Lieder zum Hochfest der Gottesmutter und zu kleineren Marienfesten

An sich sollte man annehmen, daß das Hochfest der Gottesmutter das erste und ursprünglichste aller Marienfeste wäre, da alles, was Maria so besonders macht, davon abhängt. Denn hätte Gott Maria nicht zu seiner Mutter erwählt, dann hätte er sie nicht im Hinblick auf die künftigen Verdienste ihres Sohnes vor der Erbsünde bewahrt hätte ihr also nicht den einzigartigen Gnadenvorzug der Unbefleckten Empfängnis gewährt und auch nicht den der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Auch alle Ereignisse ihres Lebens hätten für uns dann keine so herausragende Bedeutung und wir würden weder Mariä Geburt feiern noch Mariä Opferung, und Mariä Verlobung würde uns nicht mehr interessieren als die irgendeines anderen Mädchens. Mariä Verkündigung und Mariä Heimsuchung hätten nicht einmal stattgefunden und wenn ihr Sohn nicht Gott gewesen wäre, wäre Mariä Reinigung nichts weiter als ein alltägliches Ritual, welches pro Jahr von tausenden und abertausenden jüdischen Frauen vollzogen wurde, und Mariä Namen nichts weiter als ein gewöhnlicher Name, den tausende jüdischer Frauen ebenfalls trugen; allein  schon unter dem Kreuz Jesu hatten sich in der kleinen Schar der Getreuen, die bei ihm ausharrten, noch zwei weitere Trägerinnen dieses Namens eingefunden. Hätte Maria nicht die menschgewordene zweite Person der allerheiligsten Dreifaltigkeit geboren, so würden wir weder eine Maiandacht pflegen noch eine Andacht zu ihrem Unbefleckten Herzen, wir würden sie weder mit dem Rosenkranz ehren noch mit der Lauretanischen Litanei. Zwar wären Mariä Schmerzen ihr erspart geblieben, aber sie wäre auch nicht Maria Königin geworden.

Doch trotz der überragenden Bedeutung der Gottesmutterschaft für Marias Stellung und Wichtigkeit wurde ein Fest Mariä Mutterschaft erst sehr spät für die Universalkirche eingeführt. Zwar wurde es erstmals im Jahr 1751 in Portugal am dritten Sonntag im Mai gefeiert und wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts auch in etlichen deutschsprachigen Diözesen gestattet, wo es am zweiten Sonntag im Oktober zusammen mit dem Rosenkranzfest am ersten, dem Fest Mariä Reinheit am dritten und dem Fest Mariä Schutz am vierten Sonntag diesem Monat ein marianisches Gepräge gab, aber erst 1931, zum 1500. Jubiläum des Konzils von Ephesus, auf dem der Titel „Gottesmutter“ bzw. „Gottesgebärerin“ für die allerseligste Jungfrau dogmatisiert worden war, setzte Papst Pius XI. den 11. Oktober, auf den in jenem Jahr der zweite Sonntag im Oktober fiel, als Fest der Mutterschaft Mariens für die ganze lateinische Kirche fest. Schon 1970 wurde es als eigenes Fest wieder abgeschafft, indem ein Hochfest der Gottesmutter Maria mit dem Oktavtag von Weihnachten am 1. Januar zusammengelegt wurde, wo es nun meist mit Weihnachtsliedern gefeiert wird, nachdem zuvor bereits das ehedem an diesem Tag begangene Fest der Bescheidung des Herrn aus dem Kalender gestrichen worden war. So kommt es, daß nur wenige Lieder speziell für das Fest Mariä Mutterschaft verfaßt oder in den Gesangbüchern für dieses vorgesehen wurden, auch wenn sich darüber hinaus auch alle Lieder, in denen Maria als Mutter Gottes oder Mutter des Herrn angesprochen wird, für dieses Hochfest eignen.

Aufgrund der geringen Zahl an Liedern speziell zu Mariä Mutterschaft, nämlich nur

Mariä Mutterschaft – Dem Himmel der Erlöser ziehet

Mariä Mutterschaft – Dich, hohe Mutter unsers Gottes

Mariä Mutterschaft – Dich, Maria, loben wir

Mariä Mutterschaft – Gottesgebärerin und Himmelskönigin

Mariä Mutterschaft – Gottesmutter sollst du sein

wollen wir die Gelegenheit ergreifen, um hier auch Lieder zu den kleineren Marienfesten zu präsentieren, denen wir im vergangenen Jahr keinen eigenen Artikel gewidmet haben.

Unsere Liebe Frau von Lourdes (11. Februar)

Lourdesgrotte im Chor der Laienschwestern im Kloster Altomünster

Nachdem die allerseligste Jungfrau Maria am 11. Februar 1858 in der „Massabielle“ genannten Felsenhöhle am Fluß Gave de Pau bei dem kleinen Pyrenäendorf Lourdes erstmals der vierzehnjährigen Müllerstochter Bernadette  Soubirous erschienen war, in späteren Erscheinungen eine heilkräftige Quelle entspringen lassen und sich schließlich als die Unbefleckte Empfängnis zu erkennen gegeben hatte, wurde der Erscheinungsort rasch zu einem der beliebtesten Wallfahrtsorte der Welt, der insbesondere Pilger anzieht, die um Heilung von Krankheiten bitten, weswegen auf dieses Datum auch der Welttag der Kranken gelegt wurde. Auch Lourdesgrotten (wir haben in unserem Kloster selber eine in der Kapelle der Laienschwestern und eine weitere in der Klosterkirche), Lourdesmadonnen mit dem Aussehen Marias bei ihren Erscheinungen (schlichtes, vollständig weißes Gewand mit einfachen, enganliegenden Ärmeln, mantelartigem weißem Schleier und langem hellblauem Stoffgürtel ähnlich einem priesterlichen Zingulum, aber mit den herunterhängenden Enden mittig vor dem Bauch, je eine goldene Rose auf den unbeschuhten Füßen, gefaltete Hände, in der Regel großer Rosenkranz über dem rechten Arm, häufig zwölf Sterne um das Haupt und stets ohne Jesuskind) und ganze Zeitschriftenreihen mit Titeln wie „Lourdes-Rosen“, „Der Lourdes-Pilger“ oder „Echo der Annalen Unserer Lieben Frau von Lourdes“ fanden rasch Verbreitung, so daß bereits zum 50. Jahrestag der ersten Erscheinung im Jahr 1908 das Fest der Erscheinung der unbefleckten Jungfrau Maria für den lateinischen Ritus eingeführt wurde, welches bei der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanum seinen heutigen Namen erhielt.

Lourdeslied – Die alten Felsen wachen als Thron der Königin

Lourdeslied – Die Glocken verkünden mit fröhlichem Laut

Lourdeslied – Die Pyrenäenberge schauen hernieder auf die Pilgerschar

Lourdeslied – Drückt mich des Tages Müh‘ und Last

Lourdeslied – Es steht am Felsenrande der Jungfrau hehres Bild

Lourdeslied – Glanzlos schaut der Himmel nieder

Lourdeslied – Heute will ich nochmals treten

Lourdeslied – Ich sende den Gruß dir aus deutschem Land

Lourdeslied – Immer muß ich wieder eilen

Lourdeslied – Jungfrau, neigtest dich aus Höhen

Lourdeslied – Lourd’s Felsenhöhen ragen

Lourdeslied – O dürfte ich die Rose sein

Lourdeslied – Scharen frommer Pilger ziehen

Lourdeslied – Sei gegrüßet, schönste Rose

Lourdeslied – Sie haben dir gesungen der Preisgesänge viel

Lourdeslied – Von Lourdes, du uns’re Frau so lieb

Lourdeslied – Wohl weiß ich einen lieben Ort

Lourdeslied – Zu dir, o Jungfrau

Lourdeslied – Zum Tode krank, in schweren Stunden

Bei diesen Liedern handelt es sich teilweise um Wallfahrtslieder, die während einer Pilgerreise nach Lourdes zu singen sind, oder um solche, die eine sehr spezifische Situation vor Augen haben und daher nicht für jede Gelegenheit passen, bei der Unsere Liebe Frau von Lourdes geehrt werden soll, aber wir möchten sie dennoch hier präsentieren, um ihnen weitere Verbreitung zu verschaffen.

Mutter des guten Rates (26. April)

Kopie des Gnadenbildes der Mutter des guten Rates im Kloster Altomünster

Da Maria bei der Hochzeit zu Kana den Dienern des Brautpaares den auch sonst sehr beherzigenswerten Rat gab „Was er (Jesus) euch sagt, das tut“, eine Mutter ihren Kindern, die wir als Christen ja alle für Maria sind, stets mit gutem Rat zu helfen bereit ist und Maria zugleich die Mutter desjenigen ist, der nach Jesaja 9,5 „wunderbarer Ratgeber“ genannt wird, ist sie gleich in doppeltem Sinne die Mutter des guten Rates. Unter diesem Titel wird sie darum nicht nur in der Lauretanischen Litanei angerufen, sondern auch in einer im Original in Genazzano östlich von Rom befindlichen und in vielen Kopien in aller Welt verbreiteten Ikone, wo das Jesuskind den rechten Arm um den Hals Marias schlingt, seine linke Hand auf ihre Brust legt und seine Wange an die ihrige schmiegt und über dem Haupt der Mutter ein charakteristisches farbiges Band bzw. ein zu einem vollen Kreis geschlossener Regenbogen schwebt. In etlichen Ordensgemeinschaften und Diözesen und natürlich Pfarreien mit dem Patrozinium Maria Rat wird am 26. April ein eigenes Fest zu Ehren von Maria, der Mutter des guten Rates gefeiert.

Mutter vom guten Rat – Erhöre gnädig unsern Gruß

Mutter vom guten Rat – Gütigste Mutter vom guten Rat

Mutter vom guten Rat – Jungfrau auserkoren, reich an gutem Rat

Mutter vom guten Rat – O Frau vom guten Rate

Mutter vom guten Rat – O Stern unser’s Lebens

Mutter vom guten Rat – Vom siebenfarb’gen Bogen des Geistes hehr umzogen

Mutter vom guten Rat – Weih‘ dies arme Liedchen hier, guten Rates Mutter, dir

Mutter vom guten Rat – Zum Himmel schau ich hin 

Patrona Bavariae (1. Mai)

Statue der Patrona Bavariae in der Kirche in Baierbrunn. ursprüngliche Quelle des hier verkleinerten Bildes

Seit Jahrhunderten vom bayerischen Volke innig verehrt und besonders in den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges um Schutz angefleht, wovon noch heute die Mariensäule im Herzen Münchens zeugt, die Kurfürst Maximilian I. als Dank für die Bewahrung der Städte München (wo damals auch unser Konvent Zuflucht fand) und Landshut in diesem verheerendsten aller Kriege auf bayrischem Boden errichten ließ, wurde Maria erst im Ersten Weltkrieg auf Bitten des damaligen Königs Ludwig III. von Papst Benedikt offiziell als Schutzfrau Bayerns bestätigt. Ikonographisch wird sie mit rotem Kleid, blauem, unter dem rechten Arm hindurch nach vorne gezogenen Mantelumhang, offenem Haar, einer großen goldenen Krone, meist in Form einer geschlossenen Bügelkrone oder einer Mitrenkrone, einem langen Szepter in der Rechten und dem einen Reichapfel in der Hand haltenden Jesuskind auf dem linken Arm auf einer schmalen Mondsichel stehend dargestellt.

Patrona Bavariae – Bayerns Fahnen, wie die Berge

Patrona Bavariae – Dich Maria hoch erhoben

Patrona Bavariae – Fürstin über Himmel weit, königliche Fraue

Patrona Bavariae – Maria, Himmelskönigin

Patrona Bavariae – O blicke mild hernieder

Unsere Liebe Frau von Fatima (13. Mai)

Statue Unserer Lieben Frau von Fatima im Kloster Altomünster

Als eines der jüngsten Marienfeste wurde der Gedenktag Unserer Lieben Frau von Fatima von Papst Johannes Paul II. in den Generalkalender eingeführt, nachdem er am 13. Mai 1981, also genau am 64. Jahrestag ihrer ersten Erscheinung vor drei Hirtenkindern im Dorf Fatima in Portugal im Jahre 1917, ein Attentat knapp überlebt hatte.

