit formbaren Material wie Wachs oder Blei seine Form ein, formt es also ganz nach sich selbst. Marias Herz, da von keiner Sünde verhärtet, war besonders bildsam und leicht nach dem Herzen Jesu zu formen und da nach den Worten Jesu „Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist; und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil in seinem Herzen Böses ist. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.“ (Lukas 6,45) das Herz die Quelle der Taten und besonders der Tugenden eines Menschen ist, besingen die Herz-Mariä-Lieder gerne auch Marias Tugenden.

Herz Mariä – Herz Mariä, du gebildet aus dem reinsten Fleisch und Blut

Herz Mariä – Herz Mariä, heil’ges, reines

Herz Mariä – Herz Mariä, sieh, mit Tränen

Herz Mariä – Herz Mariä, süßes reines

Herz Mariä – Herz Mariä, voll der Liebe (Borromäusschwestern)

Herz Mariä – Herz Mariä, voll der Liebe (Engelsharfe)

Herz Mariä – Herz Mariä, voller Liebe

Herz Mariä – Herz, so reich wie lichtes Gold

Herz Mariä – Im Leid und Kampf des Lebens

Herz Mariä – Laßt eure Stimm‘ erklingen

Herz Mariä – Mariä gold’nes Herze

Herz Mariä – Mariä Herz, dich grüß ich Gnadenthron

Herz Mariä – Mariä Herz, voll Freud‘ und Schmerz

Herz Mariä – Maria voll Gnaden, dein Herz ich verehr‘ (Maien-Blüthen)

Herz Mariä – Maria voll Gnaden, dein Herz ich verehr‘ (Untermarchtal)

Herz Mariä – Maria, Himmelskönigin

Herz Mariä – Maria, sieh, wir weihen die Herzen dir alleine (Liederrosenkranz)

Herz Mariä – Maria, sieh, wir weihen die Herzen dir alleine (Untermarchtal)

Herz Mariä – Mutter Gottes, voll Erbarmen

Herz Mariä – O Herz Mariä, fleckenlos

Herz Mariä – O Herz, o du betrübtes Herz, ein Meer von Bitterkeit und Schmerz

Herz Mariä – O Herz, o du betrübtes Herz, wie groß, wie groß

Herz Mariä – O Maria, dir zu Füßen

Herz Mariä – O Mutterherz, in Freud‘ und Schmerz

Herz Mariä – O unbefleckt empfangnes Herz (Herold)

Herz Mariä – O unbefleckt empfangnes Herz (Untermarchtal)

Herz Mariä – Pforte des Himmels, Herz voll Erbarmen

Herz Mariä – Sei gegrüßet, voll der Gnaden

Herz Mariä – Zum Herzen Jesu fliehe

Anmerkung: Einige dieser Lieder, die wir ohne Melodien vorgefunden haben, haben wir mit eigenen Melodien versehen. Diese dürfen gerne zur Ehre Gottes kostenfrei verwendet und gesungen werden, aber bitte nicht mit einem anderen, weltlichen oder unkatholischen, Text unterlegt werden.

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Lieder zur Maiandacht

Bei der Maiandacht handelt es sich zwar nicht um ein Marienfest des offiziellen liturgischen Kalenders und sie kam auch erst relativ spät auf und bezieht sich nicht auf ein konkretes Ereignis im Leben Mariens oder in der Heilsgeschichte, in der sie eine so große Rolle spielte, aber nicht umsonst erfreuen sich Maiandachten beim gläubigen Volk einer so großen Beliebtheit, denn wenn wir ein wenig darüber nachdenken, finden wir zahlreiche Bezüge zwischen diesem Frühlingsmonat und dem Wesen Marias.