Fatimalied – Am dreizehnten Maien im Tal der Iria

Fatimalied – Maria, liebste Mutter mein

Hilfe der Christen / Maria hilf (24. Mai)

Kopie des Gnadenbildes Mariahilf in Moosbronn. Bildquelle

Seit alters her wurde Maria von den Gläubigen um Hilfe angefleht, ganz besonders dann, wenn Feinde des Glaubens das christliche Volk auch militärisch bedrohten, und in zahlreichen Fällen erwies sie sich als mächtige Verteidigerin ihrer Kinder, sei es bei der Schlacht von Lepanto, die zur Einführung des Rosenkranzfestes führte, sei es bei der Befreiung Wiens, die mit dem Fest Mariä Namen gewürdigt wurde, oder bei der Bewahrung Münchens und Landshuts, in deren Folge Maria zur Patrona Bavariae erklärt wurde. Besonders in Tirol, Süd- und Ostbayern bis hin nach Wien verband sich die Verehrung Marias als Hilfe der Christen mit dem von Lukas Cranach dem Älteren geschaffenen Gnadenbild Mariahilf, dessen Original sich in Innsbruck befindet, aber in zahlreichen Kopien weite Verbreitung gefunden hat. Als eigenes Fest wurde „Maria, Hilfe der Christen“ dann von Pius VII. eingeführt und auf den Tag seiner Rückkehr aus beinahe fünfjähriger Gefangenschaft in den Händen Napoleons am 24. Mai 1814 festgelegt.

Maria hilf – Dein‘ Hilf‘ wir all‘ begehren

Maria hilf – Hilf, Maria, hilf uns allen

Maria hilf – Hilf, Maria, o Maria, hilf

Maria hilf – Hilf, o Mutter, hilf uns allen

Maria hilf – Im heißen Kampf des Erdenlebens

Maria hilf – Laß deine Hilf erfahren

Maria hilf – Maria, hilf doch mir

Maria hilf – Maria, sei gegrüßt

Maria hilf – Maria, wir dich grüßen (Mariengarten)

Maria hilf – Maria, wir dich grüßen (Volkslied)

Maria hilf – Maria, wir heißen dich

Maria hilf – O Mildeste und Reine

Maria hilf – Oft, wenn unter grausem Schreck

Maria hilf – Wann Angst uns hält umwunden (Elsaß)

Maria hilf – Wann Angst uns hält umwunden (Liederrosenkranz)

Sieben Freuden Mariä (5. Juli)

Altarbild der Sieben Freuden Marias im Kathedralmuseum von Urgell.

Die sieben Freuden Mariens bilden das Gegenstück zu den Sieben Schmerzen Mariä. Welche es genau sind, ist nicht verbindlich festgelegt, weswegen sich die verschiedenen Andachten und Lieder wie auch die bildlichen Darstellungen unterscheiden. Alle weisen eine Überschneidung teils mehr mit den Geheimnissen des freudreichen Rosenkranzes, teils mehr mit denen des glorreichen Rosenkranzes auf. So wird stets die Verkündigung durch den Erzengel Gabriel genannt, manchmal auch die Heimsuchung, immer die Geburt Jesu, fast immer die Anbetung durch die Könige, nur ausnahmsweise die Darstellung des Herrn im Tempel, die ja zugleich mit dem ersten der Sieben Schmerzen verbunden ist, oft die Wiederfindung Jesu im Tempel, immer seine Auferstehung, meistens seine Himmelfahrt, häufig die Herabkunft des Heiligen Geistes an Pfingsten und oft auch die Aufnahme Marias in dem Himmel bzw. ihre Krönung, was manchmal mit der Himmelfahrt ihres Sohnes zusammengefaßt wird. Nur ganz selten wird daneben die ewige Seligkeit im Himmel als gesonderte Freude genannt und in einem Sonderfall als erste Freude bereits Marias eigene Unbefleckte Empfängnis. Wir geben darum zu jedem Lied an, welche Freuden darin besungen werden.

Verkündigung, Geburt, Anbetung, Auffindung, Auferstehung, Himmelfahrt, Pfingsten: Sieben Freuden Mariens – Dich, süße, liebe Himmelsfrau

Verkündigung, Geburt, Anbetung, Auffindung, Auferstehung, Himmelfahrt, Aufnahme: Sieben Freuden Mariens – Die sieben Freuden, Jungfrau rein

Verkündigung, Heimsuchung, Geburt, Anbetung, Auffindung, Auferstehung, Aufnahme: Sieben Freuden Mariens – Erfreue dich, du klarer Morgenstern

Unbefleckte Empfängnis, Verkündigung, Geburt, Auffindung, Auferstehung/Himmelfahrt, Aufnahme/Krönung, Seligkeit: Sieben Freuden Mariens – Freu dich, Maria, freu dich sehr

Verkündigung, Heimsuchung, Geburt, Anbetung, Auffindung, Auferstehung, Himmelfahrt/Aufnahme: Sieben Freuden Mariens – Freu dich, o Himmelskönigin

Verkündigung, Heimsuchung, Geburt, Anbetung, Auffindung, Auferstehung, Aufnahme: Sieben Freuden Mariens – Freuet euch, ihr Adamskinder

Verkündigung, Heimsuchung, Geburt, Anbetung, Auffindung, Auferstehung, Aufnahme: Sieben Freuden Mariens – In Gottes Namen heben wir an

Verkündigung/Heimsuchung, Geburt/Anbetung, Auffindung, Auferstehung, Himmelfahrt, Pfingsten, Aufnahme/Krönung: Sieben Freuden Mariens – Sieh herab vom Himmelsthrone

Verkündigung, Heimsuchung, Geburt, Anbetung, Auffindung, Auferstehung, Himmelfahrt: Sieben Freuden Mariens – Süßer Trost in allen Leiden

Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel (16. Juli)

Prozessionsfigur Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel. ursprüngliche Quelle des hier bearbeiteten Bildes

Die Einsiedler, die sich nach dem Vorbild des Propheten Elija auf dem Berg Karmel im Heiligen Land niedergelassen hatten und aus welchen schließlich der Karmeliterorden entstand, verehren Maria unter dem Titel Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, nachdem sie dem seligen Simon Stock, dem Ordensgeneral der Karmeliten erschienen war und ihm das Skapulier überreicht hatte mit dem Versprechen, daß jeder, der dieses ihr Kleid trage, unter ihrem besonderen Schutz stehe. Das Karmelfest wird daher auch als Skapulierfest bezeichnet. Typologisch wird die kleine Wolke, die der Diener des Propheten Elija nach 1 Könige 18,44 vom Berge Karmel aus aus dem Meer aufsteigen sah und die endlich den langersehnten Regen brachte, als Vorausbild der Muttergottes betrachtet, weil sie der Welt den Heiland brachte, der nach den Worten von Psalm 72,6 wie Regen auf die Felder herabströmen soll und dessen Kommen in Adventsliedern wie „Rorate, caeli, desuper“ mit Worten wie „Tauet, Himmel, den Gerechten, Wolken, regnet ihn herab“, erfleht wird. In der Ikonographie wird Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel daher gern auf einer Wolke stehend oder thronend gezeigt, oft mit einem brauen Karmelitenhabit und wollweißem Umhang bekleidet (in Spanien allerdings auch manchmal mit einem andersfarbigen Gewand und blauem, sternenverziertem Mantel oder Schleier), meist mit weißem Schleier und Krone und in der Regel mit dem Kind auf dem Arm oder dem Schoß, das üblicherweise wie sie selbst ein kleines braunes Skapulier in der Hand hält.

Karmelfest – Blume Karmels, schöner Weinberg

Karmelfest – Küßt, umfasset mit Begierde

Karmelfest – O Königin des Skapulier

Karmelfest – O Maria, Trost der Erde

Karmelfest – Sei gegrüßt zu tausend Malen

Karmelfest – Wenn der böse Feind sich reget

Portiuncula (2. August)

Fassade der Portiunculakapelle in Assisi. Bildquelle

Portiuncula – Dein‘ Kirch‘ von Portiuncula

Portiuncula – Maria, uns’re Mittlerin und Mutter der Genaden

Maria Schnee (5. August)

Statue von Maria Schnee. Bildquelle

Maria Schnee – Dir Jungfrau, rein, sei Lob und Preis

Maria Schnee – Gedeon, was du begehret

Maria Schnee – Heil’ge Mutter, deinen Kindern

Maria Schnee – Mutter Gottes, dich zu loben

Mariä Reinheit

Madonna mit der Lilie als Zeichen der Reinheit. Bildquelle

Mariä Reinheit – Der Jungfrau’n Hüterin

Mariä Reinheit – O glänzender Stern

Mariä Schutz

Schutzmatelmadonna in der Wallfahrtskirche Weihenlinden

Mariä Schutz – Beschütz uns, Jungfrau, du hohe

Mariä Schutz – Festlich preisen alle Zungen

Mariä Erwartung (18. Dezember)

Mariä Erwartung – Maria denkt der Worte, die Gabriel ihr sprach

Mariä Erwartung – O mein Gott und mein Herr

Lieder zur Lauretanischen Litanei und den marianischen Ehrentiteln

Der Gedenktag Unserer Lieben Frau von Loreto, der von Papst Franziskus im Jahre 2019 auf die gesamte lateinische Kirche ausgedehnt wurde, erinnert an die Übertragung des Hauses Marias beziehungsweise der Heiligen Familie, welches sie in Nazareth bewohnte, in die Stadt Loreto in Italien, wohin es der Überlieferung nach in der Nacht vom 9. auf den 10. Dezember 1294 von Engeln gebracht wurde, auch wenn prosaischere Zeitgenossen annehmen, es sei die byzantinische Familie der Angeloi (angelos/ἄγγελος, Plural angeloi/ἄγγελοι, ist das griechische Wort für „Engel“) gewesen, die das heilige Haus vor den islamischen Invasoren im Heiligen Land in Sicherheit brachte und es Stein für Stein auf ein Schiff verladen und in Loreto wieder aufbauen ließ. Dabei wäre allerdings erstaunlich, daß dieser Aufbau buchstäblich über Nacht geschehen sein sollte und in Loreto, wie archäologische Untersuchungen gezeigt haben, auch keinerlei Fundament für das Haus gelegt wurde, sondern dieses mitten auf einer Straße, von der zuvor noch nicht einmal das Unkraut entfernt, sondern einfach mit überbaut wurde, wiedererrichtet wurde.

Jedenfalls wurde aus dem Tagesgebet, welches im Birgittinischen Brevier noch in der Auflage von 1908 mit den Worten

„Deus, qui Beatae Mariae Virginis Domum per Incarnati Verbi mysterium misericorditer consecrasti, eamque in sinu Ecclesiae tuae mirabiliter collocasti: concede; ut, segregati a tabernaculis peccatorum, digni efficiamur habitatores Domus sanctae tuae.“ 

also

„Gott, der du das Haus der Seligen Jungfrau Maria durch das Geheimnis des inkarnierten Wortes barmherzig geheiligt und es wunderbar im Schoß deiner Kirche plaziert hast: gewähre, daß wir, abgesondert von den Zelten der Sünder, zu würdigen Bewohner deines heiligen Hauses gemacht werden.“

auf die wunderbaren Umstände, unter denen das Heilige Haus nach dem Verlust des Heiligen Landes wieder in den Besitz der Kirche kam, verwies, jeder Hinweis auf diese Umstände getilgt, so daß es jetzt nur noch lautet:

„Deus, qui promissa Patribus adimplens beatam Virginem Mariam elegisti, ut Mater fieret Salvatoris, concede nobis illius exempla sectari, cuius humilitas tibi placuit, et obodientia nobis profuit.“

also

„Gott, der du, die Verheißungen an die Väter erfüllend, die selige Jungfrau Maria erwählt hast, daß sie die Mutter des Erlösers werde, gewähre uns, den Beispielen jener [Jungfrau] zu folgen, deren Demut dir gefallen und deren Gehorsam uns genutzt hat.“

Beide Fassungen weisen jedoch darauf hin, was dieses Haus so besonders macht: Es war der Ort, an dem das Wort Gottes Fleisch wurde, der Ort, an dem Gott erstmals leibhaftig auf diese Erde kam, und wenn schon der Ort, an dem er sich dem Mose nur geistig in einem brennenden Dornbusch zeigte, so heilig war, daß Mose dort die Schuhe ausziehen sollte (Exodus 3,5), dann ist dieses Haus, in dem er auch nach seiner Geburt in Bethlehem und der anschließenden Flucht nach Ägypten für fast drei Jahrzehnte lebte, natürlich erst recht heilig.

Marienbildnis im Stile Unserer Lieben Frau von Loreto im Kloster Altomünster

Man könnte hier noch viele schöne Überlegungen zum fleischgewordenen Wort Gottes, das unter uns gewohnt hat (Johannes 1,14) zur Wohnung Gottes unter den Menschen (Offenbarung 21,3), zur Weisheit, die sich ihr Haus gebaut hat (Sprichwörter 9,1), oder dazu, daß es besser ist, im Haus Gottes an der Schwelle zu stehen, als in den Zelten der Frevler wohnen (Psalm 84,11), anstellen, aber da es kaum Lieder speziell zu diesem Gedenktag gibt und sich aufgrund seiner Verbindung zum Geheimnis der Menschwerdung und seiner Lage in der Adventszeit die Lieder zum Fest Mariä Verkündigung für die Feier dieses Tages anbieten, wollen wir diesen Tag, an dem sich genau heuer, im Jahre 2025, die Erscheinung Unserer Lieben Frau von Fatima  vor Lucia dos Santos in Pontevedra, in der sie um die Verbreitung der Andacht zu ihrem Unbefleckten Herzen bat, zum hundertsten Male jährt, nutzen, um Maria, zu deren Lob man nach dem geflügelten Wort „De Maria numquam satis“ ohnehin nie genug sagen kann, mit einigen Liedern zur Lauretanischen Litanei, die nach dem Wallfahrtsort Loreto benannt ist und einige ihrer schönsten Ehrentitel entfällt, zu preisen.

Lauretanische Litanei I

Lauretanische Litanei II

Lauretanische Litanei III

Lauretanische Litanei IV

Lauretanische Litanei – Den ew’gen Vater preiset

Lauretanische Litanei – Gott Vater, wie auch Gott der Sohn

Lauretanische Litanei – O Gott Vater, dich erbarme

Lauretanische Litanei – O Herr, erbarm‘ dich unser

Lauretanische Litanei – O Vater, hoch im Himmelsthron

Lauretanische Litanei – Vater auf des Himmels Thron

Lauretanische Litanei – Vater ewig ungeboren

Lauretanische Litanei – Vater hoch im Himmelsthron

Auch einige andere Lieder rufen Maria mit einer ganzen Reihe ihrer Ehrentitel an:

marianische Ehrentitel – Du hehre Frau, der keine gleich

marianische Ehrentitel – O du Eine, o du Reine

marianische Ehrentitel – Weltwonne, Jesus und Maria

Wieder andere betrachten vor allem einen der aus der Lauretanischen Litanei bekannten Ehrentitel

Rosa Mystica – Du geheimnisvolle Rose, deren Duft die Welt erfüllt

Rosa Mystica – Du geheimnisvolle Rose, mit der Ehrfurcht heil’gem Beben

Rosa Mystica – Es blüht, den Engeln wohlbekannt

Rosa Mystica – Rose du, geheimnisvolle

Rosa Mystica – Uns geschenket, uns erblühet

Arche des Neuen Bundes – Liebe Christen, euch erfreuet

Heil der Kranken – Mit Sehnsucht will ich rufen

Heil der Kranken – O Maria, Heil der Kranken

Zuflucht der Sünder – Gott, der hieß die Wasserhaufen

Zuflucht der Sünder – Maria, o du Reine

Zuflucht der Sünder – O Maria, Mutter Gottes

Zuflucht der Sünder – O Zuflucht aller Sünder

Zuflucht der Sünder – Sieh uns, die wir freudenreich

Zuflucht der Sünder – Wehmut drücket uns darnieder

Trösterin der Betrübten – Maria, allzeit mein Trost

Trösterin der Betrübten – Maria, Jungfrau rein, mein Trösterin

Lieder zum Fest Mariä Opferung

Das Fest Mariä Opferung, welches in den orientalischen Kirchen auch „Mariä Tempelgang“ genannt wird und in den von der deutschen Bischofskonferenz verantworteten liturgischen Büchern mittlerweile die leider etwas unanschauliche Bezeichnung „Unsere Liebe Frau in Jerusalem“ erhalten hat, auch wenn das Meßbuch Johannes Pauls II. es weiterhin „In Praesentatione Beatae Mariae Virginis“, also „Zur Darstellung der seligen Jungfrau Maria“ nennt, ist wohl das Marienfest mit den meisten Bezügen zum Alten Bund. Da es im November gefeiert wird, der auf der Südhalbkugel im Frühling liegt, wird in einigen lateinamerikanischen Bistümern eine Entsprechung zu unseren Maiandachten in der Zeit vom Fest Mariä Opferung bis zum Oktavtag von Mariä Empfängnis, also bis zum 15. Dezember, gefeiert, weil, wie wir bei den Liedern zur Maiandacht dargelegt haben, der Frühling mit seiner Blütenpracht in vielerlei Weise auf Maria bezogen werden kann.

Festinhalt ist der im Protevangelium des Jakobus und anderen nichtkanonischen Schriften wie etwa dem Libellus de Nativitate Sanctae Mariae (in deutscher Übersetzung bezeichnet als „Evangelium von der Geburt der Maria“) überlieferte mehrjährige Aufenthalt der Gottesmutter im Jerusalemer Tempel, genauer gesagt, dessen Beginn. Wie wir bereits bei den Liedern zu Mariä Geburt geschildert haben, waren Marias Eltern Joachim und Anna lange Zeit kinderlos, und als Anna endlich von einem Engel die ersehnte Geburt eines Kindes angekündigt wurde, legte sie sofort das Gelübde ab, dieses Kind Gott zu weihen. Ähnlich wie die Mutter Simsons, der von einem Engel auferlegt worden war, bereits während der Schwangerschaft alles zu meiden, was ihr Kind verunreinigen konnte (Buch der Richter 13,4), war Anna sorgfältig darauf bedacht, alles Unreine von Maria fernzuhalten, und ließ daher sogar ein kleines Heiligtum in ihrem Haus errichten, das ihrer Tochter als Wiege und Laufstall diente, damit sie nicht einmal den Boden berührte.

Als Maria drei Jahre alt geworden und von der Mutterbrust entwöhnt war, ließen ihre Eltern unbefleckte Jungfrauen mit Fackeln kommen, um Maria in den Tempel zu führen. Dort wurde sie vom Priester in Empfang genommen, der sie küßte, segnete, über sie prophezeite, daß Gott an ihr die Erlösung der Kinder Israel offenbar werden lasse, und sie auf die dritte Stufe des Altars stellte, wo Gott seine Gnade über sie ausgoß, so daß sie vor Freude zu tanzen begann, während der Libellus de Nativitate Sanctae Mariae die Szene so beschreibt, daß Joachim und Anna ihre Tochter auf eine der 15 Stufen, die zum Tempel hinaufführten, setzten, worauf sie ganz alleine und ohne sich auch nur nach ihren Eltern umzusehen die gesamte Treppe erklomm. Maria blieb daraufhin im Tempel, wo sie mit anderen Tempeljungfrauen erzogen wurde, ihre Nahrung aus der Hand von Engeln empfing und Gott beständig im Tempel diente, bis sie nach ihrer Verlobung mit Joseph das Heiligtum verlassen mußte.

Die Geschichte von der Geburt der Maria und der Kindheit des Heilandes, die von dem Handschriftenforscher Konstantin von Tischendorf den Namen „Pseudo-Matthäus-Evangelium“ erhielt, schildert darüber hinaus in aller Breite Marias Kunstfertigkeit in weiblichen Handarbeiten, ihren Gebetseifer, ihre Vortrefflichkeit in allen Tugenden, ihr mustergültiges Betragen gegen jedermann, ihre Sorge für ihre Nächsten bis hin zu Wunderheilungen, ihren vertrauten Umgang mit Engeln und ihren mit Vorbildern von Abel bis Elias begründeten Entschluß, auf immer jungfräulich leben zu wollen – eine Reihe von Themen, die auch in einigen der folgenden Lieder aufgegriffen werden.

Mariä Opferung – An der frommen Eltern Seite

Mariä Opferung – Du tratst in den Tempel mit tanzendem Schritt

Mariä Opferung – Du, Zions Tempel, öffne dich

Mariä Opferung – Gar niemals hat den Tag die Sonn‘

Mariä Opferung – Geführt zum Tempel ward

Mariä Opferung – Gegrüßt seist du, o heilig’s Kind

Mariä Opferung – Gott, von dem wir alles haben

Mariä Opferung – Hoch tue dich auf, Jerusalems Tor

Mariä Opferung – Ihr alten Opfer, weichet

Mariä Opferung – Ihr frommen Christen, kommet her

Mariä Opferung – Ihr frommen Christen, kommt und seht

Mariä Opferung – Liebes Kind, bereite dich, heut‘ mit mir zu gehen

Mariä Opferung – Maria eilt zum Tempel hin

Mariä Opferung – Maria jung und zart (Münster)

Mariä Opferung – Maria jung und zart (Muttergottesrosen)

Mariä Opferung – Maria jung und zart (Pörtner)

Mariä Opferung – Maria jung und zart (Wolgadeutsch)

Mariä Opferung – Maria trat noch klein

Mariä Opferung – Nach Sions Höh’n zieht heute hin

Mariä Opferung – Nun eilt herbei in schöner Reih

Mariä Opferung – Nun tret’t herbei in schöner Reih‘ (Straßburg)

Mariä Opferung – Nun tret’t herbei in schöner Reih‘ (Wolgadeutsch)

Mariä Opferung – O Jungfrau, wie viel Tugendlehr‘

Mariä Opferung – O Maria, laß uns preisen

Mariä Opferung – O öffne dich, des Tempels Pforte

Mariä Opferung – Seht auf die frömmste Tochter hin

Mariä Opferung – Seht heut‘ Mariam an

Mariä Opferung – Seht, ein Beispiel wahrer Tugend

Mariä Opferung – Sie steiget in den Tempel

Mariä Opferung – Staunt, Sterbliche, seht hold und schön

Mariä Opferung – Tempel Sions, deine Pforte

Mariä Opferung – Vom Himmelssaal kommt allzumal

Mariä Opferung – Welch ein Beispiel wahrer Tugend

Mariä Opferung – Wie ist der Fürstentochter Gang so schön

Anmerkung: Einige dieser Lieder, die wir ohne Melodien vorgefunden haben, haben wir mit eigenen Melodien versehen. Diese dürfen gerne zur Ehre Gottes kostenfrei verwendet und gesungen werden, aber bitte nicht mit einem anderen, weltlichen oder unkatholischen, Text unterlegt werden.

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Lieder zum Rosenkranzfest

Nach dem Marienmonat Mai, in dem die allerseligste Jungfrau mit Maiandachten geehrt wird, ist der Rosenkranzmonat Oktober der zweite ihr geweihte Monat, in dem vor allem das Gebet des Rosenkranzes gepflegt werden soll, zu welchem allein der unmittelbare Namensvorgänger unseres derzeitigen Heiligen Vaters, Papst Leo XIII., über ein Dutzend Enzykliken verfaßt hat. Die Wurzeln dieses Gebetes sind freilich weitaus älter, ja in Teilen sogar älter als das Christentum, denn es besteht hauptsächlich aus den Worten des Ave Maria, die bereits der Erzengel Gabriel bei der Verkündigung an Maria und die heilige Elisabeth bei der Heimsuchung Mariä gesprochen haben. Doch auch die Praxis, eine bestimmte Anzahl von Gebeten zu sprechen und sie durch Perlen, Körner oder Steinchen zu zählen, geht schon auf die Antike zurück. So pflegte der heilige Paulus von Pherme, einer der ägyptischen Wüstenväter, jeden Tag dreihundert Steinchen aufzusammeln und danach bei jedem der dreihundert Gebete, die sein tägliches Gebetspensum bildeten, ein Steinchen wegzuwerfen.