Der Mai ist ja eine Zeit des Neubeginns. Mit dem Einzug des Vollfrühlings ist der Winter endgültig überwunden und das Leben kehrt zurück. Auch mit Maria begann eine neue Zeit, denn sie ist die neue Eva, die Mutter des Lebens, und vor allem die Mutter Christi, der durch sein Erlösungswerk die Erneuerung des Menschen bewirkt und aus dessen Mund Johannes die Worte vernahm „Seht, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21,5). Wie der Mai uns nach dem oft so regnerischen, trüben oder wechselhaften April die Sonne mit all ihrem Licht und ihrer Wärme zurückbringt, so bringt uns Maria ihren Sohn Jesus, die „Sonne der Gerechtigkeit“ (Maleachi 3,20). Vor allem aber ist der Mai eine Zeit der Blumen und Blüten und damit der keuschen Fruchtbarkeit. Wir haben bereits bei den Liedern zu Mariä Verkündigung gesehen, daß die Empfängnis des Gottessohnes im reinsten Schoß Mariä mit dem Herabkommen von Tau auf Blumen verglichen wird. Hier können wir diesen Gedanken weiterspinnen, denn wie Maria ohne alle fleischliche Begierde ihren Sohn empfangen hat, so empfangen ja auch die Blüten, die jetzt an allen Bäumen prangen, ohne Fleischeslust ihre Frucht. Blicken wir weiter in die Heilige Schrift, so finden wir dort einen ganzen Kosmos an Bildern vom Grünen, Blühen und Fruchtbringen, die wir alle auch auf Maria anwenden können. So lobt Psalm 1 denjenigen, „der nicht dem Rat der Frevler folgt, nicht auf dem Weg der Sünder geht, nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern Freude hat an der Weisung des Herrn, über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht,“ und sagt über ihn: „Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist, der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken.“ Auf wen träfe das mehr zu als auf Maria, die Mutter vom guten Rat, von der uns Lukas wiederholt berichtet, daß sie alle Worte, die über ihren Sohn gesagt wurden, in ihrem Herzen bewahrte und darüber nachsann, und deren Seligpreisung durch eine Frau aus der Menge der Herr selbst mit den Worten bestätigte: „Ja, selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen.“ (Lukas 11,28; Evangelium aus der Muttergottesmesse am Samstag)? Und wer wäre der gute Baum, der gute Früchte hervorbringt (Matthäus 7,16ff), wenn nicht Maria, die – neben all den Früchten ihrer guten Werke – Jesus, die gebenedeite Frucht ihres Leibes, hervorgebracht hat?

Gehen wir noch einen Schritt weiter: Viele Maiandachten haben einen eucharistischen Teil, sind mit einer Anbetung Jesu im allerheiligsten Sakrament des Altares verbunden. Er – sein Fleisch, das er aus dem Leib der allerseligsten Jungfrau Maria angenommen hat – ist das Brot des Lebens. Daher ist es nur folgerichtig, daß es im Mai (nämlich am 13. Tag dieses Monats) auch ein Fest Unserer Lieben Frau vom Allerheiligsten Sakrament gibt. Und weil das Brotgetreide auf den Feldern wächst, die gerade jetzt im Mai kräftig sprießen, wird Maria schon seit der Zeit der Kirchenväter als „Acker Gottes“ bezeichnet und zwar als der gute Acker ohne Dornen und Disteln, die auf den irdischen Äckern nach dem Sündenfall wachsen (siehe Genesis 3,18), weil sie eben frei von der Erbsünde ist. Ferner ist Christus der neue Adam und da der erste Adam aus Erde vom Ackerboden gebildet wurde, kann Maria, aus deren Leib der neue Adam gebildet wurde, in allegorischem Sinn ebenfalls als Ackerboden bezeichnet werden. Einige Mailieder bitten sie darum auch um ein gutes Gedeihen der Feldfrüchte.