Schon bei den frühen Mönchen war es jedoch üblich, vor allem die Psalmen zu beten und zwar alle 150 an einem Tag statt wie später jahrhundertelang in einer Woche bzw. seit der Liturgiereform über einen Zeitraum von vier Wochen hinweg. Für gläubige Laien, denen die Zeit, ein Brevier, die Lesefähigkeit oder die Gedächtniskapazität zum Auswendiglernen der Psalmen fehlten, wurde der Rosenkranz mit 150 Ave Marias zum Ersatz für das Psalmengebet, weswegen eigentlich dieser heute sogenannte „Große Psalter“ das ursprünglichere Rosenkranzgebet war. Diese langen Rosenkranzketten mit 15 Gesätzen findet man heute meist nur noch an den Gürteln mancher Ordensleute (nicht bei uns, denn bei uns hat der Rosenkranz sechs Gesätze, weil das zusammen mit den drei Ave Marias in der Einleitung, die für die Erlangung der drei theologischen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe gebetet werden, die Zahl 63 ergibt, was nach den der heiligen Birgitta zuteil gewordenen Offenbarungen der Zahl der Lebensjahre der Muttergottes entspricht, da diese 15 Jahre vor der Empfängnis ihres göttlichen Sohnes, während der 33 Jahre seines irdischen Lebens und 15 weitere Jahre nach seiner Himmelfahrt lebte), während sich landläufig die Version mit fünf Gesätzen durchgesetzt hat. Noch vor kaum mehr als hundert Jahren bezeichnete Unsere Liebe Frau von Fatima das Beten von 50 Ave Marias allerdings als „ein Drittel“ des Rosenkranzes.

Die allerseligste Jungfrau hat den Gläubigen das Beten des Rosenkranzes auch nicht erst seit ihren Erscheinungen in Fatima, wo sie es als Mittel zur Erlangung des Friedens für die Welt empfahl, ans Herz gelegt, sondern schon dem heiligen Dominikus gab sie den Rosenkranz als Waffe im Kampf gegen die Irrlehren und für die Bekehrung und Rettung der Seelen. Seither haben unzählige Diener Gottes und der Kirche ihm empfohlen, wie zum Beispiel der heilige Pater Pio von Pietrelcina, der ihn als Waffe gegen die Übel unserer Zeit bezeichnete. Vor allem Exorzisten berichten von seiner großen Macht gegen das Böse und Erfolge wie der des Rosenkranzsühnekreuzzugs von Pater Petrus Pavliček, mit dem Österreich schon 1955 von kommunistischer Besatzung befreit werden konnte, belegen dies eindrucksvoll.

Dieser großen Wirksamkeit gegen jede Art von Gefahren, die die Christenheit bedrohen, verdanken wir schließlich auch das heutige Fest, denn wie das Fest Mariä Namen nach der Rettung Wiens am 12. September 1683, so fand auch das Fest der allerseligsten Jungfrau Maria vom Rosenkranz nach durch das Rosenkranzgebet ganzer Völker herbeigeflehten großen Erfolgen bei der Abwehr der Türkengefahr Eingang in den liturgischen Kalender. Es wurde nach der Schlacht bei Lepanto unter Führung von Don Juan de Austria am 7. Oktober 1571 von Papst Gregor XIII. zunächst für alle Kirchen, in denen sich ein Rosenkranzaltar befand, eingeführt und nach der Schlacht bei Peterwardein unter dem Befehl von Prinz Eugen von Savoyen am 5. August (also am Fest Mariä Schnee) 1716 von Papst Clemens XI. auf die ganze Kirche ausgedehnt. Wegen des Sieges in der Seeschlacht von Lepanto findet sich bisweilen auch der Titel „Unsere Liebe Frau vom Sieg“ sowohl als Name des Festes als auch als Anrufung Marias.

Weitaus verbreiteter sind aber die Bezeichnungen „Rosenkranzfest“ und „Königin des heiligen Rosenkranzes“, die auch in die Lauretanische Litanei aufgenommen wurde, oder kurz „Rosenkranzkönigin“. Über den Bezug der Muttergottes zur Rose haben wir in den Liedern zur Maiandacht bereits geschrieben, so daß es nahelag, nachdem die Gebetsschnur für die Zählung der Gebete allein schon durch ihre Form an einen Kranz erinnert, von einem Rosenkranz zu sprechen. Die einzelnen Perlen bzw. Gebete werden dabei im übertragenen Sinn als Blumen verstanden, die Maria überreicht werden, um sie zu ehren und zu erfreuen. Weil es im klassischen Rosenkranz die freudreichen, schmerzhaften und glorreichen Geheimnisse gibt, werden diesen verschiedene Farben zugeordnet, nämlich weiß, was zugleich die liturgische Farbe für Weihnachten und für Marienfeste ist, dem freudreichen Rosenkranz, rot, was zugleich die liturgische Farbe vor allem für Feste ist, die mit dem Leiden in Verbindung stehen, wie etwa alle Märtyrerfeste, aber auch die Herrenfeste Palmsonntag, Karfreitag, Kostbares Blut und Kreuzerhöhung, dem schmerzhaften Rosenkranz und gold/gelb, was vor allem an Ostern als Variante der liturgische Farbe weiß zum Einsatz kommt, für die glorreichen Geheimnisse. In manchen der folgenden Lieder steht allerdings die Farbe (himmel)blau für die glorreichen Geheimnisse, die an Marienfesten die liturgische Farbe weiß vertreten darf. Das häufigere ist jedoch die Farbtrias weiß – rot – goldgelb, die auch in Darstellungen Marias als Rosa mystica mit drei Rosen in den genannten Farben an ihrer Brust begegnet.

Rosenkranz – Auf, auf, Gott und Mariä singt

Rosenkranz – Auf, ihr Christen allzumal

Rosenkranz – Der gold’ne Rosenkranz, besetzt mit Perlen ganz

Rosenkranz – Der güld’ne Rosenkranz, geziert mit Perlen ganz

Rosenkranz – Der heiligsten Dreieinigkeit

Rosenkranz – Der Rosenkranz von Gold

Rosenkranz – Ehr‘ sei dem Vater und dem Sohn

Rosenkranz – Es glänzet kein Licht im Sternensaal

Rosenkranz – Es glänzt ein Licht im Sternensaal

Rosenkranz – Es glänzt kein Licht im Sternensaal

Rosenkranz – Ich weiß ein schön’s Lustgärtelein

Rosenkranz – Kommt heran von nah und ferne

Rosenkranz – Kommt, ihr Christen, allzumal

Rosenkranz – Laßt uns besingen heute

Rosenkranz – Litanei von den fünfzehn Geheimnissen

Rosenkranz – Maria, deren Liebe

Rosenkranz – Nimm hin, o Jungfrau hochgeehrt

Rosenkranz – Rosenkranzkönigin, Jungfrau der Gnade

Rosenkranz – Sei gegrüßt, o Gnadensonne

Rosenkranz – Sieggekrönte Königin

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Lieder zum Fest Mariä Schmerzen

Genau eine Woche nach dem freudvollen Fest Mariä Geburt feiern wir das Gedächtnis der Schmerzen Mariä, welches uns daran erinnert, daß das Leben der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter trotz der vielen freudigen Ereignisse, die wir in all den anderen Marienfesten begehen, auch großes Leid und Schmerz kannte, obwohl sie, da sie niemals nur die kleinste Sünde beging, nichts davon verdiente und dessen auch nicht nach der Lebensweisheit, wonach Not beten lehrt, bedurfte. Wie aber ihr Sohn freiwillig das Erlöserleiden auf sich nahm, so nahm auch Maria freiwillig in aller Demut und Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes an diesem Leiden teil und dies in einer Intensität, daß sie bereits seit dem Mittelalter bisweilen auch als „Miterlöserin“ bezeichnet wird. Dies ist freilich keinesfalls in dem Sinne zu verstehen, daß ihr göttlicher Sohn uns nicht auch allein hätte erlösen können und tatsächlich erlöst hat. Auch die Erbsünde wäre ja auch dann über uns alle gekommen, wenn nur einer unserer Stammeltern im Paradies gesündigt hätte. Da aber sowohl der alte Adam als auch die erste Eva durch ihre Sünde das Unheil über uns alle gebracht haben, war es angemessen, daß zusammen mit dem neuen Adam (also Christus, vergleiche 1. Korintherbrief 15,22.45) auch die neue Eva (als die Maria gilt, wie wir bereits bei den Liedern zur Maiandacht erwähnt haben) durch ihr freiwilliges Leiden dafür Sühne leistet und uns das Heil bringt.

Maria wurde zwar ebenfalls durch Christi Leiden erlöst, da ihr der besondere Gnadenvorzug der unbefleckten Empfängnis im Hinblick auf seine künftigen Verdienste am Kreuz gewährt wurde, aber sie hat, da sie Gottes Gebote niemals auch nur im geringsten übertreten hat, durch keinerlei eigene Sünde zu seinen Leiden beigetragen, ganz anders als wir. Das sollten wir uns vor Augen halten, wenn wir daran denken, daß es gerade unter dem Kreuz war, wo Maria, als der Heiland ihr seinen Lieblingsjünger als Sohn anvertraute, auch unsere Mutter wurde: Sie nahm uns gerade in dem Augenblick, in dem sie sehen mußte, welch gräßliches Leid wir durch unsere Sünden, für die er zu Tode gefoltert wurde, ihrem einzigen, innigst geliebten Sohn zufügten, dennoch voller Liebe als ihre Kinder an. Es wird insofern auch davon gesprochen, daß Maria, die ihren leiblichen Sohn einst ohne Schmerzen geboren hatte, weil der auf Eva liegende Fluch, unter Schmerzen gebären zu müssen, sie wegen ihrer unbefleckten Empfängnis nicht treffen konnte, uns als ihre geistlichen Kinder unter umso größeren Schmerzen geboren hat.

Als Schmerzensmutter unter dem Kreuz wird Maria von den Gläubigen vor allem in eigenem Leid angerufen, weil sie selbst diese Erfahrung des Leids gemacht hat und insofern gerade den Leidenden besonders nahe ist. Bevor die Liturgiereform die beiden Feste zusammenlegte, gab es noch ein weiteres Fest, das den Namen „Mariä Mitleiden“ trug und am Freitag vor dem Karfreitag, der darum auch als „Schmerzensfreitag“ bezeichnet wurde, gefeiert wurde. Dieser Tag hat, abgesehen von der generellen Bedeutung von Mariä Schmerzen für den Birgittenorden, die wir hier bereits einmal erwähnt hatten, gerade für unser Kloster noch eine weitere Bedeutung dadurch erlangt, daß am Schmerzensfreitag des Jahres 1842, damals ein 18. März, unser Kloster Altomünster 39 Jahre nach der Auflösung der Säkularisation wiedereröffnet werden durfte. Das Leiden Marias unter dem Kreuz war nämlich ein reines Mitleiden, da ihr selbst kein körperliches Leid zugefügt wurde, sondern ihr Schmerz ausschließlich seelischer Art war, dabei aber ein solches Ausmaß erreichte, daß er, wie wir bereits bei den Liedern zum Fest Mariä Himmelfahrt erwähnt haben, sämtliche Todesschmerzen umfaßte. Dieses Mitleiden Marias gilt ausweislich der Festliturgie, in welcher der Ruf vor dem Evangelium „Halleluja. Halleluja. Selig bist du, Jungfrau Maria! Ohne den Tod zu erleiden, hast du die Palme des Martyriums verdient unter dem Kreuz des Herrn. Halleluja.“ lautet, als ein unblutiges Martyrium und Maria trägt unter anderem deswegen auch den Titel „Königin der Märtyrer“.