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Lieder zum Fest Mariä Verkündigung

Wie bereits das Fest Mariä Lichtmeß, so hat auch dieses Fest einen doppelten Charakter: jahrhundertelang als Marienfest und mit Texten aus dem Commune der Marienfeste gefeiert, erhielt es bei der Kalenderreform den Namen „Verkündigung des Herrn“. Dennoch liegt der Fokus sowohl in bildlichen Darstellungen als auch in den Liedern ganz eindeutig auf Maria. Gemälde zeigen oft nur die Jungfrau Maria und den Erzengel Gabriel, der ihr die frohe Botschaft verkündet, daß sie zur Mutter des Herrn auserwählt wurde. Bisweilen ist noch, wie in unserem Bild hier, das ein Deckengemälde in der wunderschönen Wallfahrtskirche Weihenlinden zeigt, der Heilige Geist, der nach den Worten Gabriels über Maria kommen soll, in Gestalt einer Taube zu sehen, manchmal auch Gott Vater, dessen wohlwollender Blick vom Himmel herab auf Maria, die bei ihm Gnade gefunden hat, ruht, und nur höchst selten sehen wir auch Gott Sohn, der als winziges Kindlein in einem Lichtstrahl zu Maria hinabsteigt, um in ihrem Leib Fleisch anzunehmen.

Wie auch in unserer Darstellung ist Maria, als der Engel zu ihr tritt, häufig beim Lesen, genauer gesagt beim betenden Betrachten der Heiligen Schrift zu sehen, insbesondere des Propheten Jesaja, von dem die Ankündigung stammt „Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären“, und auch manche Verkündigungslieder legen ihr entsprechende Worte, mit denen sie die Sehnsucht nach der Erfüllung dieser Prophezeiungen ausspricht, in den Mund. Denn auch wenn Maria frei von jeder Sünde ist und dank ihrer unbefleckten Empfängnis nie wie wir die Erlösungsbedürftigkeit am eigenen Leib oder vielmehr in ihrer Seele verspürt hat, kann sie sich doch mit uns Sündern in der Sehnsucht nach dem Erlöser gemein machen, weil ja auch sie, die Vorerlöste, eben im Hinblick auf ihre Bestimmung als Mutter des Erlösers und durch die Erlösertat ihres Sohnes erlöst wurde und ihr diese Erlösung ohne die Menschwerdung Gottes in ihrem Schoß nie zuteil geworden wäre. Entsprechend dieser Sehnsucht, die viele Verkündigungslieder auch zu idealen Adventsliedern macht, herrscht, anders als bei den meist fröhlicheren Liedern zu Mariä Verlobung oder zu Mariä Lichtmeß, oft ein verhaltenerer, bisweilen beinahe schon melancholischer Grundton vor.