Bei der Kreuzigung Jesu erfüllte sich die Weissagungen Simeons bei der Darstellung des Herrn im Tempel, daß ihr ein Schwert durch die Seele dringen werde, was, wie wir bereits bei den Liedern zum Fest des unbefleckten Herzens Mariä kurz angerissen haben, in der Regel als Schwert durch ihr Herz dargestellt wird, oft aber auch als sieben Schwerter, weil insgesamt sieben Schmerzen Mariens verehrt werden. In den folgenden Liedern ist daher teilweise auch von einem „siebenfachen Schwert“ die Rede.

Mariä Schmerzen – Als blutend unsers Heiles Quelle

Mariä Schmerzen – Als Jesus sich zum Opfer gab

Mariä Schmerzen – Am Kreuze als Verbrecher

Mariä Schmerzen – Betrübte Jungfrau, ach, was mußt

Mariä Schmerzen – Blickt, Sünder, hin auf jenes Bild

Mariä Schmerzen – Das bittre Leiden fängt jetzt an

Mariä Schmerzen – Dort, als die Jungfrau Gott gebar

Mariä Schmerzen – Du hattest keinen Schmerz gefühlet

Mariä Schmerzen – Du, Mutter, stehst am Kreuz und flehst

Mariä Schmerzen – Flieh, schwarze Nacht, vom Firmament

Mariä Schmerzen – Himmelsfürstin, sei gegrüßet

Mariä Schmerzen – Ihr, die ihr an mir, der in Qualen Versenkten

Mariä Schmerzen – In wie bittern Qualen zittern

Mariä Schmerzen – Maria ging mit Schmerzen

Mariä Schmerzen – Maria, Maria, ach weh, das höchste Gut

Mariä Schmerzen – Mit was Trauern und Bedauern (Engelsharfe)

Mariä Schmerzen – Mit was Trauern und Bedauern (fränkisch)

Mariä Schmerzen – Mit was Trauern und Bedauern (Pörtner)

Mariä Schmerzen – Mit was Trauern und Bedauern (Sankt Gallen)

Mariä Schmerzen – Mutter der Schmerzen, Mutter der Liebe

Mariä Schmerzen – O Gott der höchsten Gütigkeit

Mariä Schmerzen – O Herz, o du betrübtes Herz

Mariä Schmerzen – O Herz, o tiefbetrübtes Herz

Mariä Schmerzen – O höchste Gnadenfrau

Mariä Schmerzen – O Jesus, welche Qual

Mariä Schmerzen – O Jungfrau, welche Tränenflut

Mariä Schmerzen – O Jungfrau, welcher Tränenbach

Mariä Schmerzen – O Maria voll der Schmerzen

Mariä Schmerzen – O Mutter Gottes, hochgeliebt

Mariä Schmerzen – O Mutter, o du tiefbetrübte

Mariä Schmerzen – O Mutter, voll der Schmerzen

Mariä Schmerzen – O wer kann die Tränen fassen

Mariä Schmerzen – Schmerzenreiche, tränenreiche

Mariä Schmerzen – Seht, die Sonne, wenn sie scheidet

Mariä Schmerzen – Sei gegrüßet, voller Schmerzen

Mariä Schmerzen – Sie ruht am Fuß des Kreuzes

Mariä Schmerzen – Sünder, komm und schau die Schmerzen

Mariä Schmerzen – Töchter Sions, kommt und weinet (Engelsharfe)

Mariä Schmerzen – Töchter Sions, kommt und weinet (Ratibor)

Mariä Schmerzen – Töchter Sions, kommt und weinet (Untermarchthal)

Mariä Schmerzen – Träge Christen, brecht den Schlummer

Mariä Schmerzen – Tränen fließet und ergießet

Mariä Schmerzen – Was hast du im Herzen

Mariä Schmerzen – Welch ein Trauern und Bedauern

Mariä Schmerzen – Welch ein Trauern, welch Bedauern

Mariä Schmerzen – Welche schauervolle Trauer

Mariä Schmerzen – Welche Ström‘ sah man dich weinen

Mariä Schmerzen – Wer kann deine bittren Zähren

Mariä Schmerzen – Wer soll sein so hart von Herzen (Bone)

Mariä Schmerzen – Wer soll sein so hart von Herzen (Eichsfeld)

Mariä Schmerzen – Zu einem Bildnis voll der Gnade

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Lieder zum Fest Mariä Namen

Das Fest Mariä Namen, das nach der Rettung Wiens vor der Türkengefahr am 12. September 1683 vom seligen Papst Innozenz XI. für die ganze Kirche eingeführt und zunächst sogar auf einen Sonntag (nämlich den Sonntag innerhalb der mittlerweile abgeschafften Oktav des Festes Mariä Geburt) gelegt wurde, hat, wie schon das Fest des unbefleckten Herzens Mariä, das Fest Mariä Himmelfahrt und das Fest Maria Königin eine Parallele zu einem Herrenfest, dem ursprünglich am Sonntag zwischen dem 1. Januar (Oktavtag von Weihnachten) und dem 6. Januar (Hochfest der Erscheinung des Herrn) gefeierten und inzwischen auf den 3. Januar verlegten Fest des allerheiligsten Namens Jesu. Denn auch wenn uns Menschen nach dem Wort des heiligen Apostels Petrus in Apostelgeschichte 4,12 kein anderer Name unter dem Himmel gegeben ist, durch den wir gerettet werden sollen, als der Name Jesu, so ist doch der Name gerade im biblisch-christlichen Verständnis viel mehr als einfach nur eine Bezeichnung, um ein Individuum von einem anderen unterscheiden zu können, wie es bei den Römern der Fall gewesen zu sein scheint, die ihre nachgeborenen Söhne oft einfach nur durchnumerierten, wie die langen Listen von noch im Heidentum geborenen frühchristlichen Märtyrern namens Secund(in)us, Tertius, Quartus, Qin(c)tus, Sextus/Sixtus und Septim(in)us belegen.

Bevor sich in der jüngeren Vergangenheit die Feier des Geburtstages immer mehr durchsetzte, nahm darum unter den privaten Familienfeiertagen der Namenstag den ersten Rang ein, weit vor anderen wie dem Hochzeitstag oder dem Jahrestag der Verlobung oder des ersten Kennenlernens. Das hat auch damit zu tun, daß die Namensgebung eng mit der Taufe verknüpft ist, weswegen der Vorname bisweilen auch als Taufname bezeichnet wird, vor allem dort, wo es um die Abgrenzung zu einem später angenommenen weiteren Namen, etwa dem Firmnamen, vor allem aber dem Ordens- oder Papstnamen, geht.

Schon im Alten Bund kam nicht nur dem Gottesnamen, dessen Ausrufung über dem Tempel für dessen Heiligkeit so konstitutiv wurde, daß er auch einfach als „das Haus, über dem dein [also Gottes] Name ausgerufen ist,“ (Baruch 2,26) bezeichnet werden konnte, sondern auch den Namen der Menschen große Bedeutung zu. Menschen, die von Gott besonders auserwählt wurden, bekamen von ihm einen neuen Namen. So wurde aus Abram, als Gott einen Bund mit ihm schloß, Abraham (Genesis 17,5) und aus seiner Frau Sarai wurde Sara (Genesis 17,15). Sein Enkel Jakob bekam, nachdem er sich im Kampf mit einem Engel dessen Segen ertrotzt hatte, den Namen Israel (Genesis 32,29). Die Propheten Jesaja (Jesaja 8,3) und Hosea (Hosea 1,4ff) erhielten von Gott Anweisung, welche sprechenden Namen sie ihren Kindern geben sollten, und wenn ein Mann kinderlos starb, so sollte nach dem Gesetz der Leviratsehe sein Bruder die Witwe heiraten und mit ihr einen Sohn zeugen, der den Namen des Verstorbenen weiterführen sollte, damit dieser Name nicht erlosch (Deuteronomium 25,6f). Jemandes Namen zu nennen wurde zum Ausdruck einer besonders innigen Beziehung und, wenn dies durch Gott geschah, zum Zeichen der Erwählung und Errettung, sei es die Verleihung einer besonderen Fähigkeit wie beim Kunsthandwerker Bezalel, von dem es heißt: „Seht, der Herr hat Bezalel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, beim Namen gerufen und ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, mit Weisheit, Klugheit und Kenntnis für jegliche Arbeit“ (Exodus 35,30ff), sei es durch Schutz vor jeder Art von Gefahren, wenn Gott durch seinen Propheten ausrichten läßt: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir. Wenn du durchs Wasser schreitest, bin ich bei dir, wenn durch Ströme, dann reißen sie dich nicht fort. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt, keine Flamme wird dich verbrennen.“ (Jesaja 43,1f).

Im Neuen Testament finden wir dann den Auftrag des Engels an Josef, dem Sohn Marias den Namen Jesus zu geben (Matthäus 1,21), und an Zacharias, seinen Sohn Johannes zu nennen (Lukas 1,13), sowie die Umbenennung der beiden Apostelfürsten, die an Stelle ihrer ursprünglichen Namen Simon und Saulus die Namen Petrus und Paulus erhielten. Angesichts dieser großen Bedeutung von Namen verwundert es nicht, daß Lukas auch den Namen der Mutter Jesu besonders hervorhebt, indem er ihm, anders als ihrem Wohnort und ihrem Verlobten, die er nur mit dem Adverb „namens“ einführt, einen ganzen Satz widmet, wenn er seinen Bericht von der Verkündigung des Herrn an Maria mit den Worten einleitet: „Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.“ (Lukas 1,26f). Auch Gabriel rief Maria beim Namen („Fürchte dich nicht, Maria“, Lukas 1,30) und sein „Ave Maria“ wurde, vor allem auch durch den Rosenkranz, zu einem der wichtigsten Gebetsrufe der Christenheit. Ja, sogar der Name Maria allein kann zum Stoßgebet werden, wie auch ein Kind, wenn es in großer Angst, Not oder Gefahr ist, nichts weiter ruft als „Mutti“ oder „Mama“, damit die Mutter ihm rasch zu Hilfe eilt.

Tafel mit dem Namenszug Mariä und dem Aufruf, sie zu grüßen, bei der Wallfahrtskirche Klobenstein in Tirol

Ein beeindruckendes Beispiel hierfür liefert der Wallfahrtsort Klobenstein an der Tiroler Ache, wo vor der Gnadenkapelle ein riesiger Felsen liegt, durch den ein Riß von gerade ein wenig mehr als der Breite eines menschlichen Körpers geht. Er soll den Anlaß zur Errichtung der Wallfahrtskapelle gegeben haben, indem nämlich eine Frau, die dort ihres Weges ging, von einem plötzlich herabfallenden Felsen erschlagen zu werden drohte. Die überraschende und unmittelbar drohende Gefahr ließ keine Zeit für lange Gebete, doch auf den ebenso angsterfüllten wie vertrauensvollen Ausruf „Maria“ hin spaltete sich der Fels mitten entzwei, so daß die Frau sich unverletzt in der Mitte zwischen den beiden Hälften wiederfand. Auch wenn die Lage dieses gespaltenen Felsbrockens Zweifel daran aufkommen läßt, daß er wirklich erst seit dem Beginn der Wallfahrt vor etwa dreihundert Jahren dort liegt, so belegt diese Legende doch eindrucksvoll, welch große Kraft die Gläubigen dem Namen Mariä schon seit Jahrhunderten zusprechen und welch wunderbare Hilfe sie sich von seiner Anrufung erhoffen. Es verwundert daher nicht, daß eine ganze Reihe von Liedern den Namen der größten Helferin unter allen Heiligen zelebriert.