Mariä Verkündigung – Adams Kinder, laßt das Klagen

Mariä Verkündigung – Adamskinder, stillt die Klagen

Mariä Verkündigung – Alle Tage sing und sage

Mariä Verkündigung – Als die Zeit herangekommen

Mariä Verkündigung – Als wir war’n beladen

Mariä Verkündigung – Ave Maria, gratia plena

Mariä Verkündigung – Ave Maria, jungfräuliche Zier

Mariä Verkündigung – Ave Mutter ohne Weh

Mariä Verkündigung – Da kommen sollt der Weltheiland

Mariä Verkündigung – Der Engel hat aus Gottes Macht

Mariä Verkündigung – Der Lauf der Zeiten ist erfüllt

Mariä Verkündigung – Der Väter Seufzen und Gebet

Mariä Verkündigung – Die Jungfrau schaut in Wonne

Mariä Verkündigung – Die Zeit, die Gott nach weisem Rate

Mariä Verkündigung – Durch den Ungehorsam unsers Vaters Adam

Mariä Verkündigung – Ein Engel sprach zur Jungfrau rein

Mariä Verkündigung – Ein Engel zu Maria kam

Mariä Verkündigung – Endlich kam er, das Verlangen

Mariä Verkündigung – Es fleugt ein Vögelein leise

Mariä Verkündigung – Es flog ein Täublein weiße

Mariä Verkündigung – Es kam ein treuer Bote

Mariä Verkündigung – Frohlocket all‘ auf Erden

Mariä Verkündigung – Gegrüßet seist du, Königin, und aller Welt ein Trösterin

Mariä Verkündigung – Gegrüßet seist du, Maria, du heller Morgenstern

Mariä Verkündigung – Gegrüßet seist du, Maria

Mariä Verkündigung – Gegrüßt seist du, Maria rein

Mariä Verkündigung – Gegrüßt, o Maria, du bist voll der Gnade

Mariä Verkündigung – Heut ist der feierliche Tag

Mariä Verkündigung – Heut ist der so erwünschte Tag

Mariä Verkündigung – Heut vom hohen Himmel schwebet

Mariä Verkündigung – Himmel und Erd sich erfreuet

Mariä Verkündigung – In Demut betend, Herr, vor dir

Mariä Verkündigung – In Mariens niedrer Hütte

Mariä Verkündigung – In welchem holden Reize steht

Mariä Verkündigung – Maria barg mit heil’ger Scheu

Mariä Verkündigung – Maria saß alleine

Mariä Verkündigung – Maria war alleine

Mariä Verkündigung – Maria war mit Gott allein

Mariä Verkündigung – Maria, hochentzücket freut mein Geist

Mariä Verkündigung – Maria, hör den Engel an

Mariä Verkündigung – Maria, sei gegrüßet, du lichter Morgenstern

Mariä Verkündigung – Maria, voll Demut und Güte

Mariä Verkündigung – Meine Seele, auf und singe

Mariä Verkündigung – O Gabriel, du treuer Knecht

Mariä Verkündigung – O sieh, bedrängte Welt

Mariä Verkündigung – Reinste Jungfrau, die vor allen

Mariä Verkündigung – Reinste Jungfrau, o betrachte

Mariä Verkündigung – Schon macht des Himmelsboten Mund

Mariä Verkündigung – Seht, zu still’n das Heilsverlangen

Mariä Verkündigung – Sei gegrüßt, die du vor allen

Mariä Verkündigung – Stillt, Sterbliche, stillt eure Tränen

Mariä Verkündigung – Umlagert von des Todes Schatten

Mariä Verkündigung – Vom Paradiese lang verbannt

Mariä Verkündigung – Welch ein Gruß

Mariä Verkündigung – Wie heißt die Tugend, die, o Maria

Mariä Verkündigung – Wie schlägt das Herz so wonniglich

Mariä Verkündigung – Wohl uns, daß du geglaubet hast, Maria

Mariä Verkündigung – Zu der Menschheit höchsten Ehren

Anmerkung: Einige dieser Lieder, die wir ohne Melodien vorgefunden haben, haben wir mit eigenen Melodien versehen. Diese dürfen gerne zur Ehre Gottes kostenfrei verwendet und gesungen werden, aber bitte nicht mit einem anderen, weltlichen oder unkatholischen, Text unterlegt werden.

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Lieder zum Fest Mariä Lichtmeß

Das volkstümlich vor allem unter dem Namen „Mariä Lichtmeß“ bekannte Fest hat einen doppelten Charakter: einerseits einen marianischen, weswegen es früher unter der Bezeichnung „Mariä Reinigung“ im Kalender stand, und andererseits den eines Herrenfestes, als das es heute unter dem Namen „Darstellung des Herrn“ begangen wird. Für uns ist es nach wie vor eines der wichtigsten Marienfeste, nämlich eines von vier, auf die wir uns der ursprünglichen Regel des heiligen Erlösers entsprechend mit einem strengen Vigilfasten (siehe dazu unseren Beitrag Klosterleben II: Fasten) vorbereiten. Die anderen drei sind Mariä Verkündigung, Mariä Himmelfahrt und Mariä Geburt und als fünftes kam mit späteren Ergänzungen noch Mariä Empfängnis hinzu.

Entsprechend der Bedeutung dieses Festes und seiner Beliebtheit beim gläubigen Volk gibt es eine große Vielzahl von Liedern zu Mariä Lichtmeß, weswegen wir die folgende Auswahl auf solche beschränkt haben, die das Augenmerk stärker auf die allerseligste Jungfrau Maria richten, während andere mehr ihren göttlichen Sohn oder den greisen Simeon und gelegentlich auch die Prophetin Hanna in den Blick nehmen, welch letztere beide vor allem in den Ostkirchen, wo dieses Fest unter der Bezeichnung „Begegnung des Herrn“ bekannt ist, besondere Aufmerksamkeit erfahren. Allerdings ist auch bei uns im Westen durch die Begehung dieses Tages als „Tag des geweihten Lebens“ die Rolle Simeons und Hannas, die ihr Leben in besonderer Weise dem Lob Gottes gewidmet haben, inzwischen stärker hervorgehoben worden.