Mariä Namen – Dein Name, Maria, erfreuet das Herz

Mariä Namen – Dich, Maria, zu verehren (Elsaß)

Mariä Namen – Dich, Maria, zu verehren (Engelsharfe)

Mariä Namen – Dich, Maria, zu verehren (München)

Mariä Namen – Ein Name klingt wie Himmelslieder

Mariä Namen – Es klingt durch Erd‘ und Himmel

Mariä Namen – Es tönt ein süßer Namen

Mariä Namen – Festlich preisen alle Zungen (Elsaß)

Mariä Namen – Festlich preisen alle Zungen (München)

Mariä Namen – Ich weiß ein Wort voll Melodie (1883)

Mariä Namen – Ich weiß ein Wort voll Melodie (1890)

Mariä Namen – Laßt ihren Namen uns besingen

Mariä Namen – Maria ist ein schöner Nam‘

Mariä Namen – Maria wurde sie genannt

Mariä Namen – Maria, deine Ehren

Mariä Namen – Maria, deines Namens Klang

Mariä Namen – Maria, die Reine, demütig wie keine

Mariä Namen – Maria, Maria vielliebe

Mariä Namen – Maria, Maria, du übertriffst gar weit

Mariä Namen – Maria, Maria, Maria, dein Name, erfreuet das Herz

Mariä Namen – Maria, rein geboren, der Welt und Engel Freud‘

Mariä Namen – Maria, rein geboren

Mariä Namen – Maria, schöner Nam‘

Mariä Namen – Maria, wie im Engelchore

Mariä Namen – Maria, wir verehren den heil’gen Namen dein (Dreves)

Mariä Namen – Maria, wir verehren den heil’gen Namen dein (Münster)

Mariä Namen – Maria, wir verehren dich und den Namen dein (Köln)

Mariä Namen – Maria, wir verehren dich und den Namen dein (Mohr)

Mariä Namen – Maria, wir verehren dich und den Namen dein (Straßburg)

Mariä Namen – Mein Zuflucht alleine

Mariä Namen – Mein Zuflucht und Wehre

Mariä Namen – Meine Seele, sing und sage

Mariä Namen – Mit unserm Sang laßt uns Marias Namen feiern

Mariä Namen – Mutter, deinen Namen preisen

Mariä Namen – O Maria, deinen süßen Namen

Mariä Namen – O Maria, edler Nam‘

Mariä Namen – O Maria, o Name

Mariä Namen – O Maria, schöner Namen

Mariä Namen – O Maria, sei gegrüßet, gnadenvolle Gottesbraut

Mariä Namen – O Maria, voll der Gnade

Mariä Namen – Süß und lieblich tönt der Name

Mariä Namen – Wecket heut, ihr Engelzungen

Mariä Namen – Wie lieblich, o Maria, klingt

Anmerkung: Einige dieser Lieder, die wir ohne Melodien vorgefunden haben, haben wir mit eigenen Melodien versehen. Diese dürfen gerne zur Ehre Gottes kostenfrei verwendet und gesungen werden, aber bitte nicht mit einem anderen, weltlichen oder unkatholischen, Text unterlegt werden.

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Lieder zum Fest Mariä Geburt

Wie exakt neun Monate nach Mariä Verkündigung die Geburt Jesu Christi gefeiert wird, so wird auch genau neun Monate nach Mariä Empfängnis des Fest der Geburt Mariens gefeiert. Sie ist damit neben Johannes dem Täufer die einzige Heilige, bei der explizit der Geburtstag gefeiert wird, während sonst in der Regel nur der Todestag als Tag der Geburt für den Himmel gefeiert wird und daneben (oder stattdessen, wenn auf den Todestag bereits ein anderes Fest fällt, wie es etwa beim seligen Franz Jägerstätter der Fall ist, dessen Todestag am 9. August das Fest der heiligen Teresia Benedicta vom Kreuz ist) gegebenenfalls der Tauftag (so etwa bei unserem Regelvater, dem heiligen Augustinus, wo zumindest im Augustinerorden außer dem Hochfest des heiligen Augustinus am 28. August auch der Tag seiner Taufe in der Osternacht 387 am 24. April begangen wird, der früher sogar im Martyrologium Romanum verzeichnet war). Schließlich ist es bei allen in der Erbsünde geborenen Menschen erst die Wiedergeburt im Bad der Taufe, die sie zu Kindern Gottes macht. Die allerseligste Jungfrau Maria hingegen wurde dank ihrer unbefleckten Empfängnis schon im Stand der Gnade geboren und auch Johannes der Täufer war bereits bei seiner Geburt heilig, da er bei der Begegnung mit dem Heiland schon im Mutterleib geheiligt wurde, wie wir bei den Liedern zu Fest Mariä Heimsuchung dargelegt haben.

Daher feiern wir mit Recht den Tag, an dem erstmals überhaupt ein Mensch so geboren wurde, wie er im unverfälschten Ebenbild Gott geschaffen wurde, denn Adam und Eva, die als letzte Menschen vor Maria ohne Erbsünde ins Dasein traten, wurden ja nicht geboren, sondern unmittelbar von Gott erschaffen. Viele Lieder zu diesem Fest streichen daher das Ursprüngliche, Unverfälschte und Reine hervor, das uns in der Geburt der Gottesmutter begegnet, während Erzählendes rund um das Ereignis selbst, anders als bei den Liedern zu Mariä Verlobung oder den Liedern zu Mariä Opferung, nahezu vollständig fehlt, obwohl die selben apokryphen Quellen, die uns über diese Stationen im Leben Unserer Lieben Frau unterrichten, auch ihre Geburt und deren Vorgeschichte ausführlich behandeln.

So beginnt das Protevangelium des Jakobus damit, daß Joachim, der spätere Vater Marias, am „großen Tag des Herrn“, also vermutlich dem Versöhnungstag (wobei es interessant ist, daß dieser im Jahr 21 vor Christus, als König Herodes den Neubau des Tempels in Jerusalem begann, exakt auf den 8. September fiel), vielleicht aber auch am Fest der Tempelweihe, wie es in einer weiteren Überlieferung, dem Libellus de Nativitate Sanctae Mariae, heißt, ein Opfer darbringen wollte, um die Vergebung und das Erbarmen Gottes zu erlangen, ihm aber ein Mann aus dem Stamm Ruben mit der Behauptung entgegentrat, dies stünde ihm nicht zu, da er keine Nachkommen hervorgebracht habe. Joachim ging daher, nachdem er sich durch Nachforschungen vergewissert hatte, daß tatsächlich alle Gerechten im Volk Israel Nachkommen hinterlassen hatten, traurig in die Wüste, um dort vierzig Tage zu fasten und zu beten, derweil zuhause seine Frau Anna ebenfalls trauerte, weil sie nun nicht nur kinderlos, sondern auch noch von ihrem Mann getrennt war. In einem Augenblick besonders großer Niedergeschlagenheit erschien ihr im Garten ein Engel und kündigte ihr die Geburt eines Kindes an, das in aller Welt genannt werden würde, worauf sie sofort gelobte, dieses Kind für immer dem Dienst Gottes zu weihen. Auch Joachim wurde eine Engelserscheinung zuteil, die ihn veranlaßte, nach Hause zurückzukehren. Am Tor des Tempels von Jerusalem, wo Anna nach ihm Ausschau gehalten hatte, trafen die beiden aufeinander, was als Begegnung an der Goldenen Pforte in die Ikonographie eingegangen ist.

Die Begegnung der heiligen Anna und Joachim an der Goldenen Pforte  – Darstellung auf dem Flügelalter im Kapitelsaal des Klosters Altomünster
Die Begegnung der heiligen Anna und Joachim an der Goldenen Pforte – Darstellung auf dem Flügelalter im Kapitelsaal des Klosters Altomünster

Am nächsten Morgen konnte Joachim dann seine Opfergaben darbringen und sah dabei im Brustschild des Hohepriesters, der als Orakel diente, daß er gerechtfertigt war. Neun Monate darauf gebar Anna dann ihre Tochter und nannte sie Maria.

Manche der Lieder, die in einigen Gesangbüchern explizit für das Fest Mariä Geburt vorgesehen sind, haben mit dem Ereignis der Geburt selbst gar nichts zu tun, sie bieten aber gewissermaßen einen Ausblick auf das Leben, das Maria in der Welt, deren Licht sie am Tag ihrer Geburt erstmals erblickte, erwartete, während andere einen sehr starken Naturbezug aufweisen – so stark wie sonst nur noch die Lieder zur Maiandacht und die Lieder und die Lieder zu Mariä Heimsuchung – und alle Teile der Schöpfung auffordern, in die Freude über die Geburt der Gottesmutter einzustimmen.

Mariä Geburt – Auf, auf, es streichet die Morgenröt‘ herfür

Mariä Geburt – Augstmonat hat genommen hin

Mariä Geburt – Aus Sankt Annas frommem Schoße

Mariä Geburt – Ave Maria, du Himmelkönigin (Eichsfeld)

Mariä Geburt – Ave Maria, du Himmelkönigin

Mariä Geburt – Der Wurzel Jesse ist entsprossen

Mariä Geburt – Die Jungfrau auserkoren (Antwerpen)

Mariä Geburt – Die Jungfrau auserkoren (Bone)

Mariä Geburt – Die Jungfrau auserkoren (Köln)

Mariä Geburt – Die Jungfrau auserkoren (Mohr)

Mariä Geburt – Die Jungfrau auserkoren (Soest)

Mariä Geburt – Die Rose blüht in Unschuld auf

Mariä Geburt – Die schönste Blum, die allen Ruhm

Mariä Geburt – Die Schöpfung sah kein Ehepaar

Mariä Geburt – Die Sonn‘ steigt nicht so schön empor

Mariä Geburt – Die unbefleckt empfangen war

Mariä Geburt – Du bist gleich einem Morgenstern auf Erden aufgegangen (Breslau)

Mariä Geburt – Du bist gleich einem Morgenstern auf Erden aufgegangen (Engelsharfe)

Mariä Geburt – Du Morgenröte, die die Sonne

Mariä Geburt – Du, der Kirche Preis und Ehre

Mariä Geburt – Ein Geschlecht, dem Tode geweiht, war jenes (Konstanz)

Mariä Geburt – Ein Geschlecht, dem Tode geweiht, war jenes (München)

Mariä Geburt – Ein Kind ist uns gegeben

Mariä Geburt – Gegrüßet sei, du schönes Kind

Mariä Geburt – Gleich wie die lieb‘ Waldvögelein

Mariä Geburt – Horcht und hört die Botschaft an

Mariä Geburt – Im Himmel herrscht die höchste Freude

Mariä Geburt – In diesem Haus, wo Engel scherzen

Mariä Geburt – Jauchzt, die ihr benetzt mit Tränen

Mariä Geburt – Jungfrau auserkoren (Bone)

Mariä Geburt – Jungfrau auserkoren (Eichsfeld)

Mariä Geburt – Laßt, Christen, uns besingen heut (Fulda)

Mariä Geburt – Laßt, Christen, uns besingen heut (Speyer)

Mariä Geburt – Lobsinge heut‘, o Christenschar

Mariä Geburt – Maria ist entsprossen

Mariä Geburt – Maria ist geboren aus königlichem Blut (Antwerpen)

Mariä Geburt – Maria ist geboren aus königlichem Blut (Bone)

Mariä Geburt – Maria ist geboren aus königlichem Blut (Engelsharfe)

Mariä Geburt – Maria ist geboren aus königlichem Blut (Münster)

Mariä Geburt – Maria, sieh, zu deinen Ehren

Mariä Geburt – Morgenröte, reich bestrahlet

Mariä Geburt – Morgenstern, der uns die Sonne

Mariä Geburt – O du schönste Morgenröte

Mariä Geburt – O heller Morgenstern

Mariä Geburt – O schöne Morgenröt‘

Mariä Geburt – Prächtig und zierlich

Mariä Geburt – Preist den hehren Tag der Ehren

Mariä Geburt – Ros‘, o schöne Ros‘

Mariä Geburt – Sagt mir, wer ist doch diese

Mariä Geburt – Schmuck des Himmels, Trost der Erde

Mariä Geburt – Schon aus der Propheten Munde

Mariä Geburt – Schön sind zwar die Morgenstunden

Mariä Geburt – Singt, Christenchöre, hocherfreut

Mariä Geburt – Was einst Eva hat verloren

Mariä Geburt – Welch schöner Tag geht auf

Mariä Geburt – Wenn Wünschen wär‘ Können, Maria rein

Mariä Geburt – Wie schön und zierlich (Franken)