Mariä Lichtmeß – Den Sohn im Arme knieete

Mariä Lichtmeß – Du stellest dich im Tempel dar

Mariä Lichtmeß – Du, die du voll der Gnade bist

Mariä Lichtmeß – Entsetzet euch, ihr Himmel alle

Mariä Lichtmeß – Es war die Zeit gekommen der Reinigung herbei

Mariä Lichtmeß – Heil dir, Gnadenreiche

Mariä Lichtmeß – Heut wir dich ehren

Mariä Lichtmeß – Hin zu den Hallen ziehe vor allen

Mariä Lichtmeß – Jungfrau und Mutter des Herrn

Mariä Lichtmeß – Kein Opfer hat Jerusalem

Mariä Lichtmeß – Maria engelrein

Mariä Lichtmeß – Maria ging geschwind

Mariä Lichtmeß – Maria Königin, Mutter und Helferin

Mariä Lichtmeß – Maria stellt ihr Kind im Tempel dar

Mariä Lichtmeß – Nachdem Maria, die von Gott

Mariä Lichtmeß – Reinste Jungfrau, Gottes Willen

Mariä Lichtmeß – Seht die Jungfrau, die geboren

Mariä Lichtmeß – Staunet Völker, Gott wird heute

Mariä Lichtmeß – Was die Propheten, die im Himmel prangen

Mariä Lichtmeß – Was soll das sein, o Jungfrau, rein

Mariä Lichtmeß – Zum Opfer – staunet – läßt sich ein Gott herab

Anmerkung: Einige dieser Lieder, die wir ohne Melodien vorgefunden haben, haben wir mit eigenen Melodien versehen. Diese dürfen gerne zur Ehre Gottes kostenfrei verwendet und gesungen werden, aber bitte nicht mit einem anderen, weltlichen oder unkatholischen, Text unterlegt werden.

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Lieder zum Fest Mariä Verlobung

Da unser Herr Jesus Christus unserer Gründerin, der heiligen Brigitta, über unseren Orden sagte: „Diesen Orden also will ich zur Ehre meiner liebreichsten Mutter zuerst und hauptsächlich durch Frauen errichtet haben.“ möchten wir ein wenig zur größeren Ehre dieser auch unserer liebsten Mutter beitragen, indem wir einige Lieder zu Ehren ihrer Feste veröffentlichen, um sie für den allgemeinen Gebrauch zur Verfügung zu stellen.

Den Anfang macht das heutige Fest Mariä Verlobung, lateinisch „Desponsatio Beatae Mariae Virginis cum Sancto Joseph“. Es wird auch Mariä Vermählung genannt, denn einerseits stellt uns Lukas Maria in seinem Evangelium als Jungfrau, die mit einem Mann namens Josef verlobt war, (Lukas 1,27) vor, andererseits bestand zwischen Maria und Josef nach der Lehre der Kirche eine wirkliche Ehe, wovon auch der Name „Josefsehe“ für eine Ehe, deren Partner von Anfang an enthaltsam leben wollen, zeugt, und Josef erhielt ja auch vom Engel den Aufruf „fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen“ (Matthäus 1,20), was freilich erst nach der bei Lukas geschilderten Verkündigung an Maria durch den Erzengel Gabriel geschah.

Bilder zu diesem Fest zeigen meist die vor dieser Verkündigung erfolgte und in verschiedenen apokryphen Evangelien breit geschilderte Szene der Verlobung von Maria mit Josef, zu der es kam, weil Maria, die ihre Kindheit nach ebendiesen apokryphen Überlieferungen im Tempel in Jerusalem verbracht hatte, bei Erreichen der Geschlechtsreife diesen verlassen und in die Obhut eines ehrbaren Mannes gegeben werden sollte. Es wurde daraufhin eine Art Wettbewerb zwischen allen in Frage kommenden Kandidaten ausgerufen, bei dem die Anwärter auf die Hand Mariens ihre Stäbe in den Tempel bringen sollten. Am Stab des heiligen Josef ereignete sich dabei das Wunder, daß dieser wie der Stab Aarons zu blühen begann bzw. daß sich nach manchen Überlieferungen auch eine Taube an dessen Spitze zeigte.