Mariä Geburt – Wie schön und zierlich (Straßburg)

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Lieder zum Fest Maria Königin

Das noch recht neue, da erst von Pius XII. im Jahr 1954 für die ganze lateinische Kirche eingeführte Fest Maria Königin steht, wie wir das bereits bei den Festen Herz Mariä und Mariä Himmelfahrt gesehen haben, in Beziehung zu einem Herrenfest, nämlich dem vor hundert Jahren, zum Abschluß des damaligen Heiligen Jahres, erstmals gefeierten Christkönigsfest. Denn Christus, der nach den Worten des heiligen Paulus im 1. Korintherbrief 15,25 herrschen muß, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füße gelegt hat (und danach natürlich erst recht herrscht) und dessen Reich als „Königreich“ bezeichnet wird – so auch in der Einheitsübersetzung explizit im Jakobusbrief 2,5, aber im griechischen („βασιλεία“ von „βασιλεύς“ = „König“), lateinischen („regnum“ von „rex“ = „König“) und aramäischen („ܡܰܠܟܽܘܬܳܐ“ von „ܡܰܠܟܳܐ“ = „ König“) Text der Heiligen Schrift auch überall dort, wo es in der Einheitsübersetzung „Himmelreich“ oder „Reich Gottes“ heißt – ist der König, wie er es auch gegenüber Pilatus bestätigt hat: „Du sagst es, ich bin ein König.“ (Johannes 18,37). Maria als seine Mutter ist darum die Königin, wie schon bei den altjüdischen Königen stets die Königsmutter den Königinnentitel trug und nicht eine der vielen Königsgemahlinnen, denn von denen hatten Könige wie David oder Salomon mit ihren riesigen Harems gleich dutzende oder gar hunderte, während die Mutter nur eine einzige war. Als solche durfte sie wie die Mutter Salomons in 1. Könige 2,19 an der rechten Seite ihres Sohnes thronen und wie wir an eben dieser Stelle der Heiligen Schrift sehen, wurde die Königin gerne mit der Bitte angegangen, sich beim König für ein bestimmtes Anliegen einzusetzen: „Rede doch mit König Salomo; dich wird er nicht abweisen.“ (1. Könige 2,17) und tatsächlich antwortete der König auf ihr Vorbringen „Eine einzige kleine Bitte hätte ich an dich. Weise mich nicht ab!“, noch bevor er das Anliegen kannte: „Sprich sie nur aus, Mutter! Ich werde dich nicht abweisen.“ (1. Könige 2,20).

Da das Fest Maria Königin wie erwähnt noch recht neu ist, gibt es kaum Lieder, die explizit für dieses Fest geschrieben wurden, dafür aber umso mehr Lieder, in denen Maria als Königin angerufen wird. So finden sich auch schon bei den Liedern zur Maiandacht (ursprünglich wurde das Fest Maria Königin ja am letzten Tag dieses Monats gefeiert), bei den Liedern zu Mariä Verkündigung (als Gabriel ihr vorhersagte, daß Gott ihrem Sohn den Thron seines Vaters David geben und er über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen werde), den Liedern zu Mariä Heimsuchung (als Elisabeth ihr als der Mutter ihres Herrn huldigte), den Liedern zu Mariä Lichtmeß, den Liedern zum unbefleckten Herzen Mariä und ganz besonders den Liedern zu Mariä Himmelfahrt (als die einige der folgenden Lieder in den Büchern, denen wir sie entnommen haben, betitelt waren), solche, in denen Maria mit dem Titel einer Königin bezeichnet wird. Von den vielen weiteren Liedern, in denen das sonst noch geschieht, haben wir darum vorrangig solche ausgewählt, die darüber hinaus noch irgendeinen Aspekt dieser königlichen Würde ansprechen, etwa ihre Königsinsignien, insbesondere ihre Krone aus zwölf Sternen, die bereits der Apostel Johannes in seiner Vision in Offenbarung 12,1 sah oder ihren Thron, auf dem sie im Himmel sitzt, bzw. ihre Nähe zum Thron Gottes, ihre Krönung durch ihren Sohn oder ihre Herrschermacht.

Maria Königin – Ein edler Schatz der Menschen ist (Bone)

Maria Königin – Ein edler Schatz der Menschen ist (Dreves)

Maria Königin – Erhab’ne Himmelskönigin

Maria Königin – Erhebt in vollen Chören (Arnsberg)

Maria Königin – Erhebt in vollen Chören (Engelsharfe)

Maria Königin – Erhebt in vollen Chören (Trier)

Maria Königin – Gekrönte Himmelskönigin

Maria Königin – Glücksel’ge Himmelskönigin

Maria Königin – Heil dir, Himmelskönigin

Maria Königin – Heil’ge, Hochgebenedeite (Elsaß)

Maria Königin – Heil’ge, Hochgebenedeite (Trier)

Maria Königin – Herrliche Königin, über die Erde hin

Maria Königin – Höre, große Königin

Maria Königin – Königin der Engelchöre

Maria Königin – Königin, o süße, höre unsre Grüße

Maria Königin – Königinne, hoch erhoben

Maria Königin – Maria Himmelskönigin, der Engel hohe Herrscherin

Maria Königin – Maria Himmelskönigin, o Königin

Maria Königin – Maria, Himmelskönigin, sei hochgebenedeiet

Maria Königin – O große Frau und Königin

Maria Königin – O Königin, gnädigste Frau

Maria Königin – O Königin, holdselige Frau

Maria Königin – O Königin, huldreiche Frau (Eichsfeld)

Maria Königin – O Königin, huldreiche Frau (Haller)

Maria Königin – O Königin, mildreiche Frau

Maria Königin – O Königin, wer ist dir gleich (Andernach)

Maria Königin – O Königin, wer ist dir gleich (Paderborn)

Maria Königin – O Maria, Wunderbare (Bone)

Maria Königin – O Maria, wunderbare (Eichsfeld)

Maria Königin – O Mutter Gottes, hochbelohnt

Maria Königin – Sei gegrüßt, o Königin Himmels und der Erden

Maria Königin – Sei gegrüßt, o Königin, reich mit Glanz gekrönet

Maria Königin – Sei uns gegrüßt, du Himmelskönigin

Maria Königin – Singt heut in frohen Chören

Maria Königin – Wer ist doch diese, ihr himmlischen Scharen

Maria Königin – Wie ehrfurchtsvoll blicken wir auf dich hin

Lieder zum Fest Mariä Himmelfahrt

Das heutige Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel ist eine logische Folge aus ihrer unbefleckten Empfängnis, denn weil sie frei von der Erbsünde und jeder anderen Sünde war, hatte der Tod, der der Lohn der Sünde ist (Römerbrief 6,23), kein Recht auf sie und sollte ihr Leib die Verwesung nicht schauen. Dabei hat Pius XII., als er die leibliche Aufnahme Mariä in den Himmel in der Apostolischen Konstitution „Munificentissimus Deus“ dogmatisierte, mit der Formulierung, „daß die Unbefleckte Gottesgebärerin und immerwährende Jungfrau Maria nach Vollendung des irdischen Lebenslaufes mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde“, offengelassen, ob Maria ihren irdischen Lebenslauf durch den Tod vollendete und sich so, wie wir es bereits bei den Liedern zu Mariä Lichtmeß gesehen haben, einem Gesetz unterwarf, das für sie gar nicht galt, oder ob sie, ohne zu sterben, mit dem ewigen Leben überkleidet wurde, wie Paulus es im 2. Korintherbrief 5,4 als seine Sehnsucht formuliert. Daher ist es sowohl möglich, daß Maria ihrem Sohn auch darin ähnlich wurde, daß sie ohne eigene Notwendigkeit das Todeslos der Sünder teilte, als auch, daß sie, nachdem sie bereits unter dem Kreuz die sämtliche Todesschmerzen durchlitten hatte, als ihr das Schwert des Schmerzes und Mitleidens mit ihrem Sohn durch die Seele drang, direkt in die himmlische Herrlichkeit eingehen durfte, ohne dafür das Tor des Todes durchschreiten zu müssen.

In jedem Fall hat sie, die als neue Eva Christus als dem neuen Adam zur Seite steht, mit ihm gemeinsam, daß ihre menschliche Natur als ganze bereits zur Vollendung gelangt ist, wobei sie allerdings – der in der deutschen Umgangssprache verwendeten Bezeichnung dieses Festes als „Mariä Himmelfahrt“ zum Trotz – nicht wie Christus aktiv, also aus eigener Kraft, zum Himmel auffuhr, sondern passiv in den Himmel aufgenommen wurde. Dieser Umstand, daß erst mit der Teilhabe des Leibes an der Glückseligkeit der Seele im Himmel die Erlösung des Menschen vollkommen, seine Vollendung endgültig erreicht ist, ist vor allem für uns Europäer, die wir aufgrund unserer Geistesgeschichte eine gewisse Neigung zur Geringschätzung des Leibes bis hin zur Leibverachtung haben, eine eindrückliche Mahnung, daß der Leib eben nicht, wie Platon meinte, der Kerker der Seele ist, aus dem sie durch den Tod glücklich befreit wird, sondern vielmehr, wie Paulus es formulierte, ein Tempel des Heiligen Geistes, in dem die Seele, nachdem sie in der Vereinigung mit Gott im Himmel ihr höchstes Zeil erreicht hat, in aller Freude und Freiheit wie in einem liebgewonnenen Zuhause wohnt, statt wie in einem Gefängnis darin eingesperrt zu sein.

Dazu gehört freilich, daß der verklärte Auferstehungsleib, den Maria schon bei ihrer Aufnahme in dem Himmel erhalten hat und den alle übrigen Heiligen und Seligen des Himmels erst bei der Auferstehung des Fleisches am Jüngsten Tag erhalten werden, frei von allen Krankheiten, Leiden und Gebrechen, auch frei von Alterung, Ermüdung und Erschöpfung ist, also frei von allem, was uns unsere Leiblichkeit manchmal als beschwerlich erscheinen läßt. Im Hinblick darauf ist es überaus passend, daß die Kirche an dem Tag, an dem wir feiern, daß Maria diese Vervollkommnung bereits erreicht hat, seit alters Blumen und Kräuter zur Heilung von Leib und Seele segnet, wodurch uns schon ein kleiner Vorgeschmack darauf gegeben wird, was uns erwartet, wenn auch wir, wie wir mit Gottes Gnade hoffen, einst in die ewige Vollendung eingehen werden.

Daß es gerade Kräuter sind, die hier durch den Segen der Kirche zu Sakramentalien werden, statt, wie es bei manch anderen Heiligen der Fall ist, Öl oder Wasser (man denke nur an das Walpurgisöl, das Ritaöl, das Ignatiuswasser und Ignatiusöl oder das Xaveriuswasser und Xaveriusöl), hat wohl nicht nur damit zu tun, daß diese jetzt im Hochsommer ihre volle Blütenpracht entfalten und in dem Ruf stehen, gerade in dieser Zeit des sogenannten „Frauendreißigers“, der mit dem Fest Mariä Himmelfahrt beginnt, bis zum Fest Mariä Schmerzen dauert und die Hauptwallfahrtszeit zu marianischen Gnadenorten bildet, besonders heilkräftig zu sein, sondern auch damit, daß apokryphe Überlieferungen und Legenden im Zusammenhang mit dem Heimgang Mariens über Blumen berichten. So erzählt Johannes von Damaskus, daß die Luft wundersam von Kräuterduft erfüllt war, als Maria ihr Grab verließ. Diese Auferstehung Marias aus dem Grab, die auch in anderen Berichten über den Hinübergang Marias begegnet, erinnert natürlich an die Auferstehung Christi und gibt dem Fest Mariä Himmelfahrt ein österliches Gepräge. Daher verwundert es nicht, daß manche der folgenden Lieder auf die Melodien bekannter Osterlieder gesungen werden.

Mariä Himmelfahrt – Ach, Maria will ihr Leben (Hildesheim)

Mariä Himmelfahrt – Ach, Maria will ihr Leben (Neuland)

Mariä Himmelfahrt – Aller Anmut, aller Gnade

Mariä Himmelfahrt – Aller Anmut, aller Güte

Mariä Himmelfahrt – Christen seht, mit welchen Freuden (Freiburg)

Mariä Himmelfahrt – Christen seht, mit welchen Freuden (Neusatz)

Mariä Himmelfahrt – Dein Ende naht, mit frommem Triebe

Mariä Himmelfahrt – Es glänzte, Jungfrau, deine Stelle

Mariä Himmelfahrt – Es ist noch eine Ruh‘ vorhanden

Mariä Himmelfahrt – Es sollen die Lüfte erschallen (Eichstätt)

Mariä Himmelfahrt – Es sollen die Lüfte erschallen (Kastelruth)

Mariä Himmelfahrt – Frohlock‘ in heil’ger Freud‘

Mariä Himmelfahrt – Frohlock‘ o Kirch‘, in deinem Schoß (Mainz)

Mariä Himmelfahrt – Frohlock‘ o Kirch‘, in deinem Schoß (Sankt Gallen)

Mariä Himmelfahrt – Frohlock‘, erhabne Himmelsschar

Mariä Himmelfahrt – Heil dir, erlauchter Freudentag

Mariä Himmelfahrt – Heil’ge Jungfrau, Hochverklärte

Mariä Himmelfahrt – Heut‘ bewährt sich unser Hoffen (Bone)

Mariä Himmelfahrt – Heut‘ bewährt sich unser Hoffen (Ermland)

Mariä Himmelfahrt – Heute ging Maria fort

Mariä Himmelfahrt – Hochpreiset im Lied sie

Mariä Himmelfahrt – Höre du die Jubel an

Mariä Himmelfahrt – Ihr Himmelsbürger, freuet euch

Mariä Himmelfahrt – Ihr Himmelsbürger, jubilieret

Mariä Himmelfahrt – Jauchzt mit Siegesgetön, Bürger des Himmels

Mariä Himmelfahrt – Liebe Sonn‘ mit deinen Strahlen

Mariä Himmelfahrt – Maria aufgenommen ist (Hohenfurt)

Mariä Himmelfahrt – Maria aufgenommen ist (Konstanz)

Mariä Himmelfahrt – Maria endlich ist gelanget

Mariä Himmelfahrt – Maria hat auf Erden erduldet viele Müh

Mariä Himmelfahrt – Maria rein, Maria zart

Mariä Himmelfahrt – Maria, Christi Mutter, fuhr

Mariä Himmelfahrt – Maria, Mutter Jesu Christ

Mariä Himmelfahrt – Mein Loblied sie fei’re, die Mutter, die teure

Mariä Himmelfahrt – Mild webt am Himmel die Sternennacht

Mariä Himmelfahrt – Nun ruhst du, Hochgebenedeite

Mariä Himmelfahrt – O Maria, sieh zurücke

Mariä Himmelfahrt – Ohne Todesfurcht im Herzen (Breslau)

Mariä Himmelfahrt – Ohne Todesfurcht im Herzen (Wien)

Mariä Himmelfahrt – Rein, wie aus des Schöpfers Händen

Mariä Himmelfahrt – Reinste Jungfrau die vor allen

Mariä Himmelfahrt – Schmückt euch mit eurem Feierkleid

Mariä Himmelfahrt – Schönste auf dem Erdenrunde

Mariä Himmelfahrt – Sieh, Maria, sieh zurücke

Mariä Himmelfahrt – Sonne, schmücke dich am Himmel

Mariä Himmelfahrt – Sonnenlicht, mit deinen Strahlen

Mariä Himmelfahrt – Vollendet, Jungfrau, ist die Zeit

Mariä Himmelfahrt – Wer erschwingt vom Erdentale

Mariä Himmelfahrt – Wer ist die, so dort erscheinet

Mariä Himmelfahrt – Wer ist, die so lichtumwebt

Mariä Himmelfahrt – Wer ist’s, die vom Erdentale

Mariä Himmelfahrt – Wir sollen all Dank sagen Gott

Mariä Himmelfahrt – Wo beginnen und wie soll ich vollenden

Mariä Himmelfahrt – Zum Himmel steigt ein neuer Gast empor

Lieder zum Fest Mariä Heimsuchung

Im deutschen Sprachraum feiern wir heute das Fest Mariä Heimsuchung. Während es im Generalkalender im Rahmen der Liturgiereform auf den 31. Mai verlegt wurde, um besser in die Chronologie der geschichtlichen Ereignisse zu passen (nach der Verkündigung des Herrn am 25. März, aber vor der Geburt Johannes des Täufers am 24. Juni), wird es bei uns somit am ursprünglichen Termin begangen, der als Tag nach der (allerdings bereits zuvor bei einer vorangegangenen Kalenderreform abgeschafften) Oktav Johannes des Täufers besonders auch die Verbindung mit diesem Heiligen zum Ausdruck bringt. Im Unterschied zu Mariä Lichtmeß und Mariä Verkündigung, die mittlerweile als Herrenfeste gefeiert werden, ist das Fest der Heimsuchung (womit, anders als im heutigen Alltagssprachgebrauch, wo dieser Begriff fast nur noch als Euphemismus für „Plage“ verwendet wird, etwa, wenn man sagt, jemand werde von Alpträumen oder von Schmerzattacken heimgesucht, ganz neutral und ohne negative Wertung der Sachverhalt angesprochen wird, daß Maria ihre Verwandte Elisabeth bei dieser daheim besucht hat) weiterhin ein Marienfest. Dennoch hat es mindestens so sehr wie diese beiden Feste einen starken Bezug zu Jesus Christus und darüber hinaus zu Johannes dem Täufer und zum Heiligen Geist.

Es wird nämlich gefeiert, daß Johannes der Täufer, wie es der Engel dessen Vater Zacharias bereits vor der Empfängnis vorhergesagt hatte (Lukas 1,15), schon im Mutterleib vom Heiligen Geist erfüllt wurde. Das geschah nach allgemeiner Überzeugung in dem Augenblick, als Johannes beim Gruß Marias vor Freude aufhüpfte. Dabei wird vom heiligen Bernhard von Clairvaux und ihm folgend von der weitverbreiteten Legenda aurea angenommen, daß Johannes in diesem Augenblick auch in den Stand der heiligmachenden Gnade versetzt, also von der Erbsünde befreit wurde. Das Fest der Heimsuchung ist für ihn somit in gewisser Weise eine Entsprechung zum Fest der unbefleckten Empfängnis für Maria, denn wie Maria als Vorerlöste vor der Erbsünde bewahrt wurde, so wurde Johannes zu einem sehr frühen Zeitpunkt, nämlich noch vor der Geburt, von ihr befreit.

Der Heilige Geist wirkt aber auch in Elisabeth. Er erfüllt sie und inspiriert sie zu den Worten, die zusammen mit den Worten des Erzengels Gabriel bei der Verkündigung an Maria den ersten Teil des Ave Maria bilden: „Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes“. Wir haben somit hier den Beginn der Marienverehrung unter den Menschen vor uns, nachdem die Engel die Mutter Gottes schon zuvor verehrt hatten. Elisabeth preist Maria und erkennt sie als die Mutter ihres Herrn an. Sie fügt auch gleich eine weitere Seligpreisung an: „Selig ist die, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.“ Maria wird uns so als Mutter der Glaubenden vor Augen gestellt, die, auch wenn sie in ihrer Stellung als Muttergottes einzigartig ist und sich in dieser Hinsicht wesensmäßig von uns unterscheidet, in ihrem Glauben und Gottvertrauen für uns alle Vorbild sein soll, auch wenn wir graduell nicht an sie heranreichen, denn die Seligpreisung aus dem Mund ihres eigenen Sohnes, die wir bereits bei den Liedern zur Maiandacht zitiert haben, „Ja, selig, die das Wort Gottes hören und es befolgen.“, gilt natürlich auch uns, wenn wir dem Wort Gottes Glauben schenken und in unserem Leben entsprechend handeln.

Maria antwortet auf diese Seligpreisung mit dem Magnifikat, in welchem sie ihrerseits Gott lobpreist und sein Gnadenhandeln an ihr als die Ursache ihrer, wie sie zutreffend prophezeit, von nun an durch alle Geschlechter fortdauernden Seligpreisung benennt: Weil er Großes an ihr getan hat, wird sie von den Menschen gepriesen. Alle Marienverehrung ist angesichts dieses Zusammenhangs immer auch ein Ehrenerweis an Gott als den Urheber dessen, was wir an Maria preisen. Da das heutige Fest also sozusagen die Geburtsstunde des Magnifikat ist, welches als tägliches Canticum in der Vesper einen zentralen Platz im Stundengebet einnimmt, fügen wir der Liste der von uns gesammelten Heimsuchungslieder auch einige deutsche Fassungen bzw. Bearbeitungen des Magnifikat an:

Heimsuchung – Als Maria hat empfangen (Engelsharfe)

Heimsuchung – Als Maria hat empfangen (Muttergottesrosen)

Heimsuchung – Auserles’ne Engelscharen

Heimsuchung – Da sich Maria schwanger fand

Heimsuchung – Der Engel schied wieder hindann

Heimsuchung – Die Kinder treten insgemein

Heimsuchung – Du eilest hin aus Nazareth

Heimsuchung – Elisabeth zu grüßen

Heimsuchung – Gar Großes hat der Herr getan

Heimsuchung – Holde Winde, haucht gelinde

Heimsuchung – Ihr Engel, kommet und bereitet

Heimsuchung – Ihr Engel, naht euch und bereitet

Heimsuchung – Im Gebirg‘ auf rauhem Pfade

Heimsuchung – Leise Winde hauchen linde

Heimsuchung – Leise Winde, hauchet linde (Elsaß I)

Heimsuchung – Leise Winde, hauchet linde (Elsaß II)

Heimsuchung – Maria ging hinaus in Zachariä Haus

Heimsuchung – Maria ging hinaus zu Zachariä Haus

Heimsuchung – Maria ging hinaus zu Zacharias Haus

Heimsuchung – Maria ging übers Gebirge

Heimsuchung – Maria ging von Haus

Heimsuchung – Maria stand voll Freuden auf

Heimsuchung – Maria trug Verlangen

Heimsuchung – Maria war beklommen

Heimsuchung – Maria, groß durch Mutterwürde

Heimsuchung – Mutter Jesu, voll der Gnade

Heimsuchung – O Maid aus Israel

Heimsuchung – O Maria, auserkoren und von Gott geliebt so sehr

Heimsuchung – O Maria, wohin eilest

Heimsuchung – O neiget euch bei jedem Schritt

Heimsuchung – Seitdem des Engels Gruß erscholl

Heimsuchung – Voll frommer Regung geht sie aus

Heimsuchung – Von Hebron tönt’s Magnifikat!

Heimsuchung – Wie bist du dort hingekommen

Heimsuchung – Wo eilst du hin, was hast du vor

Heimsuchung – Wo reißt dich heut‘ dein Eifer hin

Heimsuchung – Wohin auf heil’ger Liebe Flügel

Heimsuchung – Wohin reißt die Begeist’rung dich

Heimsuchung – Zu Gottes und Mariä Ehr‘

Heimsuchung – Zu Gottes und Mariä Preis

Magnifikat – Auf mein Geist, um zu besingen

Magnifikat – Den Herrn macht meine Seele groß

Magnifikat – Der Engel zu Maria brachte

Magnifikat – Der Herr ist groß, ihn preiset

Magnifikat – Gott, den Ewigen, erhebet

Magnifikat – Groß ist der Herr, ich fühle

Magnifikat – Lobpreise deinen Herrn, mein Geist

Magnifikat – Magnificat, magnificat

Magnifikat – Mein Seel groß den Herren macht

Magnifikat – Mein Seel macht groß den Herren

Magnifikat – Meine Seel‘ erhebt den Herrn

Magnifikat – Meine Seele benedeiet

Magnifikat – Meine Seele, immer wähle

Magnifikat – Mit Dank und Jubeltönen

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