Wenngleich die Ehe von Josef und Maria noch kein Sakrament war, weil Christus erst später die Ehe zwischen Getauften zur Würde eines Sakramentes erheben sollte, so sollte sie doch für alle christlichen Eheleute ein Vorbild sein, weil sie von diesen beiden so heiligen Ehegatten gerade auch in ihrer vollkommenen Keuschheit und Enthaltsamkeit in so heiliger Weise in gegenseitiger Hingabe und Fürsorge gelebt wurde. Sie ist daher ein stetes Mahnmal dafür, daß es in der Ehe nicht gilt, die eigene Befriedigung zu suchen, sondern das Wohl des anderen zu fördern und gemeinsam auf dem Weg der Heiligkeit voranzuschreiten.

Leider wird dieses schöne Fest, welches in unseren alten Büchern noch verzeichnet ist, mittlerweile von der Gesamtkirche nicht mehr gefeiert. Dabei bietet es einige Festgeheimnisse, die zu betrachten sich durchaus lohnen würde und die in manchen der nachfolgend aufgelisteten Lieder sowie auch in alten Predigten angesprochen werden.

Mariä Verlobung – Da Gottes Sohn Mensch werden will

Mariä Verlobung – Es blüht dein Stab im Heiligtum

Mariä Verlobung – Es wollte Gottes Sohn als Mensch

Mariä Verlobung – Gesegnet sei, o heil’ge Stunde

Mariä Verlobung – Heut, o Christen, könnt ihr sehen

Mariä Verlobung – Indes erwuchs in aller Zucht

Mariä Verlobung – Kommt, ihr Engel, jubilieret

Mariä Verlobung – O Jungfrau, auserwählte Braut

Mariä Verlobung – Wohl mancher warb um die Jungfrau rein

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Birgittafest

Deckengemälde im Nonnenchor: Die heilige Birgitta erlebt in einer Vision kurz vor ihrem Tod ihre Einkleidung mit dem Birgittenhabit und die Überreichung ihres Professringes durch Christus

Heute vor 627 Jahren wurde unsere Ordensgründerin Birgitta von Schweden zum ersten Mal heiliggesprochen. Zwei weitere Heiligsprechungen erfolgten vor 603 Jahren und vor 599 Jahren. Dieses Heiligsprechungsdatum war der Grund, warum das Birgittafest jahrhundertelang im Oktober gefeiert wurde, und zwar in der Regel am 8. Oktober, weil am 7. Oktober das Rosenkranzfest begangen wird. Im Zuge der Liturgiereform von 1970 wurde ihr Fest im Generalkalender auf ihren Todestag, den 23. Juli, verlegt. In unserem Orden feiern wir jedoch weiterhin zusätzlich den Heiligsprechungstag als Hochfest. Zu diesem Anlass wollen wir die lateinische Fassung der 2. Vesper zum Hochfest der heiligen Birgitta veröffentlichen, die wir morgen bei unserer wöchentlichen Andacht für die Wiederehrstellung unseres Klosters beten wollen. Wir empfehlen allen Mitbetern, schon einmal zu üben, da die Melodien nicht ganz einfach sind.

Hier können Text und Noten als pdf-Datei heruntergeladen werden: In II. Vespris S. Birgittae

 

Handschriften aus unserer Klosterbibliothek

Auf Umwegen haben wir erfahren, dass sieben kostbare mit Buchmalerei illustrierte Handschriften aus unserer Klosterbibliothek, nämlich sechs Antiphonarien und eine Abschrift unserer Ordensregel, inzwischen digitalisiert und über das Internet für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Sie können über die Seite https://www.digitale-sammlungen.de/index.html?c=sammlung&projekt=1504787190&l=de eingesehen werden. Wir freuen uns, dass unser birgittinisches Erbe solche Wertschätzung erfährt. Nun wäre es auch wünschenswert, wenn der monastischen Tradition, die diese Kleinodien hervorgebracht hat, ebensolche Wertschätzung zuteil würde und man uns erlauben würde, unser Ordensleben mit unseren beiden Postulantinnen und den vier Kandidatinnen fortzusetzen. Beten wir weiterhin darum, dass dieses lebendige spirituelle Erbe nicht dem Untergang preisgegeben wird!

Hier geht es zu den Digitalisaten der Handschriften aus dem Kloster Altomünster.

Der heilige Richard Reynolds

Heute feiern wir das Fest des heiligen Richard Reynolds (Reginald), eines Märtyrers unseres Ordens. Um sein Schicksal und sein tapferes Einstehen für den katholischen Glauben und die Unauflöslichkeit der Ehe, für die er sogar schwerste Qualen und den Tod auf sich nahm, bekannter zu machen, möchten wir im folgenden einen Ausschnitt aus seiner Lebensbeschreibung aus der Feder von F. R. Johnston, welcher die Lesehore zu seinem Fest bildet, wiedergeben:

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Birgittinischer Kreuzweg

Wie wir an dieser Stelle bereits ein paarmal haben anklingen lassen, spielt das Leiden Christi, zu dem die heilige Birgitta eine Vielzahl von Offenbarungen erhalten hat, für die birgittinische Spiritualität eine besondere Rolle. Unsere Mitschwestern in Vadstena haben aus Texten der Heiligen Schrift und aus den Visionen der heiligen Birgitta einen eigenen Kreuzweg zusammengestellt, der auch ins Deutsche übersetzt wurde. Wir möchten ihn heute, am Schmerzhaften Freitag, hier veröffentlichen.

Dieser Tag, an dem bis zur Liturgiereform und in einigen Orden, beispielsweise bei den Serviten, noch heute das im Generalskalender mittlerweile auf den 15. September verschobene Gedächtnis der Schmerzen Mariens begangen wurde, hat für uns insofern nochmals eine herausgehobene Bedeutung, als unser Orden in besonderer Weise zu Ehren der Jungfrau Maria gegründet wurde und die unter dem Kreuz stehende Schmerzensmutter daher ein besonders häufiges Motiv unserer Ikonographie ist und auch in den Professring, den jede Schwester bei der Ablegung ihrer Gelübde erhält, eingraviert ist.

Gerade für unser Kloster ist der Schmerzhafte Freitag auch deshalb bedeutungsvoll, weil am Schmerzensfreitag vor 175 Jahren dank der Erlaubnis König Ludwigs I. das Kloster Altomünster 39 Jahre nach der Säkularisation wiedereröffnet werden durfte.

Hier steht unser Birgittinischer Kreuzweg als pdf-Dokument zur Verfügung.

Die Sieben Heiligen Zufluchten

Die Sieben Heiligen Zufluchten

Wir haben diese Woche unser regelmäßiges Montagsgebet für die Erhaltung unseres Klosters als Andacht zu den Heiligen Zufluchten gehalten. Diese zwischenzeitlich etwas in Vergessenheit geratene Andachtsform, die ihre Blütezeit im Barock erlebte, hat eine ihrer Wurzeln in unserer birgittinischen Liturgie wie sie bis zu den Reformen der 1960er Jahre gefeiert wurde, weswegen wir hier ein wenig näher darauf eingehen möchten.

Als die Sieben Heiligen Zufluchten, das heißt als jene Mächte, deren Anrufung den Gläubigen in ihrer Bedrängnis die größte und sicherste Hilfe verspricht, gelten

  1. Die allerheiligste Dreifaltigkeit
  2. Der gekreuzigte Heiland
  3. Jesus im Allerheiligsten Sakrament des Altares
  4. Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria
  5. Die neun Chöre der heiligen Engel
  6. Die Heiligen und Seligen des Himmels
  7. Die Armen Seelen des Fegfeuers

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